
EM-INTERVIEW

Sie ist frischgebackene Sozialministerin Niedersachsens und erste türkischstämmige Ministerin in Deutschland überhaupt: Aygül Özkan. Zunächst wurde sie wie ein Popstar gefeiert. Doch als sie sich noch vor ihrer Vereidigung in Hannover gegen Kruzifixe in Klassenzimmern aussprach, erntete sie einen Sturm der Entrüstung aus dem christlichen Establishment. Das Christentum ist Hauptreligion in der EU und behauptet derartige Privilegien wie Kreuze in Schulen für sich. Der französische Politologe Olivier Roy fordert im Gespräch mit Eren Güvercin dagegen völlige Rechtsgleichheit für alle Religionen.

EM-INTERVIEW

Zwischen den USA und China tobt eine Art Finanz- und Wirtschaftskrieg. Doch während amerikanische Politiker mit markigen Vokabeln versuchen Eindruck zu machen, bleibt Chinas Führung reichlich gelassen. Das Land ist Konjunkturlokomotive der Welt, und die Asien-Expertin Hanne Seelmann-Holzmann sagt, warum das auch so bleiben wird.

EM-INTERVIEW

Karl Fürst Schwarzenberg mischt derzeit die Politik in Tschechien auf. Seine neue Partei TOP 09 kommt in den Umfragen auf bis zu 15 Prozent der Stimmen und könnte damit zum entscheidenden Machtfaktor bei den im Mai anstehenden Parlamentswahlen werden. Der frühere Außenminister und beliebteste Politiker Tschechiens äußert sich über die Krise der Parteien, Loyalität und Diskreditierungen als Mittel der Politik – und über die Krise der bayerischen CSU, als deren Gast er bei der Klausur in Wildbad Kreuth dabei war.

EM-INTERVIEW

Der türkische Generalkonsul in Düsseldorf, Firat Sunel, ist der Ansicht, dass eine aktive Beteiligung der türkischstämmigen Menschen am gesellschaftlichen und politischen Leben in Deutschland nur durch bessere Bildungschancen möglich ist. Hülya Sancak hat mit Sunel über das Thema gesprochen.

EM-INTERVIEW

Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin erläutert die Sozialministerin und Frauenbeauftragte der Republik Kasachstan sehr selbstbewusst die Politik ihres Landes zur Gleichstellung der Geschlechter.

EM-INTERVIEW

Wie sich die Machtverhältnisse in der Golfregion entwickeln könnten, analysiert der Nahost-Experte Loay Mudhoon.

EM-INTERVIEW

Bestsellerautor Rolf Froböse hat einen Roman geschrieben, der sich mit dem neuesten und geheimsten Wissen der Forschung befasst: den Schwarzen Löchern. Es geht um Versuche am Teilchenbeschleuniger CERN, der Urknallmaschine. Bisher gab es dort ein beängstigendes Szenario an Pannen. In Froböses Roman tritt der „Worst Case“ ein, der schlimmste Fall. Ein gigantischer Rettungsplan soll verhindern, dass die Erde implodiert. Aber die im Roman beschriebene Technologie zur Bewältigung des Problems wird erst in fünf bis zehn Jahren zur Verfügung stehen.

EM-INTERVIEW

Wie das Leben in den Höhlen und auf der Jagd der eiszeitlichen Jäger vonstatten ging, hat Jürgen Werner in einer Erzählung dargestellt. Wir sprachen mit ihm über seine Beweggründe und über die Kenntnisse, die er von den frühen Bewohnern an der Urdonau und in den Albtälern zusammengetragen hat.

EM-INTERVIEW

Die Iran-Sanktionen haben keinerlei Effekt, werden aber dazu führen, dass Teheran sich vom Westen abkehrt, den Blick nach Osten richtet und in China und Russland neue geopolitische Partner findet. Deutschland und die EU haben dann das Nachsehen. Die Berliner Regierung betreibt dennoch eine gezielte Entmutigungspolitik gegen das Bestreben der heimischen Wirtschaft sich im Iran zu engagieren. Dr. Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik ist Herausgeber einer Studie, die diese Fehlentwicklungen heftig kritisiert.

EM-INTERVIEW

Seit dem Urknall sind große Teile des Universums miteinander verschränkt. Was in fernen Galaxien geschieht, hat immer auch Auswirkungen auf uns. Gedanken, Bewusstsein, Geist und Seele sind so real wie Atome. Leben ist die am höchsten entwickelte Form der Materie. Der Wissenschaftsjournalist Dr. Rolf Froböse zeigt im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin auf, wie die moderne Quantenphysik Wege zu einem ganzheitlichen Weltbild eröffnet.

EM-INTERVIEW

„Chinesen kaufen erstmals mehr Autos als Amerikaner“ – „Chinesen bestellen für zehn Milliarden Dollar bei deutschen Unternehmen“ – „China ist die letzte große Volkswirtschaft, die wächst“ - „Asien wird Konjunkturlokomotive der Welt“: Das sind Schlagzeilen der internationalen Presse aus dem März 2009. Wir sprachen mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Hanne Seelmann-Holzmann über „Die Rückkehr Asiens und das Ende der westlichen Dominanz“.

EM-INTERVIEW

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Türken in Deutschland besondere Probleme mit der Integration haben. Doch es gibt nicht nur negative Integrationsgeschichten, wie das Beispiel Ekin Deligöz zeigt. Sie wurde 1971 in der Türkei geboren, ist mit acht Jahren nach Deutschland übergesiedelt und seit 1997 deutsche Staatsbürgerin. 1998 zog sie als Abgeordnete der Grünen in den Bundestag ein. Im Gespräch mit Timo Berger äußert sich Ekin Deligöz, über die Entwicklung in der Türkei, die Rolle der EU und Modelle für ein modernes Islamverständnis am Bosporus.

EM-INTERVIEW
Die 1966 in Kabul geborene Mári Saeed ist nach vielen Wirrungen im Jahr 1995 knapp dreißigjährig in Deutschland gelandet. Fast 15 Jahre lebt sie hier und ist heute u. a. als Wellnessberaterin tätig. Wie sie empfindet, zwischen zwei Kulturen und zwei unterschiedlichen Leben hin- und hergerissen und wie ihr Alltag aussieht, schildert sie in ihrem soeben erschienenen Buch „Mein Kabul – mein Deutschland“. Das Eurasische Magazin hat mit ihr über das Leben hier und über die Perspektive Afghanistan für ihre Zukunft gesprochen.

EM-INTERVIEW

Seit acht Jahren findet der St. Petersburger Dialog statt. Beim kürzlich abgehaltenen Jahrestreffen 2008 fanden parallel zu den Diskussionen in Arbeitsgruppen und Vollversammlungen deutsch-russische Regierungskonsultationen statt. Trotz der Meinungsverschiedenheiten zum Georgien-Konflikt verlief das Treffen zwischen Angela Merkel, die mit sechs Ministern angereist war, und Kreml-Chef Dmitri Medwedjew entspannt. Alexander Rahr, Programmdirektor Russland/Eurasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), leitete die Arbeitsgruppe „Russland und Deutschland in der modernen Informationsgesellschaft“. Mit ihm sprach das Eurasische Magazin über seine Eindrücke vom derzeitigen deutsch-russischen Verhältnis.

EM-INTERVIEW

Die Welt wächst, Europa schrumpft. Seine einstige kulturelle und wirtschaftliche Dominanz hat Europa längst verloren. Eines Tages wird sich das Zentrum der Moderne möglicherweise in Südostasien befinden. Das Eurasische Magazin sprach mit Steffen Kröhnert über die Zukunft der europäischen Regionen. Er ist einer der Autoren einer neuen Untersuchung des Berlin-Instituts, die sich mit der europäischen Entwicklung befasst. Ab 2010 beginnt demnach die entscheidende Phase für den alten Kontinent. Dann könnte es sein, dass beispielsweise Italien gezielt Migranten aus Afrika anwerben muss, um nicht entvölkert zu werden.

EM-INTERVIEW

Der georgische Oppositionsführer Georgi Chaindrawa war unter Saakaschwili Minister für die Konfliktregelung mit den abtrünnigen Provinzen, wurde 2006 aber entlassen, weil er militärische Abenteuer zur Rückgewinnung dieser Gebiete ablehnte. Er ist ehemaliger Filmregisseur und einer der herausragenden Köpfe der georgischen Opposition. Im Gegensatz zu den meisten Oppositionsführern, die den georgischen Präsidenten nicht kritisieren wollen, solange russische Truppen in Georgien sind, nimmt Chaindrawa auch heute kein Blatt vor den Mund. Das Eurasische Magazin interviewte ihn zur aktuellen Lage.

EM-INTERVIEW

Die Pekinger erhalten das größte Flughafengebäude der Welt, fünf neue Brücken, 59 neue oder erweiterte Straßen, mehrere neue U-Bahn-Linien, eine Schnellbahn zum Flughafen, eine Hochgeschwindigkeitsbahn nach Tianjin, eine neue Autobahn nach Tianjin, 252 Hotels, 37 olympische Bauten und ein hypermodernes Nationaltheater. In einer beeindruckenden Perfektion wurden alle diese Projekte pünktlich zu den Olympischen Spielen fertig gestellt. Jutta Ludwig, die Chefin der deutschen Außenhandelskammer in Peking, schildert, wie Olympia das Gesicht der ganzen Nation verändert.

EM-INTERVIEW

Interview mit Sergej Bagapsch, dem Präsidenten der international nicht anerkannten abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien.

EM-INTERVIEW

Tibet-Experte Andreas Gruschke erläutert im Interview mit dem Eurasischen Magazin, warum eine Loslösung von China viele andere Völkerschaften in Mitleidenschaft ziehen würde und weshalb ein instabiles Tibet allenfalls möglichen Gegnern Chinas nutzt, nicht aber den Tibetern selbst.

EM-INTERVIEW

„Die US-Truppen kämpfen nicht gegen 1000 Al Kaida-Kämpfer, sondern gegen 130.000 Iraker im Widerstand“. Das berichtet Dr. Jürgen Todenhöfer, Bestsellerautor und Manager in einem der größten europäischen Medienunternehmen. Er war nicht als „embedded Autor“ im Irak, sondern erlangte seine Informationen ohne Kontrolle durch das US-Militär direkt aus der Bevölkerung. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin enthüllt er, wie die amerikanische Regierung ihre eigene und die Weltöffentlichkeit an der Nase herumführt und warum sie bisher schon den Tod von einer Million Menschen verschuldet hat. Und er sagt auch, warum George W. Bush nicht längst auf der Anklagebank sitzt wie Saddam Hussein.

EM-INTERVIEW

Nur wenige Kilometer vor den Pforten der Europäischen Union beginnt Transnistrien – ein Staat, den es eigentlich gar nicht gibt. Im Osten der Republik Moldau gelegen, hat sich die Region Anfang der 90er-Jahre in einer blutigen Auseinandersetzung von der Zentralregierung gelöst. Doch die internationale Anerkennung bleibt Transnistrien bis heute verwehrt. Claus Neukirch, Sprecher der OSZE-Mission in Moldau, gibt einen Einblick in Perspektiven und Probleme des bis heute ungelösten Konflikts. Er erklärt im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin außerdem, wie Schmuggler statt mit Drogen oder Waffen mit simplem Hühnerfleisch bis zu 35 Millionen Euro im Jahr verdienen.

EM-INTERVIEW

Rubljovka ist wohl die meist überbewachte Straße der Welt. Es ist die Verkehrsader, die das Zentrum von Moskau mit der russischen Provinz verbindet. Die Gegend um die Rubljovka zog in allen Zeiten wie ein Magnet die herrschenden Eliten an: Zaren, Diktatoren, Präsidenten. Auch das heutige Staatsoberhaupt Putin wohnt hier. Die Spuren der Despoten und ihrer Prachtentfaltung bilden einen bizarren Mikrokosmos, den es sonst nirgendwo im russischen Riesenreich gibt. Die in Sibirien geborene Dokumentarfilmerin Irene Langemann hat darüber einen Film gedreht, der zurzeit mit Erfolg in den deutschen Kinos läuft: „Rubljovka – Straße zur Glückseligkeit“. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin erläutert sie ihre Beweggründe für diese Arbeit und schildert ihre Erfahrungen, die sie als Russlanddeutsche seit 1990 in der Bundesrepublik gemacht hat.

EM-INTERVIEW

Klaus Bednarz hat sich Gedanken gemacht über die deutsch-russischen Beziehungen, über Probleme und gegenseitige Vorurteile. Und er hat versucht zu erklären, weshalb die Deutschen ein nahezu „mystisches“ Verhältnis zu dem Riesenreich im Osten haben. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin bedauert der als Chef von „Monitor“ bekannte Journalist und frühere Russland-Korrespondent der ARD, dass die russischen Medien noch immer viel zu wenig über Deutschland berichten.

AIRBUS

Wird der Airbuskonzern Teile seiner Produktion künftig noch weiter aufsplittern und in den Dollar-Raum verlagern, wo sie kostengünstiger ist? Wäre dies eine realistische Möglichkeit, das Kostenproblem in den Griff zu bekommen? Prof. Dr. Henning Klodt vom Kieler Institut für Weltwirtschaft ist nicht dieser Meinung. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin vertritt er die Auffassung, dass entsprechende Äußerungen des Managements lediglich als Drohung gemeint seien. Es wolle damit erreichen, dass die Airbus-Produktion in Europa endlich viel stärker konzentriert wird.

INTERVIEW

Alan Posener hat ein neues Buch geschrieben mit dem Titel „Imperium der Zukunft – warum Europa Weltmacht werden muss.“ Das Eurasische Magazin hat nachgefragt. Die Gedanken und Argumente, die der Kommentarchef der WELT AM SONNTAG hier ausbreitet, sind eine Kostprobe.

RUSSLAND-EUROPA

Russland ist Teil Europas. Mit der Unterzeichnung der europäischen Menschenrechtskonvention hat der große Nachbar im Osten ausdrücklich die darin festgelegten gemeinsamen Werte anerkannt. Eine Ausgrenzung Russlands, wie von manchen angestrebt, ist deshalb unsinnig. Sie hat in der Vergangenheit stets geschadet und wäre auch in Zukunft falsch. So der Bundestagsabgeordnete der CSU und Vorsitzende des Unterausschusses „Auswärtige Kultur und Bildungspolitik“ im Deutschen Bundestag, Dr. Peter Gauweiler im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN.

RUSSLAND UND DIE WTO

Seit Beginn der 90er Jahre verhandelt Russland über einen Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO). Im November letzten Jahres unterzeichneten Russland und die USA ein Protokoll über den Beitritt. Doch der steht noch immer aus. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit Maxim Medwedkow, dem Leiter der russischen WTO-Verhandlungsdelegation.

INTERVIEW

Niemandem sonst als ihrem Präsidenten Wladimir Putin trauen die Russen wirklich zu, dass er das Land weiter in eine gute Zukunft führt. Sobald ein paar Oppositionelle auf die Straße gehen, wird in den Machteliten gefordert, Putin müsse noch einmal antreten, ansonsten sei diese Zukunft Russlands in Gefahr. Wenn Bevölkerung und Staatsmacht unisono „Putin“ rufen, kann er sich kaum verweigern, noch einmal als Präsident zu kandidieren. Die Verfassung entsprechend zu ändern, ist nach Ansicht von Prof. Eberhard Schneider, Advisory Board Member of the EU-Russia Centre in Brüssel, kein Problem. Und er hat auch den Mann ausgemacht, der das Unternehmen „Putin III“ organisiert: Igor Setschin, stellvertretender Leiter der Präsidialadministration im Kreml und Putins Kanzleichef.

IRAN

Falls der Iran wirklich nach Nuklearwaffen strebt, dann deshalb, um mit dem Westen auf gleicher Augenhöhe verhandeln zu können. Teheran geht es immer darum, vor dem Hindergrund eines enormen Selbstwertgefühls, das aus der iranischen Geschichte resultiert, endlich von den führenden Mächten im internationalen System respektiert zu werden. So der Präsident des Deutschen Orientinstituts, Prof. Udo Steinbach, im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN. Vor einer Atommacht Iran müssten sich allenfalls einige Nachbarn fürchten, wie die säkulare Türkei und Israel.

GEOPOLITIK

Die außenpolitischen Eliten Europas sind überwiegend amerikahörig. Deshalb haben sie 2003 die Chance nicht genutzt, die sich im Vorfeld des amerikanischen Irakkriegs geboten hatte, mit Russland zusammen das große Europa zu schaffen. Die kommende Politikerriege in England, Deutschland und Frankreich schließt sich noch enger an die USA an. So die Analyse des Russlandexperten Alexander Rahr nach der Münchner Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es sei gut, dass Putin im Käfig der Löwen Klartext gesprochen habe. Aber nun müsse Russland ein attraktives Gegenmodell und eine neue Kommunikationsstrategie für Europa entwickeln, um eine Wende herbeizuführen.

GEGENWELTEN

Prof. Bernd U. Schipper hat für das Katalogbuch der Ausstellung „1001 Nacht – Wege zum Paradies“ im Bremer Überseemuseum die Paradiesvorstellungen in den Religionen analysiert. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit ihm darüber, woher die menschliche Sehnsucht nach Paradiesen rührt und wie es um deren Zukunft bestellt ist.

EURASISCHE FLORA

Sie kommen im Gepäck von Reisenden, werden absichtlich oder unabsichtlich eingeführt: Pflanzen und Tiere, die es vorher nur in anderen Gebieten gegeben hat. Einige sind besonders erfolgreich und verdrängen die heimischen Arten. Im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN erklärt Dr. Franz Essl vom Österreichischen Umweltbundesamt in Wien welche Bedeutung diese so genannten Neophyten haben und weshalb ihre Zahl in jüngerer Zeit immer mehr zunimmt.

NAHER OSTEN

Prof. Dr. Helga Baumgarten ist Spezialistin für arabische Widerstandsbewegungen. Soeben ist von ihr das erste und bislang einzige Buch in Deutschland erschienen, das der palästinensischen Hamasbewegung gewidmet ist. Helga Baumgarten lehrt an der Universität Birzet bei Jerusalem und erlebt die Politik von Hisbollah, Hamas und israelischer Besatzungsmacht hautnah mit. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin analysiert sie die Situation im Nahen Osten und nennt Gründe für das nicht enden wollende Blutvergießen.

RUßLAND UND DER WESTEN

Die Russen vertrauen Personen, nicht Parteien, und an erster Stelle vertrauen sie ihrem Präsidenten Putin. Während seiner Regierungszeit hat sich ein neuer Patriotismus in Russland entwickelt, der das riesige Land vielleicht auch in der Nach-Putin-Ära zusammenhalten wird. Das Misstrauen gegenüber Amerika wächst spürbar – mit ungewissem Ausgang. Zur Europäischen Union sucht Moskau dagegen weiter eine enge Partnerschaft. Über die die Lage Russlands kurz vor dem G8-Gipfel im Juli in St. Petersburg sprach das Eurasische Magazin mit Prof. Dr. Eberhard Schneider von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik.

ARCHÄOLOGIE

Im Südosten Anatoliens hat der deutsche Archäologe Dr. Klaus Schmidt die älteste Tempelanlage ausgegraben, die jemals von Menschen errichtet wurde. Ihre Schöpfer waren hochspezialisierte Eiszeitjäger, die vom Atlantik bis an den Pazifik das Mammut jagten und von deren Kultur noch kaum etwas bekannt ist.

IRAN

Der Iran will auf der Insel Kish im Persischen Golf eine Ölbörse eröffnen, an der nicht mehr in Dollar, sondern in Euro abgerechnet wird. Behrooz Abdolvand, gebürtiger Iraner, Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin Chancen und Auswirkungen dieses Vorhabens.

RELIGION

Religionen erheben den Anspruch, die allein selig machende Wahrheit zu verkünden. Alle Menschen, die eine andere Weltanschauung vertreten, gelten mithin als Ungläubige. Deshalb sind religiöse Feindschaften die dauerhaftesten auf Erden. Sogar innerhalb der gleichen Religionsgemeinschaft: Sunniten sprengen schiitische Heiligtümer, Schiiten richten Massaker unter Sunniten an – alles im Namen des gleichen Gottes, alles im Namen Allahs. So, wie einst Christen gegen Heiden und Juden wüteten, Katholiken gegen Hugenotten und Protestanten, veranstalten Muslime im 21. Jahrhundert Pogrome. Islamisten greifen Botschaften christlicher Länder an wegen der Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin analysiert der Historiker Prof. Dr. Pedro Barceló die Hintergründe.

LEBENSERWARTUNG IN EURASIEN

Fast überall auf der Welt werden die Frauen älter als die Männer. Aber es gibt Länder, in denen die Lebenserwartung der Geschlechter ganz nahe beieinander liegt, wie beispielsweise in Japan. Und es gibt andere, wie Rußland, wo die Männer mehr als ein Jahrzehnt vor ihren Frauen sterben. In Deutschland leben Frauen im Schnitt sechs Jahre länger als Männer. Die Gründe der unterschiedlichen Lebenserwartungen analysiert Prof. Elmar Brähler von der Universität Leipzig. Er ist dort Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Soziologie.

AUßENPOLITIK IN DER ÄRA SCHRÖDER

Sieben Jahre lang hat die rot-grüne Bundesregierung die deutsche Außenpolitik bestimmt. Der Politikwissenschaftler Dr. Reinhard Mutz analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die rot-grüne Außenpolitik im Kosovo-, Afghanistan- und im Irak-Konflikt.

CHINESISCHE KULTUR

Durch das System der chinesischen Schriftzeichen wird das Denken der Chinesen in einzigartiger Weise geformt. Es erfolgt quasi in Modulen. Dadurch entsteht nicht nur eine arbeitsteilige Kunst, die Sensationen wie die kaiserlichen Terrakottaarmee hervorgebracht hat. Auch die Produktionsverfahren im Reich der Mitte sind dadurch beeinflußt und beziehen eine gewisse Überlegenheit daraus. Diese Zusammenhänge deckt Balzan-Preisträger 2005, Professor Lothar Ledderose, im Interview mit dem Eurasischen Magazin auf.

RUßLAND UND DIE NATO

Spätestens seit der umstrittenen Rede des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder auf der Sicherheitskonferenz in München im Frühjahr 2005 wurde das Spannungsverhältnis zwischen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und der NATO zum Gegenstand politischer Kontroversen. Einer der kritischen Punkte ist dabei die Einbeziehung der Russischen Föderation in künftige Sicherheitsstrukturen. Das Eurasische Magazin sprach mit der Direktorin des Informationsbüros der NATO in Moskau, Isabelle Francois, über die Aktivitäten des transatlantischen Bündnisses in Rußland.

GLOBETROTTER- REISEN

Im Interview mit dem Eurasischen Magazin spricht der erste Vorsitzende der Deutschen Zentrale für Globetrotter, Norbert Lüdtke, über die Faszination des individuellen Reisens. Er erläutert den Unterschied zwischen Globetrotter-Reisen und Urlaub, warum Südamerikafahrer nicht durch Asien reisen, weshalb das Heimkommen für manche ein Schockerlebnis ist und wie es kommt, daß Globetrotter bevorzugt über Unterkünfte und Toiletten reden.

EU-WAFFENEMBARGO

Die China-Spezialistin Dr. Gudrun Wacker analysiert im Interview mit dem
Eurasischen Magazin die Beziehungen zwischen der Volksrepublik und der Europäischen Union, die Bedeutung des europäischen Waffenembargos und die Interessenlage der USA.

IRAN

Diese Frage untersucht Dr. Johannes Reissner im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Reissner gehört zur Forschungsgruppe „Naher Osten und Afrika“ in der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Iran und das Verhältnis des Westens zur islamischen Welt.

INTERVIEW
Das Eurasische Magazin sprach mit Joachim Franz, dem Initiator und Leiter der „sign – aids awareness expedition 2004“ über Sinn, Zweck und Erfolge dieses Unternehmens beim Kampf gegen Aids.

INTERVIEW

Der britische Publizist John Laughland äußert sich im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin zu den aktuellen Ereignissen in der Ukraine. Er untersucht, warum der Westen plötzlich so großen Gefallen an leninistischem Gedankengut findet und sein Herz für orangefarbene und andere „Revolutionen“ entdeckt. Außerdem analysiert er Perspektiven der geopolitischen Situation Rußlands.

MORGENLAND

Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin erläutert der Islam-Experte Dr. Murad Wilfried Hofmann, was er von dem Demokratie-Feldzug der USA hält. Er tritt für eine islamische Demokratie ein, in der der Koran als Grundgesetz fungieren könnte.

EUROPÄISCHE UNION

Prof. Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orientinstituts in Hamburg, plädiert im EM-Interview für einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union. Europa sei seit der Aufklärung keineswegs mehr christlich geprägt und sollte einer säkularisierten Türkei endlich Beitrittsverhandlungen anbieten. Die asiatischen Anrainerstaaten der Türkei, wie der Iran, Syrien, die Kaukausländer und der Irak würden sich durch die Zugehörigkeit Ankaras zur EU in absehbarer Zeit ebenfalls zu ihren Gunsten verändern.

EURASIEN
Prof. Dr. Rolf J. Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, über die Bedeutung der asiatischen Wirtschaftsentwicklung für Europa und für den eurasischen Kontinent.

BALKAN

Zehn Jahre sind vergangen, seit Hans Koschnick sein Amt als EU-Administrator der herzegowinischen Stadt Mostar angetreten hat. Im Interview mit dem
Eurasischen Magazin wirft er einen Blick zuruck auf die EU-Politik gegenuber den Krisenregionen Bosnien-Herzegowina und Kosovo.

PALÄSTINA-KONFLIKT

Seit Jahrzehnten wird der Nahe Osten von blutigen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Palästinensern beherrscht. Täglich sterben Menschen. Das
Eurasische Magazin fragte Abdallah Frangi welche Lösungsmöglichkeiten er fur diesen Konfliktherd sieht. Frangi wurde 1943 in Beersheba, Palästina, geboren und vertritt seit den sechziger Jahren palästinensische Interessen in Deutschland. Seit 1993 ist er Generaldelegierter Palästinas in Deutschland
und seit 1998 Mitglied des Zentralrats der PLO.

WISSENSCHAFTSELITEN
„Sie treffen die besten Inder und die intelligentesten Chinesen in Stanford und nicht in Göttingen. Aus diesem Grund gehen hochqualifizierte Physiker oder Mathematiker immer wieder an amerikanische Universitäten“ – SPD-Bildungsexperte Prof. Dr. Peter Glotz über die Gründe der Abwanderung von Wissenschaftlern in die USA und die Chancen der Europäer, wieder aufzuholen.

INNERE SICHERHEIT IN DER EU

EuroCOP-Präsident Heinz Kiefer uber die Probleme fur die innere
Sicherheit, die mit der Osterweiterung im Mai 2004 heraufziehen. Er kritisiert,
daß die Organisierte Kriminalität uber alle nationalen Grenzen
hinweg agiert, wohingegen die Kriminalitätsbekämpfung nach immer
von den einzelnen Staaten durchgefuhrt wird. Als Grund hierfur sieht
er die mangelnde Vertrauensbasis zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Staatliche
Souveränität sei oftmals Selbstzweck und werde auch verteidigt, wenn
dies einer effizienten Kriminalitätsbekämpfung eigentlich zuwiderlaufe.

CHINA
Ministerialdirektor Dr. Volker Stanzel vom deutschen Auswärtigen Amt nimmt Stellung zur kunftigen Entwicklung Chinas, seiner Rolle in der internationalen Politik, den Beziehungen zu den USA sowie den Staaten Asiens und Europas. Volker Stanzel ist Leiter der politischen Abteilung 3 des Auswärtigen Amtes, zuständig fur vier Weltregionen: Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Lateinamerika, Asien und Pazifik.
Ein Gespräch mit Prof. Dr. Schagdaryn Bira in Ulanbator uber die Bedeutung des mongolischen Tengerismus fur die Globalisierung.

IRAN
Die beiden im Iran geborenen Experten Dr. Ashgar Schirazi und Dr. Ebrahim Towfig
nehmen im Interview mit dem Eurasischen Magazin Stellung zu den wichtigsten
Fragen

INTERVIEW
Prof. Dr. Mesut Yilmaz war seit 1986 nacheinander Staatsminister, Kultusminister,
Außenminister und mehrfach Ministerpräsident der Turkei. Er
ist Grundungsmitglied der 1983 ins Leben gerufenen turkischen „Mutterlandspartei“,
Teilnehmer am Europäischen Verfassungskonvent und seit 1998 Vizepräsident
der „European Democratic Union“

EURASISCHE URSPRACHE
Interview mit PD Dr. Peter-Arnold Mumm vom Zentrum fur historische Sprachwissenschaften
der Ludwig-Maximilians-Universität München uber nostratische
Forschungsansätze zur Entdeckung einer gemeinsamen Ursprache auf dem Kontinent
Eurasien.

NORDKOREA
Es ist eines der letzten kommunistischen Länder der Erde – nur spärlich dringen Nachrichten nach außen – das EURASISCHE MAGAZIN interviewte Rainer Zachert, der als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation Nordkorea schon mehrfach bereiste

INTERVIEW
Dr. Franz-Lothar Altmann, Leiter der Forschungsgruppe „Westlicher Balkan“ der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin und geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., über die gescheiterten Präsidentschaftswahlen in Serbien, den Wahlausgang in Bosnien-Herzegowina, die staatliche Zukunft des Kosovos und die noch unerfüllten EU-Beitrittskriterien der Türkei. Das Interview führte Hartmut Wagner.
Dr. Jens Fischer, Lehrbeauftragter fur Internationale Politik an der Universität Dortmund und Autor des Buches „Eurasismus: eine Option russischer Außenpolitik?“ (Siehe EM 3/02) uber die russische Außenpolitik unter Putin, die Zukunft der GUS, die amerikanische Hegemonie, das Verhältnis der EU zu Rußland und den geplanten Krieg der USA gegen den Irak.
Für China gilt seit den 80er Jahren: Wenn wir Fortschritte machen und die Entwicklung vorantreiben, dann ist das unser Begriff von Sozialismus. Nordkorea hat ein ähnliches Beispiel direkt vor Augen: die Entwicklung bei seinen südkoreanischen Landsleuten. Sven Horak fragte den Experten Hanns Günther Hilpert von der Forschungsgruppe Asien der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ob dies auch ein gangbarer Weg für das darbende Nordkorea wäre. Hilpert hält dies trotz aller Verlockungen für nicht realistisch. Gorbatschow sprach dazu für die EX-DDR einst das vernichtende Urteil: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“
Deutschland hat keine Anti-Terror-Strategie. Das führt dazu, dass viel zu viele Fehler in der Terrorbekämpfung passieren. Deshalb ist die Bundesrepublik verstärkt ins Visier der al-Qaida geraten. Der Islamwissenschaftler und Anti-Terror-Spezialist Guido Steinberg enthüllt im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die größten Mängel der deutschen Sicherheitspolitik. Er fordert die Reform des Bundessicherheitsrates und die Einrichtung eines im Kanzleramt angesiedelten Sicherheitsbeauftragten.
Am siebten Februar wählen die Bürger der Ukraine im zweiten Wahlgang einen neuen Präsidenten. Welche Bedeutung diese Wahl für das Land hat, erläutert Nico Lange im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Er ist Leiter des Auslandsbüros Ukraine der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kiew.
Wie funktioniert das System Putin? Wollen die Russen ein anderes? Wie könnte es aussehen? Moskau-Korrespondent Ulrich Heyden meint: Selbsternannte Oppositionsführer wie Ex-Schachweltmeister Kasparow bringen den Russen nichts und haben auch keine Chance. Die Bevölkerung selbst muss sich engagieren, wenn sie wirklich etwas ändern will.
Die libanesische Dichterin und Journalistin Joumana Haddad bricht mit ihrem erotischen Kulturmagazin „Jasad“ („Körper“) bewusst Tabus in einer Gesellschaft, die den Körper weitgehend verhüllt und verschweigt. Libanon ist das einzige arabische Land, in dem das Magazin frei verkauft werden kann. Doch selbst dort ist es umstritten.
Die Amerikaner werden sich in den kommenden Jahren auf sich selbst zurückziehen wie nach dem ersten Weltkrieg und nicht mehr den Beschützer Europas spielen. Da die EU nicht nur die Rohstoffe Russlands braucht, sondern auch seine zivilisatorische Kraft, werden die Europäer um Russland kämpfen müssen. Das sagt der Russlandexperte Alexander Rahr voraus.
Im Iran geht nicht nur das Volk auf die Straße, sondern es tobt ein Machtkampf innerhalb der religiös-politischen Führung. Ziel ist die Absetzung des Revolutionsführers Chamenei. Der Nahost-Experte Dr. Michael Lüders analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin, welche Folgen dies für den Iran hat und warum davon auch eine Signalwirkung für arabische Länder ausgeht.
Die palästinensische Ärztin Jumana Odeh wurde 2008 für ihre Bemühungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen behinderter Kinder mit dem „World of Children Health Award“ ausgezeichnet.
In der Entwicklung seiner Wirtschaft hat Russland einst einen weitgehend anderen Weg genommen als Westeuropa. Wer reich wurde, sah sich dem Verdacht ausgesetzt, sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichert zu haben. Darauf konnte schließlich der reale Sozialismus aufbauen. Heute entsteht in Russland etwas, das über den realen Sozialismus wie auch über den gegenwärtigen Kapitalismus westlicher Prägung hinausweist. Das sind einige der Thesen des Transformationsforschers Kai Ehlers im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin.
Im EM-Interview sagt die Expertin der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Dr. Andrea Schmitz: „Kasachstan zeigt, dass wirtschaftliches Wachstum nicht notwendigerweise eine demokratische Verfassung voraussetzt“. Die Kasachen seien pragmatisch und vor allem stabilitätsorientiert. Das wäre ein Grund, weshalb „bunte Revolutionen“ in dem zentralasiatischen Flächenstaat bislang nicht Fuß fassen konnten. Ein anderer sei die erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung des Landes und der wachsende Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten. Dies werde in erster Linie der Herrschaft von Präsident Nasarbajew zugeschrieben und beschere dem Regime ein hohes Maß an Legitimität.
Das Bild, das westliche Medien vom Iran zeichnen, entspricht nur in einem winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit dieses Landes. Andrea C. Hoffmann, Auslandsredakteurin im Nachrichtenmagazin Focus hat ein brandneues, bemerkenswertes Buch über den wahren Iran geschrieben. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin räumt sie mit vielen Vorurteilen auf.
Er heißt David Seibt, ist gebürtiger Berliner und lebt seit August in Tokio, um das in China erfundene, in Japan verehrte und inzwischen in ganz Eurasien verbreitete Brettspiel Go zu erlernen. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin spricht der neunzehnjährige David über seine Beweggründe, seine Ziele und Hoffnungen.
Der Klassische Archäologe und Romanautor Michael Pfrommer hat einen Roman abgeliefert, in welchem vor über 60 Jahren eine Illustre Gesellschaft am Hindukusch agiert: Eine junge elternlose Adelige aus Deutschland, ein SS-Sturmbannführer, ein afghanischer Fürst, ein orientalischer Dschinn namens Iskender und das Britische Empire.
Weder die oft unfreien Medien noch die gesellschaftlichen Kräfte sind derzeit in der Lage, einen vorurteilsfreien Dialog über die Zukunft der Religion in islamischen Ländern zu führen. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Udo Steinbach, bis zu seiner kürzlichen Pensionierung Direktor des GIGA-Instituts für Nahoststudien in Hamburg.
Das immer wieder in den Medien auftauchende Thema Islamismus und insbesondere die damit verbundene Negativberichterstattung über den Islam erzeugt nach Auffassung von Prof. Werner Ruf aus Kassel antiwestliche Ressentiments in der islamischen Welt.
Während der jüngsten Kämpfe im Kaukasus haben die USA und Polen ein Stationierungsabkommen für Raketen unterzeichnet. Prof. Volker Perthes, Chef der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, hält einen iranischen Raketenangriff jedoch für „ausgesprochen unwahrscheinlich.“ Warum er das Regime in Teheran dennoch für eine besondere Herausforderung hält, erläutert er im Interview mit dem Eurasischen Magazin.
Die Formel 1 war schon da, in wenigen Tagen beginnen die Olympischen Sommerspiele in China und 2010 wird die Expo folgen. China war dann in kürzester Zeit Ausrichter von drei der vier bedeutendsten Großveranstaltungen der Welt. „Jetzt fehlt nur noch die FIFA Fußball-WM der Männer, denn die Frauen-WM war ja 2007 auch schon da“, meint Dr. Christian Geltinger, Chef-Repräsentant des Freistaates Bayern in Schandong, mit dem das Eurasische Magazin über die Bedeutung der Olympischen Spiele für das Reich der Mitte gesprochen hat.
Russlands neuer Präsident Dmitri Medwedjew reiste vor wenigen Tagen zum Antrittsbesuch nach Berlin und traf im westsibirischen Chanty-Mansijsk mit den Spitzen der europäischen Politik zum EU-Russlandgipfel zusammen. Alexander Rahr über Chancen und Entwicklungen Russlands und den Stil des Putin-Nachfolgers.
Über das Verhältnis der Europäischen Union zur werdenden Großmacht China, über die wachsende Bedeutung der ASEAN-Staaten und die Politik der EU für diesen Raum sprach das Eurasische Magazin mit Dr. Sebastian Bersick von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.
Der Erzbischof von Canterbury plädierte kürzlich dafür, Teile des islamischen Rechts in die Gesetzeswerke Großbritanniens zu übernehmen. Die Aufregung war nicht nur in London beträchtlich. Das Eurasische Magazin befragte den Juristen und Islamwissenschaftler Prof. Dr. Mathias Rohe zu seiner Einschätzung dieses Vorstoßes. Auch er vertritt die Auffassung, es sei höchste Zeit für die hier lebende muslimische Bevölkerung religiöse Grundlagen zu finden, die sich klar im Rahmen des säkularen Rechtsstaats bewegen. Sein Fazit: Integrative Islam-Interpretationen sind alternativlos.
In Afghanistan liegt vieles im Argen. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin moniert Dr. Timo Noetzel vor allem die fehlende Gesamtstrategie der NATO für das Land am Hindukusch. Er leitet seit April 2008 eine zu internationaler Stabilisierungspolitik und modernen Protektoraten arbeitende Nachwuchsgruppe des Exzellenzclusters der Universität Konstanz. Der Westen, so Noetzel weiche vielen Problemen einfach aus und schaffe damit eine bedrohliche Entwicklung. Es sei zu hoffen, dass in Bukarest die angekündigte Strategie beschlossen und verabschiedet werde, die der Entwicklung eine gewisse Wende geben könnte. Daran werde man Bukarest messen müssen.
Seit Monaten steht das europäische Forschungslabor Columbus auf dem amerikanischen Weltraumflugplatz in Kalifornien herum. Die Technik der US-Weltraumbehörde NASA war bislang nicht in der Lage zu starten. Jetzt soll es am 7. Februar ins All gehen. Europa wünscht guten Flug für Columbus. Aber ein eigenes europäisches Raumschiff zu bauen, ist längst überfällig, sagt der Luft- und Raumfahrtexperte Peter Pletschacher im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Die Technologie ist da. Mit Russland steht ein erfahrener Partner zur Verfügung. Und bei der ESA wächst ein neuer Ehrgeiz, wieder nach den Sternen zu greifen.
Der russische Präsident Wladimir Putin wird Premierminister im Weißen Haus, sein bisherige Premier Dmitri Medwedjew zieht an seiner Stelle als Präsident Russlands in den Kreml ein. So sieht es das Drehbuch vor, das Putin für die Märzwahlen 2008 geschrieben hat. Welche Bedeutung diese Wahlen für Russland, für Europa und für ganz Eurasien haben, untersucht Russlandexperte Alexander Rahr im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Sein Fazit: Mit Medwedjew versuche Russland erneut das Tor nach Europa aufzustoßen – allerdings gäbe es für den Kreml längst auch eine Alternative und die heiße Asien.
Wird im Nahen Osten der Dritte Golfkrieg der Familie Bush entfacht? Weshalb werden die Drohungen aus Washington nahezu täglich heftiger? Der im Iran geborene Politologe und Publizist Dr. Behrouz Khosrozadeh gibt im Interview mit dem Eurasischen Magazin überraschende Antworten. Er hat soeben ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Die Ayatollahs und der Große Satan“. Darin untersucht er, weshalb die Beziehungen des Irans mit den USA – auf welche die Iraner einmal große Hoffnungen gesetzt hatten – heute so feindselig sind.
Die eurasische Strategie ist einer der Grundsteine kasachischer Außenpolitik. Was man darunter zu verstehen hat und wie diese Strategie in Zukunft aussehen soll, erläutert im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN Dr. Bulat Klichbajewitsch Sultanow. Er ist Direktor des Kasachischen Instituts für Strategische Studien, KISS.
Einer der Teilnehmer der wissenschaftlichen Plenarsitzung wissenschaftliche Plenarsitzung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) in Hamburg war Professor Sergej Kusnezow, stellvertretender Direktor des Instituts für regionale Entwicklung der Akademie für Wissenschaft Russlands. Im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN analysiert er die Probleme der regionalen Entwicklung in der Russischen Föderation
Während der großen reiternomadischen Reiche in Eurasien war der Horizont der Herrschenden weiter als in heutigen Gipfel-Zeiten, in denen die Politiker mit dem Flugzeug anreisen. Das ergab ein Gespräch mit Dr. Michael Tellenbach, Zweiter Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Unter dem Hufschlag seiner Pferde wäre Eurasien um ein Haar vereinigt worden. Heute haben Politiker Mühe, ein funktionierendes Rumpf-Europa zustande zu bringen.
Die Bilder gingen um die Welt: In Moskau und St. Petersburg prügelten Polizisten mit Knüppeln auf Demonstranten ein. Viele wurden festgenommen. Auch ausländische Journalisten kamen zu Schaden. Ein ehemaliger Schachweltmeister, der als Organisator der Protestierer auftrat, wurde eingesperrt. Was geht vor in Russland – bahnt sich eine „orangene Bewegung“ an, oder ist das Wahlkampf auf Russisch? Diese Fragen stellte das EURASISCHE MAGAZIN dem Moskauer Korrespondenten Ulrich Heyden, der seit vielen Jahren aus der russischen Hauptstadt berichtet.
Wenn es nicht gelingt, die Gewaltstrukturen in Afghanistan aufzubrechen, die Drogenwirtschaft zu zerschlagen und die Korruption einzudämmen, ist die Prognose für das Land düster: dann droht ein Somalia-Szenarium mit Bürgerkrieg wie in den neunziger Jahren. Davor warnt der Afghanist Thomas Ruttig von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN. Um das Ruder vielleicht noch herumreißen zu können, müsste die internationale Gemeinschaft die afghanische Bevölkerung für sich gewinnen.
Verena Paulus hat im Katalogbuch der Ausstellung „1001 Nacht – Wege zum Paradies“ im Bremer Überseemuseum einen viel beachteten Beitrag veröffentlicht. Er befasst sich mit „Irdischen Paradiesen“, ganz speziell mit dem „Körper in der Postmoderne“. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit ihr über neue Körperideale und Kunstwesen aus dem Cyberspace.
Im Interview mit dem Eurasischen Magazin plädiert der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments, Elmar Brok, für eine Fortsetzung der erfolgreichen Erweiterung der EU.
So lautet das Fazit, das Staatsminister Gernot Erler im Interview mit dem EURASISCHEN MAGAZIN zieht. Das Gespräch fand statt aus Anlass des bevorstehenden Deutschland-Besuchs des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin. Wir sprachen mit Gernot Erler über die Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrt zwischen Russland und der EADS, über Fragen der Energielieferungen und über die Konflikte zwischen USA und Russland im Kaukasus.
Prof. Dr. Rolf J. Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, über die Ablehnung der WTO-Mitgliedschaft Russlands durch die USA, die Bedeutung der asiatischen Wirtschaftsentwicklung für die westlichen Industrieländer und weshalb Amerika seine weltweite Dominanz künftig teuer zu stehen kommen könnte.
Russlands Energiepolitik sorgt derzeit für Unruhe in der Europäischen Union. Es wird befürchtet, Moskau könne die Gas- und Ölhähne bei politischen Unstimmigkeiten zudrehen. Alexander Rahr, Putin-Biograph und GUS-Experte hält diese Befürchtungen gegenwärtig für unbegründet, sieht Rohstofflieferungen aus Russland nicht gefährdet
Die britische Rundfunkanstalt BBC zeichnet im April eine Musik aus, die aus einem eurasischen Niemandsland kommt: der virtuellen Bukowina. Ihr Schöpfer Stefan Hantel alias Shantel hat sie auf den Spuren seiner Großeltern in Czernowitz entdeckt. Seither ist er in Liebe und Leidenschaft zu diesem musikalischen Bastard entbrannt. Im „Bucovina Club“ und auf Tourneen in aller Welt verzaubert sein Hybrid-Sound das Party-Publikum. Für die trunkenen Gäste des Spektakels ist Techno von gestern.
Peter Scholl-Latour war auf Recherche-Reise in Nordkorea. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin berichtet er über seine Eindrücke aus der hochgerüsteten Ein-Parteien-Diktatur.
20. März 2003: Die USA feuern die ersten Raketen auf Bagdad. Drei Jahre liegt der Beginn des Irak-Krieges heute zurück. Prof. Dr. Udo Steinbach, Direktor des Orientinstituts in Hamburg, zieht Resümee: Wie erfolgreich ist die Demokratisierung des Iraks? Kann der Irak-Konflikt noch politisch gelöst werden? Wie lange bleiben die US-Truppen noch im Land?
Bestimmen künftig die Länder mit den größten Energiereserven die Weltpolitik? Haben Länder wie der Iran, Katar oder Rußland die westlichen Industrieländer in der Hand? Werden Öl und Gas unbezahlbar, oder bietet die hochentwickelte Technik der Industrieländer neue Wege zur Verbilligung und Sicherung der Energieversorgung? Dr. J. Peter Gerling von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die Lage.
Der Irak-Experte des Deutschen Orient-Institutes, Henner Fürtig, über die neue Verfassung des Iraks und die Entwicklungsmöglichkeiten des Landes. Er analysiert die Fehler der US-Politik im Irak und die Kriegspläne des amerikanischen Generalstabes.
Vor einem Vierteljahrhundert wurde die polnische Gewerkschaft Solidarnosc gegründet. Sie trug wesentlich zum Niedergang des Kommunismus im gesamten Ostblock bei. Lech Walesa war nicht nur Solidarnosc-Führer sondern er wurde später auch zum polnischen Präsidenten gewählt und mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Mit ihm sprach n-ost-Korrespondent Andreas Metz.
Es wird eine Verschiebung des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Epizentrums von Europa und Amerika nach Asien geben. Die unilateralen Zeiten für die USA sind vorbei. China wird in Kürze eine ebenbürtige Weltmacht sein. Ob Washington dies akzeptiert, ist die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Bleiben die USA lernunfähig, ist der Weltfrieden in Gefahr. Diese Thesen vertritt Karl Pilny in seinem Buch „Das asiatische Jahrhundert“. Das Eurasische Magazin hat nachgefragt.
Rußland steigt zu einer energetischen Supermacht auf. Kapitän dieser Entwicklung wird Präsident Wladimir Putin sein – so die Prognose des Rußland-Experten Alexander Rahr. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin analysiert er den Stand der Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union. Alexander Rahr fordert, daß sich beide langfristig zu einer politischen Einheit verschmelzen.
Gesine Schwan ist seit Jahresbeginn die Polen-Beauftragte der Bundesregierung. Die Politikwissenschaftlerin und Präsidentin der Europa-Universität in Frankfurt/Oder hat zwar die Wahl zum Amt des Bundespräsidenten verloren, sie hinterließ jedoch einen so überzeugenden Eindruck auf der politischen Bühne, daß die Regierung Schröder fortan nicht mehr auf ihre Dienste verzichten wollte. Mit der Amtseinführung von Prof. Dr. Schwan erfährt das deutsch-polnische Verhältnis eine merkliche Aufwertung, einen eigenständigen Beauftragten ernannte die Bundesregierung bislang nur für die USA, Rußland und Frankreich.
Jedes europäische Unternehmen, das zur Zeit nach Asien geht, stellt dort seine wertvollsten Ressourcen zur Verfügung: technologischen Vorsprung und eine lange Erfahrung auf den Weltmärkten. Was das für die Europäer bedeutet, erklärt im Interview mit dem Eurasischen Magazin Frau Dr. Hanne Seelmann-Holzmann von der „Dialog-Unternehmensberatung für erfolgreiche Asiengeschäfte“. Sie warnt: „Die westlichen Unternehmer züchten sich ihre späteren Überwinder selbst heran, ohne es zu merken.“ Hauptgrund für den leichtfertigen Umgang mit dem wertvollen Gut Wissen sei eine fehlende Asienstrategie.
Arafat gestorben, Brachialgewalt im Irak und in Afghanistan, Verhandlungen über Nuklearwaffen im Iran – viel wird derzeit geschrieben über die islamische Welt. Im Vordergrund stehen dabei meist große Politik und millionenschwere Wirtschaftsbeziehungen. Dr. Michael Lüders weiß um die kulturellen Besonderheiten der Region, er kennt den Großteil der islamischen Länder aus eigener Erfahrung.
Auch nach dem Ende des Kalten Krieges ist die Gefahr eines Nuklearkrieges auf der Welt nicht gesunken. Der Physiker Dr. Götz Neuneck sucht im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin nach Erklärungen und Lösungsansätzen.
Wachwechsel in der diplomatischen Vertretung Deutschlands bei der Volksrepublik China. Mitte September tritt Volker Stanzel die Nachfolge von Joachim Broudré-Gröger an. Hier die wichtigsten Informationen über den neuen Botschafter. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin erklärt Volker Stanzel: „Ich hätte nichts dagegen, wenn die Berliner Love Parade einen Ableger in Peking bekäme.“
Stefan Troebst, Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, analysiert den Zustand der Europäischen Union 100 Tage nach dem Beitritt der zehn neuen Staaten zur Gemeinschaft.
Prof. Angelos Chaniotis im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin uber seine Arbeit beim Aufspuren antiker Graffiti und uber deren Bedeutung fur die Nachwelt. Prof. Chaniotis ist geburtiger Grieche. Er leitet als Direktor das Seminar fur Alte Geschichte der Universität Heidelberg und ist auch deren Prorektor.
Dr. Uwe Halbach, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, über die Auswirkungen des Mordanschlags auf den tschetschenischen Präsidenten und die Hintergründe des Tschetschenien-Konflikts.
Die These der neuseeländischen Forscher Gray und Atkinson uber die Herkunft unserer Sprache ist unhaltbar. Das stellt Prof. Jurgen Udolph klar. Der Onomastiker (Namenforscher) der Universität Leipzig ist der einzige Professor auf diesem Fachgebiet in Deutschland. Anhand der Verbreitung uralter Orts- und Gewässernamen hat er außerdem herausgefunden, daß die Germanen nicht aus Skandinavien kamen und die Ausbreitung der Kelten weithin uberschätzt wird.
Dr. Matin Baraki uber Verfassung und Regierungssystem im „neuen“ Afghanistan, uber
die Instrumentalisierung des 11. Septembers durch die USA, die US-Strategie
im ‚eurasischen Balkan' und die imperialistische Großmachtpolitik Deutschlands.
Matin Baraki wurde 1947 in Afghanistan geboren. Er ist Lehrbeauftragter fur
Internationale Politik an den Universitäten Marburg und Kassel und forscht
seit Jahrzehnten zur politischen Entwicklung Afghanistans.
Alexander Rahr ist Programmdirektor der Körber-Arbeitsstelle fur Rußland/GUS in Berlin und Koordinator des EU/Rußland-Forums der Deutschen Gesellschaft fur Auswärtige Politik. Im Jahr 2000 veröffentlichte er die erste Biographie uber Wladimir Putin „Wladimir Putin. Der Deutsche im Kreml“. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin analysiert der Rußland-Experte die Grunde, die zur Verhaftung Michail Chodorkowskis gefuhrt haben. Er erläutert außerdem zukunftige Integrationsperspektiven fur Rußland, wie beispielsweise die Grundung einer sogenannten EU-Ost, und beurteilt die Zukunft der Achse „Paris-Berlin-Moskau“.
Der langjährige Obmann im Auswärtigen Ausschuß des Deutschen Bundestags, Karl Lamers analysiert im Interview mit dem Eurasischen Magazin die Beziehungen zwischen Europa und den USA. Karl Lamers, Jahrgang 1935, ist außenpolitischer Experte der CDU. Er gehörte bis zur letzten Legislaturperiode insgesamt zwei Jahrzehnte dem Deutschen Bundestag an und war außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion aus CDU und CSU. Der Vordenker einer europäischen außenpolitischen Konzeption verfugt trotz seines Ausscheidens aus dem Bundestag im vergangenen Jahr in außenpolitischen Kreisen weiter uber erheblichen Einfluß.
Der Direktor des Orientinstituts in Hamburg, Prof. Dr. Udo Steinbach, nimmt
im Interview mit dem Eurasischen Magazin Stellung zu den brennendsten
Fragen des Nahen Ostens, des Islams und der Rolle, die der Westens bei der Entwicklung
der muslimischen Welt spielt.
Seit uber 275 Jahren berichtet die St. Petersburgische Zeitung aus Rußland.
Das Eurasische Magazin sprach mit Ulrike Fischer, der Chefredakteurin
der Zeitung.
Tillmann Allmer, Mitveranstalter der Grenzland-Filmtage in Selb (24. bis 27.
April), uber das Interesse am osteuropäischen Film, die Auswirkungen
der EU-Osterweiterung auf das osteuropäische Filmschaffen, uber den
Film „Good bye Lenin“ und naturlich uber die Grenzland-Filmtage.
Wirtschaftswissenschaftler und Börsenfachmann Dr. Marc Faber, Hongkong, über den Aufstieg eurasischer Mächte und den Niedergang des amerikanischen Imperiums. Ein Exklusiv-Interview.
Dr. Bodo Thöns über die einzigartige Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Zusammen mit Hans Engberding veröffentlichte er das „Transsib-Handbuch“ und in diesem Jahr auch das „Transsib-Lesebuch“. Das Interview führte Hartmut Wagner.
Roland Rust, Direktor des Cottbuser Festivals des Osteuropäischen Films (Siehe Eurasien-Ticker), über den diesjährigen Festivalschwerpunkt Polen, die Filmbranche in Osteuropa und der GUS, die Gründe der Dominanz von Hollywoodfilmen in westeuropäischen Kinos, das westliche Interesse am osteuropäischen Film und die Ziele des Cottbuser Festivals.