
US-RAKETENPLÄNE
Auf die Pläne, US-Abwehrraketen in Südosteuropa zu stationieren, reagiert Moskau gereizt. Statt Polen und Tschechien soll nun offenbar das amerikanische Raketenarsenal auf dem Balkan stationiert werden.

DOLLAR
Die Chinesen sind die größten Gläubiger der USA. Doch ihr Vertrauen in das US-Zahlungsmittel Dollar schwindet. Denn die Schulden der Amerikaner in China sind schon fast so groß wie das US-Haushaltsdefizit. Im Reich der Mitte sinnt man auf eine Neuregelung der Weltwährungsreserven. In Südamerika ist man bereits dabei zu handeln.

GEORGIEN
Ende Juli – knapp ein Jahr nach dem „Fünftagekrieg“ um Südossetien – stand Georgien einmal mehr auf der Agenda der internationalen Politik. US-Vizepräsident Joseph R. Biden machte in Tiflis Station, um ein klares Signal zu senden.

RUSSLAND - USA

Der Besuch von Barack Obama in Moskau hat der Idee einer neuen Sicherheitsarchitektur von Dimitri Medwedew Auftrieb verliehen. Die Chancen für eine Partnerschaft zwischen Russland und dem Westen sind gestiegen. Die USA wollen nicht, dass Russland an einer eigenen Allianz mit China - gegen den Westen - Interesse zeigt.

DOLLAR
Die Zeiten des Dollars als globale Leit- und Reservewährung gehen unweigerlich zu Ende. Darin sind sich die Währungsexperten nahezu weltweit einig. Offen ist noch, wann eine neue Leitwährung aus der Taufe gehoben wird und welche es sein wird. Aber ob Euro, chinesischer Renminbi oder gemischter Währungskorb: Es wird in jedem Fall eine überwiegend eurasische Währung sein, die den Dollar ablöst.

IRAN

George W. Bushs Nachfolger Barack Obama hat angekündigt, die moralische und politische Führungsrolle der USA im Nahen und Mittleren Osten wiederherzustellen, die im Zuge der letzten acht Jahre erheblich gelitten hat. Doch bei genauer Betrachtung begegnet man in seiner Politik einer Menge Altvertrautem.

EM-INTERVIEW

Die Iran-Sanktionen haben keinerlei Effekt, werden aber dazu führen, dass Teheran sich vom Westen abkehrt, den Blick nach Osten richtet und in China und Russland neue geopolitische Partner findet. Deutschland und die EU haben dann das Nachsehen. Die Berliner Regierung betreibt dennoch eine gezielte Entmutigungspolitik gegen das Bestreben der heimischen Wirtschaft sich im Iran zu engagieren. Dr. Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik ist Herausgeber einer Studie, die diese Fehlentwicklungen heftig kritisiert.

RUSSLAND - USA
Russland habe kein Problem mit dem Anti-Amerikanismus, beteuert der russische Präsident. Doch Kurzstreckenraketen in Kaliningrad seien schon nötig, als Antwort auf den US-Raketenschirm.

PAX AMERICANA
Erst wurde der neu gewählte Präsident Barack Obama als Messias gefeiert, dann erfuhren die Amerikaner von ihren Geheimdiensten, dass es mit der Kraft und der Herrlichkeit ihres Landes zu Ende geht.

RUSSLAND-USA

Beim Abschiedstreffen von Bush und Putin in Sotschi überschütteten sich die beiden Präsidenten mit Komplimenten, doch bei der umstrittenen Raketenabwehr kamen sie nicht weiter.

EM-INTERVIEW

„Die US-Truppen kämpfen nicht gegen 1000 Al Kaida-Kämpfer, sondern gegen 130.000 Iraker im Widerstand“. Das berichtet Dr. Jürgen Todenhöfer, Bestsellerautor und Manager in einem der größten europäischen Medienunternehmen. Er war nicht als „embedded Autor“ im Irak, sondern erlangte seine Informationen ohne Kontrolle durch das US-Militär direkt aus der Bevölkerung. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin enthüllt er, wie die amerikanische Regierung ihre eigene und die Weltöffentlichkeit an der Nase herumführt und warum sie bisher schon den Tod von einer Million Menschen verschuldet hat. Und er sagt auch, warum George W. Bush nicht längst auf der Anklagebank sitzt wie Saddam Hussein.

AIRBUS

Wird der Airbuskonzern Teile seiner Produktion künftig noch weiter aufsplittern und in den Dollar-Raum verlagern, wo sie kostengünstiger ist? Wäre dies eine realistische Möglichkeit, das Kostenproblem in den Griff zu bekommen? Prof. Dr. Henning Klodt vom Kieler Institut für Weltwirtschaft ist nicht dieser Meinung. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin vertritt er die Auffassung, dass entsprechende Äußerungen des Managements lediglich als Drohung gemeint seien. Es wolle damit erreichen, dass die Airbus-Produktion in Europa endlich viel stärker konzentriert wird.

AIRBUS

Airbus-Betriebsratsvorsitzender Rüdiger Lütjen hat den Konzern aufgefordert, seine Flugzeuge künftig teurer zu verkaufen, anstatt Arbeitsplätze zur Kostensenkung abzubauen. Er und einige Gewerkschaftskollegen wollen, dass Airbus künftig die Rechnungen nicht mehr in Dollar ausstellt, sondern sie in Euro präsentiert. Hintergrund ist der rapide Verfall der US-Währung, die in wenigen Jahren um nahezu 50 Prozent an Wert verlor. Da die Kosten für Airbus im Euro-Raum anfallen, würden die Maschinen gegen Dollar viel zu billig abgegeben, meinen die Gewerkschafter. Eine schlüssige Rechnung? Das Eurasische Magazin fragte Dr. Klaus-Heiner Röhl, der beim Institut der deutschen Wirtschaft für Mittelstands- und Regionalpolitik zuständig ist.

INTERNATIONALE WÄHRUNGSKRISE
In den USA werden dem Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz zufolge bald Millionen Menschen obdachlos sein, weil sie ihre Häuser und Wohnungen verkaufen müssen. Das Land des Dollars lebt seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse. Weltweit werden Bankenpleiten aus Dollargeschäften nur mühsam durch Milliarden-Geldspritzen von staatlichen Rettungsfonds verhindert. China und einige arabische Staaten, die bis vor kurzem noch als Entwicklungsländer eingestuft wurden, treten mit ihren Devisenreserven als Helfer in der Not auf und kaufen sich weltweit in immer mehr Firmen ein. Eurasiens Zukunftstechnologie leidet so vehement unter dem Dollarabsturz, dass jetzt schon Produktionsverlagerungen in die USA erwogen werden, weil dort anscheinend billiger produziert werden kann. Die Stimmung für den Dollar sinkt von Tag zu Tag. Ob es mit ihm als Leitwährung endgültig zu Ende geht, ist umstritten. Aber Tatsache ist, dass immer mehr Staaten auf den Euro setzen, dass sogar Hollywoodgrößen und andere Starverdiener ihre Verträge bereits in Euro aushandeln.

EM-INTERVIEW

Wird im Nahen Osten der Dritte Golfkrieg der Familie Bush entfacht? Weshalb werden die Drohungen aus Washington nahezu täglich heftiger? Der im Iran geborene Politologe und Publizist Dr. Behrouz Khosrozadeh gibt im Interview mit dem Eurasischen Magazin überraschende Antworten. Er hat soeben ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Die Ayatollahs und der Große Satan“. Darin untersucht er, weshalb die Beziehungen des Irans mit den USA – auf welche die Iraner einmal große Hoffnungen gesetzt hatten – heute so feindselig sind.

GEOPOLITIK
Die USA haben angekündigt, Mittelstreckenraketen über Polen und Tschechien hinaus in weiteren Ländern Osteuropas und im Kaukasus stationieren zu wollen. Diese Absicht setzt die EU unter Entscheidungsdruck: Soll man mit unter den Schirm kriechen oder nicht? Die Meinungen sind geteilt. Können die USA damit ihr Ziel erreichen, die EU politisch zu spalten?

AFGHANISTAN

Wenn es nicht gelingt, die Gewaltstrukturen in Afghanistan aufzubrechen, die Drogenwirtschaft zu zerschlagen und die Korruption einzudämmen, ist die Prognose für das Land düster: dann droht ein Somalia-Szenarium mit Bürgerkrieg wie in den neunziger Jahren. Davor warnt der Afghanist Thomas Ruttig von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN. Um das Ruder vielleicht noch herumreißen zu können, müsste die internationale Gemeinschaft die afghanische Bevölkerung für sich gewinnen.

RAKETEN FÜR MITTELEUROPA
Die USA planen in Europa den Aufbau eines Sicherheitsschirms gegen Interkontinentalraketen. Tschechien und Polen sind die bevorzugten Standorte für diesen Raketenabwehr-Schirm der USA in Mittel- und Osteuropa. Damit sollen nach offiziellen Angaben mögliche Interkontinentalraketen aus dem Iran abgefangen werden. Doch die Bevölkerung beider Länder ist mehrheitlich dagegen und die Politiker üben sich in Zurückhaltung. In Tschechien wollen sie nicht selbst darüber entscheiden, weil sie ein Absacken in der Wählergunst fürchten.

NAHER OSTEN

Prof. Dr. Helga Baumgarten ist Spezialistin für arabische Widerstandsbewegungen. Soeben ist von ihr das erste und bislang einzige Buch in Deutschland erschienen, das der palästinensischen Hamasbewegung gewidmet ist. Helga Baumgarten lehrt an der Universität Birzet bei Jerusalem und erlebt die Politik von Hisbollah, Hamas und israelischer Besatzungsmacht hautnah mit. Im Interview mit dem Eurasischen Magazin analysiert sie die Situation im Nahen Osten und nennt Gründe für das nicht enden wollende Blutvergießen.

KLEINER KRIMKRIEG

Die Beitrittsbemühungen der Ukraine zur NATO haben zumindest einen vorübergehenden Rückschlag erlitten. Denn Behörden und Bürger der Krim, sorgten dafür, dass ein geplantes Seemanöver der Ukraine mit US-Truppen nicht stattfinden konnte. Das Zusammengehen Kiews mit dem Nordatlantikpakt wird laut Umfragen immer unpopulärer. Selbst die Regierungsbildung in der Ukraine war nach den Neuwahlen vom März von dieser Frage überschattet und hat sich drei Monate hingezogen.

RUßLAND UND DER WESTEN

Die Russen vertrauen Personen, nicht Parteien, und an erster Stelle vertrauen sie ihrem Präsidenten Putin. Während seiner Regierungszeit hat sich ein neuer Patriotismus in Russland entwickelt, der das riesige Land vielleicht auch in der Nach-Putin-Ära zusammenhalten wird. Das Misstrauen gegenüber Amerika wächst spürbar – mit ungewissem Ausgang. Zur Europäischen Union sucht Moskau dagegen weiter eine enge Partnerschaft. Über die die Lage Russlands kurz vor dem G8-Gipfel im Juli in St. Petersburg sprach das Eurasische Magazin mit Prof. Dr. Eberhard Schneider von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik.

AUßENPOLITIK IN DER ÄRA SCHRÖDER

Sieben Jahre lang hat die rot-grüne Bundesregierung die deutsche Außenpolitik bestimmt. Der Politikwissenschaftler Dr. Reinhard Mutz analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die rot-grüne Außenpolitik im Kosovo-, Afghanistan- und im Irak-Konflikt.

IRAK

Der Irak-Experte des Deutschen Orient-Institutes, Henner Fürtig, über die neue Verfassung des Iraks und die Entwicklungsmöglichkeiten des Landes. Er analysiert die Fehler der US-Politik im Irak und die Kriegspläne des amerikanischen Generalstabes.

ALASKA

Mitte des 18. Jahrhunderts nahm Rußland Alaska als Kolonie in Besitz. Der Pelzhandel war wichtigster Beweggrund für die Tausende von Kilometern vom russischen Mutterland entfernten Siedlungen in unwirtlichsten Gebieten. Eine Ausstellung im Münchner Völkerkundemuseum zeigt Exponate vom Leben der Kolonisten und von den Bewohnern, auf welche die Russen in Alaska gestoßen waren.

IRAK
Ungeachtet aller Durchhalteparolen von US-Präsident George W. Bush werden bei den Amerikanern und ihren Helfern im Irak konkrete Pläne für den Rückzug geschmiedet. Durch die Heimkehr der amerikanischen Soldaten solle vor allem die Selbständigkeit der irakischen Sicherheitskräfte gefördert werden, sagen ranghohe US-Militärs.

IRAK
Mit Hilfe schwarzer Kassen und durch den Einsatz von Geheimdienstmitarbeitern des CIA habe Washington im Januar die Wahlen im Irak manipuliert. Das enthüllt der amerikanische Journalist Seymour Hersh , der auch die Folterskandale des US-Militärs im Bagdader Gefängnis Abu Ghureib aufgedeckt hat, in der Ausgabe vom 25. Juli 2005 des Magazins „The New Yorker“.

AUFSTIEG CHINAS

Es wird eine Verschiebung des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Epizentrums von Europa und Amerika nach Asien geben. Die unilateralen Zeiten für die USA sind vorbei. China wird in Kürze eine ebenbürtige Weltmacht sein. Ob Washington dies akzeptiert, ist die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Bleiben die USA lernunfähig, ist der Weltfrieden in Gefahr. Diese Thesen vertritt Karl Pilny in seinem Buch „Das asiatische Jahrhundert“. Das Eurasische Magazin hat nachgefragt.

RUßLAND / EU
Während die Regierungschefs der USA, Deutschlands und anderer Staaten in Moskau feierlich das Ende des Zweiten Weltkrieges zelebrierten, formiert sich im postsowjetischen Raum ein Bündnis gegen Rußland – mit tatkräftiger Unterstützung Washingtons. Ein Kommentar von Kai Ehlers.

RUßLAND ZWISCHEN NATO UND ESVP
Rußland wird derzeit sowohl von Seiten der Befürworter einer stärkeren Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) als auch von der NATO als strategischer Partner umworben. Es hat den Anschein, als müßte Präsident Putin bald entscheiden, ob Rußland seine Sicherheitspolitik zukünftig als Juniorpartner der USA oder als Teil einer europäischen Sicherheitsgemeinschaft gestalten will.

IRAN

Diese Frage untersucht Dr. Johannes Reissner im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Reissner gehört zur Forschungsgruppe „Naher Osten und Afrika“ in der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Iran und das Verhältnis des Westens zur islamischen Welt.

WÄHRUNGSPOLITIK
Schneller als von vielen Währungsexperten erwartet, schichten Zentralbanken weltweit ihre Reserven um. Großer Verlierer dabei ist der Dollar. Die Euro-Bestände werden dagegen stark aufgestockt.

EURASIEN
Eine Analyse zum Konflikt um die politische Dominanz auf dem eurasischen Kontinent.

WÄHRUNGSPOLITIK
Amerika verschlingt 75 Prozent der Leistungsbilanzüberschüsse aller Industrieländer. Das Zwillingsdefizit aus seinem Schuldenhaushalt und seiner negativen Handelsbilanz gefährdet die Wirtschaft der ganzen Welt. Der erstarkende Euro, der bislang die Exportmöglichkeiten der Europäer erschwert, könnte unvermittelt zur Chance der Weltwirtschaft werden: Wenn das Erdöl der OPEC künftig nicht mehr in Dollar, sondern in Euro gehandelt würde.

AUF DEM WEG IN DIE EU
Bis Ende der 1990er Jahre war Bulgarien ein Beispiel erfolgloser Transformation in Politik und Wirtschaft. Nach einer rigiden Reformpolitik hat das südosteuropäische Land jetzt – noch vor Rumänien – alle Kapitel der EU-Beitrittsverhandlungen abgeschlossen und könnte 2007 beitreten.

USA-EU
Die Europäer wollen sich von den USA emanzipieren. Dies zeigen die „Transatlantischen Trends 2004“ des German Marshall Funds.

MORGENLAND

Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin erläutert der Islam-Experte Dr. Murad Wilfried Hofmann, was er von dem Demokratie-Feldzug der USA hält. Er tritt für eine islamische Demokratie ein, in der der Koran als Grundgesetz fungieren könnte.

FLUGZEUGINDUSTRIE
European Aeronautic Defence and Space Company (EADS), entwickelt sich zu
einer unaufhaltsamen Erfolgsgeschichte. Der europäische Firmenzusammenschluß,
dem u.a. 80 Prozent an Airbus Industries gehören, will mit dem russischen
Luftfahrtkonzern Irkut kooperieren, und wächst damit in eurasische Dimensionen.

DUISBURGER ERKLÄRUNG
In der „Duisburger Erklärung“ beurteilen 38 deutsche Intellektuelle
den Stand der transatlantischen Beziehungen. Die Erklärung wird Thema
einer Podiumsdiskussion sein, die am 12. Mai im Rahmen des Kulturfestivals „Duisburger
Akzente“ stattfindet. Die „Akzente“ stehen dieses Jahr unter
dem Motto: „Endstation Amerika?“. Das Eurasische Magazin dokumentiert
die „Duisburger Erklärung“ nachfolgend im Wortlaut.
Wie Al Khaïda neue Akteure rekrutiert

WISSENSCHAFTSELITEN
„Sie treffen die besten Inder und die intelligentesten Chinesen in Stanford und nicht in Göttingen. Aus diesem Grund gehen hochqualifizierte Physiker oder Mathematiker immer wieder an amerikanische Universitäten“ – SPD-Bildungsexperte Prof. Dr. Peter Glotz über die Gründe der Abwanderung von Wissenschaftlern in die USA und die Chancen der Europäer, wieder aufzuholen.

WISSENSCHAFTSELITEN
Sie sind hervorragend ausgebildet, jung und motiviert, aber sie kehren Europa den Rucken. Der wissenschaftliche Nachwuchs sieht seine Zukunft immer öfter in den USA. Die Elite findet dort, was in der EU Mangelware ist: faszinierende Forschungsvorhaben und gut bezahlte Stellen. Immerhin scheint das Problem erkannt zu werden. Nach der EU-Kommission hat beispielsweise auch die deutsche Regierung mit ihrer Forderung nach Elite-Universitäten aufhorchen lassen.

UNIVERSITÄTEN-VERGLEICH

Die chinesische Universität Jiao Tong in Shanghai hat eine Liste der weltbesten Universitäten veröffentlicht. Das Ergebnis macht den Ruckstand der europäischen und asiatischen Hochschulen im Vergleich zu den amerikanischen uberdeutlich.

AFGHANISTAN
Dr. Matin Baraki uber Verfassung und Regierungssystem im „neuen“ Afghanistan, uber
die Instrumentalisierung des 11. Septembers durch die USA, die US-Strategie
im ‚eurasischen Balkan' und die imperialistische Großmachtpolitik Deutschlands.
Matin Baraki wurde 1947 in Afghanistan geboren. Er ist Lehrbeauftragter fur
Internationale Politik an den Universitäten Marburg und Kassel und forscht
seit Jahrzehnten zur politischen Entwicklung Afghanistans.

EUROPÄISCHE IDENTITÄT

Der langjährige Obmann im Auswärtigen Ausschuß des Deutschen Bundestags, Karl Lamers analysiert im Interview mit dem
Eurasischen Magazin die Beziehungen zwischen Europa und den USA. Karl Lamers, Jahrgang 1935, ist außenpolitischer Experte der CDU. Er gehörte bis zur letzten Legislaturperiode insgesamt zwei Jahrzehnte dem Deutschen Bundestag an und war außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion aus CDU und CSU. Der Vordenker einer europäischen außenpolitischen Konzeption verfugt trotz seines Ausscheidens aus dem Bundestag im vergangenen Jahr in außenpolitischen Kreisen weiter uber erheblichen Einfluß.

WÄHRUNGSPOLITIK
China gilt in den USA als Hauptschuldiger an den amerikanischen Wirtschafts- und Finanzproblemen – Pekings Währung steht unter massivem Aufwertungsdruck – die USA leben uber ihre Verhältnisse und verstricken sich in eine unproduktive Militärpolitik – von Experten wird bereits ein Dollar-Absturz prophezeit.

EURASIEN IN ANDEREN MEDIEN
Der Kampf gegen Eurasien · Krieg der USA gegen Eurasien · Die Eurasien-Strategie der USA und die Türkei - der Aufstieg der neuen militaristischen Welle · In Eurasien liegt die Zukunft Deutschlands!

EURASIEN IN ANDEREN MEDIEN
Die Zeitschrift „Sezession“ druckte in ihrer Ausgabe Nr. 2 vom
Juli 2003 zwei Beiträge zum Thema Eurasien: „Eurasien pro“
und „Eurasien contra“. Der Pro-Part stammt von Eberhard Straub.
Er trägt den Titel „Kontinantalblock Eurasien“. Die Gegenposition
vertritt Karlheinz Weißmann unter dem Titel „Delikatesse gegenuber
dem Hegemon“.

EURASIEN IN ANDEREN MEDIEN
Das Eurasische Magazin widmet sich schon seit vielen Monaten der Entwicklung
des Großkontinents, der sich zwischen Wladiwostok am Pazifik und der portugiesischen
Estremadura erstreckt. Seit einiger Zeit befassen sich immer mehr Medien mit
diesem faszinierenden Thema. Wir stellen hier eine Auswahl der interessantesten
Beiträge vor. Hier "Eurasische Gegenmacht" von Rudolf Maresch.

FLUGZEUGINDUSTRIE
Nach 30 Jahren Aufholjagd ist das europäische Unternehmen Airbus Industries
die Nummer eins in der Welt – vor allem orientalische und asiatische Fluglinien
kaufen heute statt beim US-Konzern Boeing lieber beim europäischen Konkurrenten

EUROPÄISCHE RUSTUNGSPOLITIK
Nachdem europäische Hersteller den Zuschlag zum Bau des Triebwerks fur
den Militär-Airbus A400M erhielten, hagelt es Proteste im US-Kongreß
– die Europäer kontern: bei Ausschreibungen des Pentagons wurden
sie erst gar nicht zugelassen

WELTRAUMTECHNOLOGIE
„Galileo“, das Navigations- und Satellitenprogramm Europas wächst
in eurasischen Dimensionen
Anmerkungen zu einem Text von André Glucksmann
Das Olministerium in Bagdad wurde nach dem Einmarsch bewacht, die kulturellen
Schätze des Landes waren zur Plunderung freigegeben - an einem einzigen
Tag wurde das Erbe von Jahrtausenden gestohlen und zertrampelt –Experten
gehen von Plunderungen auf Bestellung aus
Unipolar, multipolar, neue Achsen? Eine Analyse von Kai Ehlers.
Der Ölkrieg wird auch um die Vorherrschaft von Dollar und Euro geführt - Von Prof. Dr. Elmar Altvater
Vereinbarungen zwischen estnischen Gewerkschaftlern und Arbeitgebern kommen oft nur zustande, um den EU-Beitritt des Landes nicht zu gefährden. Wilhelm Johann Siemers sprach mit Gewerkschaftsvertretern aus Tartu.
Wirtschaftswissenschaftler und Börsenfachmann Dr. Marc Faber, Hongkong, über den Aufstieg eurasischer Mächte und den Niedergang des amerikanischen Imperiums. Ein Exklusiv-Interview.

GLOBALISIERUNG
Geheimpläne aus dem US-Forderungskatalog für die laufenden WTO-Verhandlungen: die Lernprogramme für den Globus könnten bald einheitlich aus den USA kommen
Wenn die USA die Vereinten Nationen zur Erzwingungsinstanz ihrer Politik machen und die Inspektionen in einer Form wieder aufgenommen werden, die ihr Scheitern fast schon garantiert, so heißt das nichts anderes, als dass die UN für die schmutzige Arbeit einer aggressiven Kriegspolitik rekrutiert werden.

AFGHANISTAN
Vor einem Jahr wurde das Regime der Taliban militärisch besiegt und gestürzt – Amerikaner, Briten und „Nordallianz“ sahen sich als Befreier – eine Zwischenbilanz

VOLKSZORN
Seit Wochen gehen in Südkorea Menschen aus Protest gegen die amerikanischen Streitkräfte im Land auf die Straßen. Allein am ersten Wochenende im Dezember waren es nach Polizeiangaben über 100 000.

KOMMENTAR
Unmittelbar nach dem verheerenden Bombenanschlag auf der indonesischen Ferieninsel Bali hatte George W. Bush die Zeichen der Zeit klar und deutlich erkannt: der Terrorismus hat erneut zugeschlagen. Nicht irgendeiner. Nein es war selbstredend der „Internationale Terrorismus“.

EINGREIFTRUPPE DER EU - ACHSE DER NAIVLINGE
Bis Ende 2003 sollte die mobile Eingreiftruppe der EU stehen. Eine schnell einsetzbare Armee von 60 000 Mann. So hatten es die Verteidigungsminister der EU im Rahmen der "Capability Improvement Conference" am 19. und 20. November 2001 in Brüssel festgelegt.

IMPERIUM AMERIKA
Nach neuester Einschätzung amerikanischer Politikwissenschaftler ist dazu nur eine eurasische Allianz aus Rußland, China, Japan und Deutschland in der Lage

US-STREITKRÄFTE
Abzocke, Gier, Staatsversagen, hemmungslose Verschuldung – das sind die negativen Werte, das ist der Stoff aus dem die Krise kommt. Und er ist immer noch reichlich vorhanden. Noch immer lebt Amerika über seine Verhältnisse. Und an der Wall Street tun viele so, als sei nichts passiert.
Das Machtspiel geht weiter. Für den US-Schriftsteller und Polit-Denker Robert Kagan ist die Welt zum Großmachtnationalismus alter Prägung zurückgekehrt.
Verkleidet als deutscher Arzt reiste Jürgen Todenhöfer auf abenteuerlichen Wegen von Damaskus nach Ramadi, einer Stadt in der irakischen Provinz Anbar. Er schildert das Leben von Bewohnern, die unter dem permanenten Ausnahmezustand der US-Besatzung leben. Einer von ihnen ist Zaid. Was er und seine Mitkämpfer aus dem irakischen Widerstand berichten, ist natürlich parteiisch. Aber es ist das nötige und lange vermisste Korrektiv zu den Behauptungen des US-Militärs über das Wesen ihres Krieges. Keiner außer Todenhöfer kam der Realität bisher so nahe.
Ein Insider packt aus. Der ehemalige CIA-Chef von Europa bestätigt die schlimmsten Vermutungen über den unbedingten Willen Washingtons, Krieg gegen den Irak zu führen, auch wenn keine der „Begründungen“ stichhaltig waren, die dafür geliefert wurden. Die ganze Welt wurde auf infamste Weise belogen.
Der Nahe Osten ist derzeit der größte und explosivste Krisenherd der Welt. Behrouz Khosrozadeh hat soeben ein Buch veröffentlicht, in dem er die Gründe für diese Ansammlung von politischem Sprengstoff und Feindseligkeit untersucht. Darin werden die Geschichte des Öllandes Iran und seiner Beziehung zum Westen, insbesondere zu den USA, ausführlich dargestellt. 1984, zu Zeiten Khomeinis, hat Khosrozadeh den Iran im Alter von 23 Jahren verlassen. Seit 1985 lebt und arbeitet er in Deutschland. Er ist nach seiner Promotion als Politologe und Publizist tätig.
Die dramatische Geschichte des Verkaufs von Russisch Alaska an die Vereinigten Staaten von Amerika. Das erste Buch das dazu in deutscher Sprache erschienen ist, wartet mit einer Reihe neuer Dokumente und Erkenntnisse auf und kommt zu dem Schluß: es war eine Schmieren-Affäre.
Was Richard Perle, das „Gehirn“ der US-Republikaner („Weltwoche“) von den Europäern hält – und wie die Deutschen über die USA denken.
Propyläen Verlag, Berlin 2004, 344 Seiten, ISBN 3-549-07208-2
(Originaltitel: „Of Paradise and Power. America and Europe in the New World
Order”) Siedler Verlag, Berlin 2003, 128 Seiten, ISBN 3-88680-7940.
(Originaltitel: „The Crisis of Islam“) Campus Verlag, Frankfurt/ New York 2003, 192 Seiten, ISBN 3-593-37343-2.
Deutsche Verlags-Anstalt, 2. Aufl., Stuttgart/Munchen 2003, 287 Seiten
(inkl. Endnoten und Literaturliste), 22,90 Euro, ISBN 3-421-05758-3.
L’Edit de Caracalla ou Plaidoyer Pour des Etats-Unis d’Occident
par Xavier de C*** (Das Edikt von Caracalla oder ein Plädoyer fur
die Vereinigten Staaten des Westens von Xavier de C***) von Régis Debray,
140 Seiten, Paris: Fayard, 2002, ISBN 2-213-61254-4.
Berlin, 2. Auflage 2003, 493 Seiten mit mehreren Karten und farbigen Abbildungen, Propyläen Verlag, 24,90 Euro, ISBN 3-549-07162-0
Die unaufhaltsame Ausbreitung des Amerikanismus vom 19. Jahrhundert bis heute