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Themen: Interview
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Nordkorea wird nicht den chinesischen Weg gehen
Für China gilt seit den 80er Jahren: Wenn wir Fortschritte machen und die Entwicklung vorantreiben, dann ist das unser Begriff von Sozialismus. Nordkorea hat ein ähnliches Beispiel direkt vor Augen: die Entwicklung bei seinen südkoreanischen Landsleuten. Sven Horak fragte den Experten Hanns Günther Hilpert von der Forschungsgruppe Asien der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ob dies auch ein gangbarer Weg für das darbende Nordkorea wäre. Hilpert hält dies trotz aller Verlockungen für nicht realistisch. Gorbatschow sprach dazu für die EX-DDR einst das vernichtende Urteil: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“
„Al-Qaida ist nur dort stark, wo ihre Gegner schwach sind“
Deutschland hat keine Anti-Terror-Strategie. Das führt dazu, dass viel zu viele Fehler in der Terrorbekämpfung passieren. Deshalb ist die Bundesrepublik verstärkt ins Visier der al-Qaida geraten. Der Islamwissenschaftler und Anti-Terror-Spezialist Guido Steinberg enthüllt im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die größten Mängel der deutschen Sicherheitspolitik. Er fordert die Reform des Bundessicherheitsrates und die Einrichtung eines im Kanzleramt angesiedelten Sicherheitsbeauftragten.
„Die Orange Revolution in der Ukraine ist nicht gescheitert“
Am siebten Februar wählen die Bürger der Ukraine im zweiten Wahlgang einen neuen Präsidenten. Welche Bedeutung diese Wahl für das Land hat, erläutert Nico Lange im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Er ist Leiter des Auslandsbüros Ukraine der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kiew.
„Allmählich begreifen selbst die Russen, dass sich zivilgesellschaftliches Engagement lohnt.“
Wie funktioniert das System Putin? Wollen die Russen ein anderes? Wie könnte es aussehen? Moskau-Korrespondent Ulrich Heyden meint: Selbsternannte Oppositionsführer wie Ex-Schachweltmeister Kasparow bringen den Russen nichts und haben auch keine Chance. Die Bevölkerung selbst muss sich engagieren, wenn sie wirklich etwas ändern will.
„Erotik ist der Puls des Lebens“
Die libanesische Dichterin und Journalistin Joumana Haddad bricht mit ihrem erotischen Kulturmagazin „Jasad“ („Körper“) bewusst Tabus in einer Gesellschaft, die den Körper weitgehend verhüllt und verschweigt. Libanon ist das einzige arabische Land, in dem das Magazin frei verkauft werden kann. Doch selbst dort ist es umstritten.
„Wir werden um eine Partnerschaft mit Russland kämpfen müssen“
Die Amerikaner werden sich in den kommenden Jahren auf sich selbst zurückziehen wie nach dem ersten Weltkrieg und nicht mehr den Beschützer Europas spielen. Da die EU nicht nur die Rohstoffe Russlands braucht, sondern auch seine zivilisatorische Kraft, werden die Europäer um Russland kämpfen müssen. Das sagt der Russlandexperte Alexander Rahr voraus.
„Die Opposition im Iran schützt das Land vor einem möglichen Militärschlag Israels“
Im Iran geht nicht nur das Volk auf die Straße, sondern es tobt ein Machtkampf innerhalb der religiös-politischen Führung. Ziel ist die Absetzung des Revolutionsführers Chamenei. Der Nahost-Experte Dr. Michael Lüders analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin, welche Folgen dies für den Iran hat und warum davon auch eine Signalwirkung für arabische Länder ausgeht.
„Behinderung gilt in arabischen Ländern als göttliche Strafe“
Die palästinensische Ärztin Jumana Odeh wurde 2008 für ihre Bemühungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen behinderter Kinder mit dem „World of Children Health Award“ ausgezeichnet.
„In Russland wird am schärfsten sichtbar, dass es keine fertige Antwort auf den Zusammenbruch der Utopie vom besseren Leben gibt“
In der Entwicklung seiner Wirtschaft hat Russland einst einen weitgehend anderen Weg genommen als Westeuropa. Wer reich wurde, sah sich dem Verdacht ausgesetzt, sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichert zu haben. Darauf konnte schließlich der reale Sozialismus aufbauen. Heute entsteht in Russland etwas, das über den realen Sozialismus wie auch über den gegenwärtigen Kapitalismus westlicher Prägung hinausweist. Das sind einige der Thesen des Transformationsforschers Kai Ehlers im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin.
„Kasachstan zeigt, dass wirtschaftliches Wachstum nicht notwendigerweise eine demokratische Verfassung voraussetzt“
Im EM-Interview sagt die Expertin der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Dr. Andrea Schmitz: „Kasachstan zeigt, dass wirtschaftliches Wachstum nicht notwendigerweise eine demokratische Verfassung voraussetzt“. Die Kasachen seien pragmatisch und vor allem stabilitätsorientiert. Das wäre ein Grund, weshalb „bunte Revolutionen“ in dem zentralasiatischen Flächenstaat bislang nicht Fuß fassen konnten. Ein anderer sei die erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung des Landes und der wachsende Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten. Dies werde in erster Linie der Herrschaft von Präsident Nasarbajew zugeschrieben und beschere dem Regime ein hohes Maß an Legitimität.
„Der Iran beansprucht ohne Zweifel eine kulturelle und wirtschaftliche Führungsposition im Nahen Osten“
Das Bild, das westliche Medien vom Iran zeichnen, entspricht nur in einem winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit dieses Landes. Andrea C. Hoffmann, Auslandsredakteurin im Nachrichtenmagazin Focus hat ein brandneues, bemerkenswertes Buch über den wahren Iran geschrieben. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin räumt sie mit vielen Vorurteilen auf.
Von einem der auszog, durch das eurasische Spiel Go ein stärkerer Mensch zu werden
Er heißt David Seibt, ist gebürtiger Berliner und lebt seit August in Tokio, um das in China erfundene, in Japan verehrte und inzwischen in ganz Eurasien verbreitete Brettspiel Go zu erlernen. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin spricht der neunzehnjährige David über seine Beweggründe, seine Ziele und Hoffnungen.
„Hindukusch“ – Roman mit historischem Hintergrund
Der Klassische Archäologe und Romanautor Michael Pfrommer hat einen Roman abgeliefert, in welchem vor über 60 Jahren eine Illustre Gesellschaft am Hindukusch agiert: Eine junge elternlose Adelige aus Deutschland, ein SS-Sturmbannführer, ein afghanischer Fürst, ein orientalischer Dschinn namens Iskender und das Britische Empire.
„Säkularität gilt in islamischen Gesellschaften noch immer als Unwort“
Weder die oft unfreien Medien noch die gesellschaftlichen Kräfte sind derzeit in der Lage, einen vorurteilsfreien Dialog über die Zukunft der Religion in islamischen Ländern zu führen. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Udo Steinbach, bis zu seiner kürzlichen Pensionierung Direktor des GIGA-Instituts für Nahoststudien in Hamburg.
Das immer wieder in den Medien auftauchende Thema Islamismus und insbesondere die damit verbundene Negativberichterstattung über den Islam erzeugt nach Auffassung von Prof. Werner Ruf aus Kassel antiwestliche Ressentiments in der islamischen Welt.
„Das schiitische Regime im Iran ist auch eine ideologische und politische Herausforderung für Europa“
Während der jüngsten Kämpfe im Kaukasus haben die USA und Polen ein Stationierungsabkommen für Raketen unterzeichnet. Prof. Volker Perthes, Chef der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, hält einen iranischen Raketenangriff jedoch für „ausgesprochen unwahrscheinlich.“ Warum er das Regime in Teheran dennoch für eine besondere Herausforderung hält, erläutert er im Interview mit dem Eurasischen Magazin.
„Jetzt fehlt China nur noch die FIFA Fußball-WM der Männer“
Die Formel 1 war schon da, in wenigen Tagen beginnen die Olympischen Sommerspiele in China und 2010 wird die Expo folgen. China war dann in kürzester Zeit Ausrichter von drei der vier bedeutendsten Großveranstaltungen der Welt. „Jetzt fehlt nur noch die FIFA Fußball-WM der Männer, denn die Frauen-WM war ja 2007 auch schon da“, meint Dr. Christian Geltinger, Chef-Repräsentant des Freistaates Bayern in Schandong, mit dem das Eurasische Magazin über die Bedeutung der Olympischen Spiele für das Reich der Mitte gesprochen hat.
„Russland wird einen Babyboom erleben, so wie Deutschland in den sechziger Jahren“
Russlands neuer Präsident Dmitri Medwedjew reiste vor wenigen Tagen zum Antrittsbesuch nach Berlin und traf im westsibirischen Chanty-Mansijsk mit den Spitzen der europäischen Politik zum EU-Russlandgipfel zusammen. Alexander Rahr über Chancen und Entwicklungen Russlands und den Stil des Putin-Nachfolgers.
„Strategisch sind wir Europäer noch nicht in Eurasien angekommen“ 
Über das Verhältnis der Europäischen Union zur werdenden Großmacht China, über die wachsende Bedeutung der ASEAN-Staaten und die Politik der EU für diesen Raum sprach das Eurasische Magazin mit Dr. Sebastian Bersick von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.
„Wir brauchen eine sachbezogene Debatte über die Scharia“
Der Erzbischof von Canterbury plädierte kürzlich dafür, Teile des islamischen Rechts in die Gesetzeswerke Großbritanniens zu übernehmen. Die Aufregung war nicht nur in London beträchtlich. Das Eurasische Magazin befragte den Juristen und Islamwissenschaftler Prof. Dr. Mathias Rohe zu seiner Einschätzung dieses Vorstoßes. Auch er vertritt die Auffassung, es sei höchste Zeit für die hier lebende muslimische Bevölkerung religiöse Grundlagen zu finden, die sich klar im Rahmen des säkularen Rechtsstaats bewegen. Sein Fazit: Integrative Islam-Interpretationen sind alternativlos.
NATO-Gipfel in Bukarest: Kommt die neue Afghanistan-Strategie?
In Afghanistan liegt vieles im Argen. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin moniert Dr. Timo Noetzel vor allem die fehlende Gesamtstrategie der NATO für das Land am Hindukusch. Er leitet seit April 2008 eine zu internationaler Stabilisierungspolitik und modernen Protektoraten arbeitende Nachwuchsgruppe des Exzellenzclusters der Universität Konstanz. Der Westen, so Noetzel weiche vielen Problemen einfach aus und schaffe damit eine bedrohliche Entwicklung. Es sei zu hoffen, dass in Bukarest die angekündigte Strategie beschlossen und verabschiedet werde, die der Entwicklung eine gewisse Wende geben könnte. Daran werde man Bukarest messen müssen.
„Unsere Generation wird den Start eines ersten bemannten Raumfahrzeuges der Europäer erleben!“
Seit Monaten steht das europäische Forschungslabor Columbus auf dem amerikanischen Weltraumflugplatz in Kalifornien herum. Die Technik der US-Weltraumbehörde NASA war bislang nicht in der Lage zu starten. Jetzt soll es am 7. Februar ins All gehen. Europa wünscht guten Flug für Columbus. Aber ein eigenes europäisches Raumschiff zu bauen, ist längst überfällig, sagt der Luft- und Raumfahrtexperte Peter Pletschacher im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Die Technologie ist da. Mit Russland steht ein erfahrener Partner zur Verfügung. Und bei der ESA wächst ein neuer Ehrgeiz, wieder nach den Sternen zu greifen.
„Der Liberale Medwedjew ist vielleicht der letzte Versuch Russlands, nach Europa zu gelangen!“
Der russische Präsident Wladimir Putin wird Premierminister im Weißen Haus, sein bisherige Premier Dmitri Medwedjew zieht an seiner Stelle als Präsident Russlands in den Kreml ein. So sieht es das Drehbuch vor, das Putin für die Märzwahlen 2008 geschrieben hat. Welche Bedeutung diese Wahlen für Russland, für Europa und für ganz Eurasien haben, untersucht Russlandexperte Alexander Rahr im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Sein Fazit: Mit Medwedjew versuche Russland erneut das Tor nach Europa aufzustoßen – allerdings gäbe es für den Kreml längst auch eine Alternative und die heiße Asien.
„Den USA geht es um die Macht am Persischen Golf, nicht um das iranische Nuklearprogramm“
Wird im Nahen Osten der Dritte Golfkrieg der Familie Bush entfacht? Weshalb werden die Drohungen aus Washington nahezu täglich heftiger? Der im Iran geborene Politologe und Publizist Dr. Behrouz Khosrozadeh gibt im Interview mit dem Eurasischen Magazin überraschende Antworten. Er hat soeben ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Die Ayatollahs und der Große Satan“. Darin untersucht er, weshalb die Beziehungen des Irans mit den USA – auf welche die Iraner einmal große Hoffnungen gesetzt hatten – heute so feindselig sind.
„Der Konkurrenzkampf um Naturressourcen, Transportwege, aber auch politischen Einfluss wird sich immer weiter zuspitzen.“
Die eurasische Strategie ist einer der Grundsteine kasachischer Außenpolitik. Was man darunter zu verstehen hat und wie diese Strategie in Zukunft aussehen soll, erläutert im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN Dr. Bulat Klichbajewitsch Sultanow. Er ist Direktor des Kasachischen Instituts für Strategische Studien, KISS.
Die spezifischen Probleme der russischen Metropolregionen
Einer der Teilnehmer der wissenschaftlichen Plenarsitzung wissenschaftliche Plenarsitzung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) in Hamburg war Professor Sergej Kusnezow, stellvertretender Direktor des Instituts für regionale Entwicklung der Akademie für Wissenschaft Russlands. Im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN analysiert er die Probleme der regionalen Entwicklung in der Russischen Föderation
„Zentralasien ist eine Wetterecke Alteuropas“
Während der großen reiternomadischen Reiche in Eurasien war der Horizont der Herrschenden weiter als in heutigen Gipfel-Zeiten, in denen die Politiker mit dem Flugzeug anreisen. Das ergab ein Gespräch mit Dr. Michael Tellenbach, Zweiter Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Unter dem Hufschlag seiner Pferde wäre Eurasien um ein Haar vereinigt worden. Heute haben Politiker Mühe, ein funktionierendes Rumpf-Europa zustande zu bringen.
„Es dauert wohl noch viele Jahre, bis es in Russland wirklich freie Wahlen gibt.“
Die Bilder gingen um die Welt: In Moskau und St. Petersburg prügelten Polizisten mit Knüppeln auf Demonstranten ein. Viele wurden festgenommen. Auch ausländische Journalisten kamen zu Schaden. Ein ehemaliger Schachweltmeister, der als Organisator der Protestierer auftrat, wurde eingesperrt. Was geht vor in Russland – bahnt sich eine „orangene Bewegung“ an, oder ist das Wahlkampf auf Russisch? Diese Fragen stellte das EURASISCHE MAGAZIN dem Moskauer Korrespondenten Ulrich Heyden, der seit vielen Jahren aus der russischen Hauptstadt berichtet.
„Es droht der latente Bürgerkrieg“
Wenn es nicht gelingt, die Gewaltstrukturen in Afghanistan aufzubrechen, die Drogenwirtschaft zu zerschlagen und die Korruption einzudämmen, ist die Prognose für das Land düster: dann droht ein Somalia-Szenarium mit Bürgerkrieg wie in den neunziger Jahren. Davor warnt der Afghanist Thomas Ruttig von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN. Um das Ruder vielleicht noch herumreißen zu können, müsste die internationale Gemeinschaft die afghanische Bevölkerung für sich gewinnen.
„Der Besitz eines schönen Körpers als Verheißung eines diesseitigen Paradieses“
Verena Paulus hat im Katalogbuch der Ausstellung „1001 Nacht – Wege zum Paradies“ im Bremer Überseemuseum einen viel beachteten Beitrag veröffentlicht. Er befasst sich mit „Irdischen Paradiesen“, ganz speziell mit dem „Körper in der Postmoderne“. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit ihr über neue Körperideale und Kunstwesen aus dem Cyberspace.
„Eine klare europäische Perspektive ist von äußerster Wichtigkeit für interne Entwicklungen“
Im Interview mit dem Eurasischen Magazin plädiert der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments, Elmar Brok, für eine Fortsetzung der erfolgreichen Erweiterung der EU.
„Das Denken in Einflusssphären und Machtblöcken ist nicht mehr zeitgemäß.“
So lautet das Fazit, das Staatsminister Gernot Erler im Interview mit dem EURASISCHEN MAGAZIN zieht. Das Gespräch fand statt aus Anlass des bevorstehenden Deutschland-Besuchs des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin. Wir sprachen mit Gernot Erler über die Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrt zwischen Russland und der EADS, über Fragen der Energielieferungen und über die Konflikte zwischen USA und Russland im Kaukasus.
„Auch in den Schwellenländern wachsen die Bäume nicht in den Himmel.“
Prof. Dr. Rolf J. Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, über die Ablehnung der WTO-Mitgliedschaft Russlands durch die USA, die Bedeutung der asiatischen Wirtschaftsentwicklung für die westlichen Industrieländer und weshalb Amerika seine weltweite Dominanz künftig teuer zu stehen kommen könnte.
Kein Anlass zu Zweifeln
Russlands Energiepolitik sorgt derzeit für Unruhe in der Europäischen Union. Es wird befürchtet, Moskau könne die Gas- und Ölhähne bei politischen Unstimmigkeiten zudrehen. Alexander Rahr, Putin-Biograph und GUS-Experte hält diese Befürchtungen gegenwärtig für unbegründet, sieht Rohstofflieferungen aus Russland nicht gefährdet
Erstmals geht ein Trend von Ost nach West
Die britische Rundfunkanstalt BBC zeichnet im April eine Musik aus, die aus einem eurasischen Niemandsland kommt: der virtuellen Bukowina. Ihr Schöpfer Stefan Hantel alias Shantel hat sie auf den Spuren seiner Großeltern in Czernowitz entdeckt. Seither ist er in Liebe und Leidenschaft zu diesem musikalischen Bastard entbrannt. Im „Bucovina Club“ und auf Tourneen in aller Welt verzaubert sein Hybrid-Sound das Party-Publikum. Für die trunkenen Gäste des Spektakels ist Techno von gestern.
„Nordkorea erwartet permanent den Krieg“
Peter Scholl-Latour war auf Recherche-Reise in Nordkorea. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin berichtet er über seine Eindrücke aus der hochgerüsteten Ein-Parteien-Diktatur.
„Der Machtkampf im Irak wird mit Gewalt gelöst“
20. März 2003: Die USA feuern die ersten Raketen auf Bagdad. Drei Jahre liegt der Beginn des Irak-Krieges heute zurück. Prof. Dr. Udo Steinbach, Direktor des Orientinstituts in Hamburg, zieht Resümee: Wie erfolgreich ist die Demokratisierung des Iraks? Kann der Irak-Konflikt noch politisch gelöst werden? Wie lange bleiben die US-Truppen noch im Land?
„Langfristig ist zu erwarten, daß Kohle in der Welt zum wichtigsten Energieträger wird.“
Bestimmen künftig die Länder mit den größten Energiereserven die Weltpolitik? Haben Länder wie der Iran, Katar oder Rußland die westlichen Industrieländer in der Hand? Werden Öl und Gas unbezahlbar, oder bietet die hochentwickelte Technik der Industrieländer neue Wege zur Verbilligung und Sicherung der Energieversorgung? Dr. J. Peter Gerling von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die Lage.
„Die USA haben längst Pläne für zukünftige Kriege.“
Der Irak-Experte des Deutschen Orient-Institutes, Henner Fürtig, über die neue Verfassung des Iraks und die Entwicklungsmöglichkeiten des Landes. Er analysiert die Fehler der US-Politik im Irak und die Kriegspläne des amerikanischen Generalstabes.
„Wir Polen haben dem russischen Bären die Zähne ausgeschlagen“
Vor einem Vierteljahrhundert wurde die polnische Gewerkschaft Solidarnosc gegründet. Sie trug wesentlich zum Niedergang des Kommunismus im gesamten Ostblock bei. Lech Walesa war nicht nur Solidarnosc-Führer sondern er wurde später auch zum polnischen Präsidenten gewählt und mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Mit ihm sprach n-ost-Korrespondent Andreas Metz.
Weltmacht des „Asiatischen Jahrhunderts“
Es wird eine Verschiebung des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Epizentrums von Europa und Amerika nach Asien geben. Die unilateralen Zeiten für die USA sind vorbei. China wird in Kürze eine ebenbürtige Weltmacht sein. Ob Washington dies akzeptiert, ist die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Bleiben die USA lernunfähig, ist der Weltfrieden in Gefahr. Diese Thesen vertritt Karl Pilny in seinem Buch „Das asiatische Jahrhundert“. Das Eurasische Magazin hat nachgefragt.
„Putin ist kein Diktator“
Rußland steigt zu einer energetischen Supermacht auf. Kapitän dieser Entwicklung wird Präsident Wladimir Putin sein – so die Prognose des Rußland-Experten Alexander Rahr. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin analysiert er den Stand der Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union. Alexander Rahr fordert, daß sich beide langfristig zu einer politischen Einheit verschmelzen.
„Man kann noch nicht von einer stabilen deutsch-polnischen Freundschaft sprechen.“
Gesine Schwan ist seit Jahresbeginn die Polen-Beauftragte der Bundesregierung. Die Politikwissenschaftlerin und Präsidentin der Europa-Universität in Frankfurt/Oder hat zwar die Wahl zum Amt des Bundespräsidenten verloren, sie hinterließ jedoch einen so überzeugenden Eindruck auf der politischen Bühne, daß die Regierung Schröder fortan nicht mehr auf ihre Dienste verzichten wollte. Mit der Amtseinführung von Prof. Dr. Schwan erfährt das deutsch-polnische Verhältnis eine merkliche Aufwertung, einen eigenständigen Beauftragten ernannte die Bundesregierung bislang nur für die USA, Rußland und Frankreich.
„Was unsere Unternehmer in China machen, ist Harakiri“
Jedes europäische Unternehmen, das zur Zeit nach Asien geht, stellt dort seine wertvollsten Ressourcen zur Verfügung: technologischen Vorsprung und eine lange Erfahrung auf den Weltmärkten. Was das für die Europäer bedeutet, erklärt im Interview mit dem Eurasischen Magazin Frau Dr. Hanne Seelmann-Holzmann von der „Dialog-Unternehmensberatung für erfolgreiche Asiengeschäfte“. Sie warnt: „Die westlichen Unternehmer züchten sich ihre späteren Überwinder selbst heran, ohne es zu merken.“ Hauptgrund für den leichtfertigen Umgang mit dem wertvollen Gut Wissen sei eine fehlende Asienstrategie.
Reisen nach Nahost
Arafat gestorben, Brachialgewalt im Irak und in Afghanistan, Verhandlungen über Nuklearwaffen im Iran – viel wird derzeit geschrieben über die islamische Welt. Im Vordergrund stehen dabei meist große Politik und millionenschwere Wirtschaftsbeziehungen. Dr. Michael Lüders weiß um die kulturellen Besonderheiten der Region, er kennt den Großteil der islamischen Länder aus eigener Erfahrung.
„Die EU braucht keine Atombombe.“
Auch nach dem Ende des Kalten Krieges ist die Gefahr eines Nuklearkrieges auf der Welt nicht gesunken. Der Physiker Dr. Götz Neuneck sucht im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin nach Erklärungen und Lösungsansätzen.
Deutschlands neuer Mann in Peking
Wachwechsel in der diplomatischen Vertretung Deutschlands bei der Volksrepublik China. Mitte September tritt Volker Stanzel die Nachfolge von Joachim Broudré-Gröger an. Hier die wichtigsten Informationen über den neuen Botschafter. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin erklärt Volker Stanzel: „Ich hätte nichts dagegen, wenn die Berliner Love Parade einen Ableger in Peking bekäme.“
Stefan Troebst, Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, analysiert den Zustand der Europäischen Union 100 Tage nach dem Beitritt der zehn neuen Staaten zur Gemeinschaft.
Prof. Angelos Chaniotis im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin uber seine Arbeit beim Aufspuren antiker Graffiti und uber deren Bedeutung fur die Nachwelt. Prof. Chaniotis ist geburtiger Grieche. Er leitet als Direktor das Seminar fur Alte Geschichte der Universität Heidelberg und ist auch deren Prorektor.
„Die Tschetschenien-Politik des Kremls ist gescheitert.“
Dr. Uwe Halbach, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, über die Auswirkungen des Mordanschlags auf den tschetschenischen Präsidenten und die Hintergründe des Tschetschenien-Konflikts.
Die These der neuseeländischen Forscher Gray und Atkinson uber die Herkunft unserer Sprache ist unhaltbar. Das stellt Prof. Jurgen Udolph klar. Der Onomastiker (Namenforscher) der Universität Leipzig ist der einzige Professor auf diesem Fachgebiet in Deutschland. Anhand der Verbreitung uralter Orts- und Gewässernamen hat er außerdem herausgefunden, daß die Germanen nicht aus Skandinavien kamen und die Ausbreitung der Kelten weithin uberschätzt wird.
Dr. Matin Baraki uber Verfassung und Regierungssystem im „neuen“ Afghanistan, uber die Instrumentalisierung des 11. Septembers durch die USA, die US-Strategie im ‚eurasischen Balkan' und die imperialistische Großmachtpolitik Deutschlands. Matin Baraki wurde 1947 in Afghanistan geboren. Er ist Lehrbeauftragter fur Internationale Politik an den Universitäten Marburg und Kassel und forscht seit Jahrzehnten zur politischen Entwicklung Afghanistans.
Alexander Rahr ist Programmdirektor der Körber-Arbeitsstelle fur Rußland/GUS in Berlin und Koordinator des EU/Rußland-Forums der Deutschen Gesellschaft fur Auswärtige Politik. Im Jahr 2000 veröffentlichte er die erste Biographie uber Wladimir Putin „Wladimir Putin. Der Deutsche im Kreml“. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin analysiert der Rußland-Experte die Grunde, die zur Verhaftung Michail Chodorkowskis gefuhrt haben. Er erläutert außerdem zukunftige Integrationsperspektiven fur Rußland, wie beispielsweise die Grundung einer sogenannten EU-Ost, und beurteilt die Zukunft der Achse „Paris-Berlin-Moskau“.
„Der Streit um das atlantische oder das europäische Europa ist in ein entscheidendes Stadium getreten“
Der langjährige Obmann im Auswärtigen Ausschuß des Deutschen Bundestags, Karl Lamers analysiert im Interview mit dem Eurasischen Magazin die Beziehungen zwischen Europa und den USA. Karl Lamers, Jahrgang 1935, ist außenpolitischer Experte der CDU. Er gehörte bis zur letzten Legislaturperiode insgesamt zwei Jahrzehnte dem Deutschen Bundestag an und war außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion aus CDU und CSU. Der Vordenker einer europäischen außenpolitischen Konzeption verfugt trotz seines Ausscheidens aus dem Bundestag im vergangenen Jahr in außenpolitischen Kreisen weiter uber erheblichen Einfluß.
Der Direktor des Orientinstituts in Hamburg, Prof. Dr. Udo Steinbach, nimmt im Interview mit dem Eurasischen Magazin Stellung zu den brennendsten Fragen des Nahen Ostens, des Islams und der Rolle, die der Westens bei der Entwicklung der muslimischen Welt spielt.
Seit uber 275 Jahren berichtet die St. Petersburgische Zeitung aus Rußland. Das Eurasische Magazin sprach mit Ulrike Fischer, der Chefredakteurin der Zeitung.
Tillmann Allmer, Mitveranstalter der Grenzland-Filmtage in Selb (24. bis 27. April), uber das Interesse am osteuropäischen Film, die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf das osteuropäische Filmschaffen, uber den Film „Good bye Lenin“ und naturlich uber die Grenzland-Filmtage.
Wirtschaftswissenschaftler und Börsenfachmann Dr. Marc Faber, Hongkong, über den Aufstieg eurasischer Mächte und den Niedergang des amerikanischen Imperiums. Ein Exklusiv-Interview.
Dr. Bodo Thöns über die einzigartige Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Zusammen mit Hans Engberding veröffentlichte er das „Transsib-Handbuch“ und in diesem Jahr auch das „Transsib-Lesebuch“. Das Interview führte Hartmut Wagner.
Roland Rust, Direktor des Cottbuser Festivals des Osteuropäischen Films (Siehe Eurasien-Ticker), über den diesjährigen Festivalschwerpunkt Polen, die Filmbranche in Osteuropa und der GUS, die Gründe der Dominanz von Hollywoodfilmen in westeuropäischen Kinos, das westliche Interesse am osteuropäischen Film und die Ziele des Cottbuser Festivals.
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