
GRIECHENLAND
Geschäfte schließen, die Schlangen vor den Arbeitsämtern werden länger und immer mehr Menschen versuchen, ihre Ersparnisse ins Ausland zu bringen: Die Griechen reagieren geschockt auf die Entscheidung der Regierung, Hilfe vom Internationalen Währungsfonds (IWF) anzunehmen. Die Regierung versucht, mit PR-Kampagnen die Menschen zu beruhigen. Am kommenden Samstag, dem 1. Mai, wird im Land eine große Protestwelle erwartet. Gewerkschaften wollen für den 5. Mai einen Generalstreik organisieren.

RUMÄNIEN

Bekannt als Land mit schlechten Straßen beweist Rumänien immer wieder, dass es als Autoproduzent Erfolg haben kann: Der Dacia Logan und der Dacia Sandero sind in Europa bereits bekannte Marken. Jetzt soll ein Geländewagen der rumänisch-französischen Company Dacia-Renault die Erfolgsgeschichte weiterführen: der Dacia Duster. Und er soll nun auch die Rumänen selbst von der einheimischen Autoproduktion überzeugen.

EM-INTERVIEW

Zwischen den USA und China tobt eine Art Finanz- und Wirtschaftskrieg. Doch während amerikanische Politiker mit markigen Vokabeln versuchen Eindruck zu machen, bleibt Chinas Führung reichlich gelassen. Das Land ist Konjunkturlokomotive der Welt, und die Asien-Expertin Hanne Seelmann-Holzmann sagt, warum das auch so bleiben wird.

AKW KALININGRAD
Russland beginnt mit dem Bau eines Atomkraftwerkes im Gebiet Kaliningrad. Die Bevölkerung ist dagegen. Ökologen warnen vor ungelösten Problemen mit den radioaktiven Abfällen.

WAFFENEXPORTE
Mit steigenden Waffenexporten bekommt Russland nicht nur Geld, sondern verstärkt auch seinen Einfluss in Asien, Nordafrika und Lateinamerika.

POLEN

Das polnische Tochterunternehmen der Deutschen Bahn hat bei der Warschauer Transportbehörde eine Lizenzierung beantragt, um künftig Personen zu befördern. Das macht die von der EU verordnete Liberalisierung des Eisenbahnmarktes möglich. Sowohl polnische Fahrgäste als auch die polnische Staatsbahn PKP freuen sich auf das deutsche Engagement. Die PKP sieht in der Bahn keine Konkurrenz, polnische Zugreisende erwarten künftig höheren Komfort und „deutsche Pünktlichkeit“ auf der Schiene. Dass die Deutsche Bahn in ihrer Heimat durch das Berliner S-Bahn-Chaos heftig in der Kritik steht, spielt keine Rolle.

RUSSLAND

Auch im südrussischen Rostow am Don hat die Finanzkrise Spuren hinterlassen. Doch die Menschen in der Provinz sind krisenerfahren.

STRATEGISCHER WIRTSCHAFTSDIALOG

Sind Renminbi und IWF-Sonderziehungsrechte Alternativen zum Dollar? Eine aktuelle Untersuchung aus der Stiftung Wissenschaft und Politik.

MEWEDJEW II
Allen guten Vorsätzen und Reden über Freiheit zum Trotz, wird Politik in Russland weiterhin von oben gelenkt. Ganz im Sinne uralter Tradition. Die Arbeitsteilung zwischen Präsident und Ministerpräsident ist dafür Ausdruck und Notwendigkeit. – Ein kritischer Blick auf Medwedjew.

MEDWEDJEW I
Auch unter Medwedjew und Putin kommt die Landwirtschaft des größten Landes der Erde auf keinen grünen Zweig. Dabei hat Russland von der Natur aus eigentlich ideale Voraussetzungen. Die Analyse zeigt, warum Russland trotz der Ruckrede des Präsidenten vom November 2009 auch weiterhin hungern wird und weshalb viele Russen im 21. Jahrhundert noch immer unter Mangelernährung leiden müssen.

OSTEUROPA
Was folgt nach dem Jahrzehnt des breiten Aufschwungs in Osteuropa? Wie wird sich die Krise längerfristig auf die Volkswirtschaften auswirken? Das dritte Jahrzehnt nach der politischen Wende wird von einer neuen Bescheidenheit geprägt sein. Professionalität, Streben nach Effizienz und eine langfristige unternehmerische Denkweise müssen nachhaltiges Wachstum schaffen.

URANAUFBEREITUNG
Weil die russischen Wiederaufbereitungsanlagen mit Aufträgen aus dem Inland ausgelastet sind, will der Konzern Rosatom keinen Atommüll aus dem Ausland mehr importieren.

GLOBALE FINANZKRISE
„Wir haben uns verrechnet. Der Absturz geht wesentlich tiefer“, das erklärte der russische Präsident Medwedew gegen Ende des letzten Monats. Man habe mit zwei Prozent Rückgang des Bruttosozialprodukts gerechnet, nun werde ein Einbruch von 8,5 Prozent erwartet. Es werde eine zweite Welle der Krise geben, die vermutlich nicht vor 2012 ende.

RUSSLAND

Sie nennen sich Menschenrechtler, Oppositionelle, Tierschützer, Öko-Anarchisten, Neue Linke oder einfach nur Aktivisten. Sie sind jung, vernetzen sich im Internet, aber auch immer häufiger in der realen Welt und es stört sie vor allem eines: die Passivität und die Ergebenheit der Bevölkerung dem Staat gegenüber. Ein Bericht über junge Russen wie man sie im Westen kaum kennt.

POLEN

Während die Mitarbeiter der Werften in den polnischen Städten Gdingen (Gdynia) und Stettin (Szczecin) für den Fortbestand ihrer Betriebe demonstrieren, macht die Werft in Danzig (Gdansk) seit Jahren zum ersten Mal Gewinn. Nach der positiven Entscheidung über die Zukunft der Danziger Werft hat der neue Eigentümer der Werft, die ukrainische Firma ISD Polska, ein neues Bauprogramm vorgelegt. Das heißt unter anderem, moderne Hightech-Schiffe in Danzig zu bauen sowie eine Fabrik für Windkraftanlagen auf dem Werftgelände zu errichten. Zuerst steht jedoch ein hartes Sanierungsprogramm an. Die Belegschaft soll reduziert und eine von zwei Hellingen stillgelegt werden.

A380

Die Fluggesellschaft Singapore-Airlines zieht eine positive Bilanz aus zwei jähriger Erfahrung mit dem A380

TECHNOLOGIETRANSFER
Noch glauben die meisten Russen nicht so recht, dass aus dem Opel-Kauf wirklich etwas wird. In Nischni Nowgorod, wo Russlands älteste Autofabrik GAZ ihren Sitz hat, demonstriert man jedoch Optimismus. Dort sollen Opel-Modelle vom Band laufen.

DOLLAR
Die Chinesen sind die größten Gläubiger der USA. Doch ihr Vertrauen in das US-Zahlungsmittel Dollar schwindet. Denn die Schulden der Amerikaner in China sind schon fast so groß wie das US-Haushaltsdefizit. Im Reich der Mitte sinnt man auf eine Neuregelung der Weltwährungsreserven. In Südamerika ist man bereits dabei zu handeln.

RUSSLAND
Im russischen Volkswagen-Werk Kaluga bei Moskau gibt es immer noch Start-Schwierigkeiten. Wegen überhitzter Hallen unterbrachen die Beschäftigten die Arbeit. IG Metall-Chef Berthold Huber traf sich mit russischen VW-Arbeitern und fordert Maßnahmen gegen Lohn- und Rechts-Dumping in Russland.

POLEN

Von 16 polnischen Wojewodschaften werden fünf, die östlich der Weichsel liegen, im Volksmund als „Polen B“ bezeichnet. Sie sind durch die einstige historische Teilung des Landes zur Peripherie geworden. Hier leben die Ossis von Polen. In den vergangenen 20 Jahren verschärften sich die Unterschiede zum Teil noch. Doch der Fall des Eisernen Vorhangs und der EU-Beitritt Polens ermöglichten es, das Ungleichgewicht abzumildern. Heute steckt in vielen scheinbar großen Nachteilen auch eine Chance.

PIRATEN
Im Golf von Aden treiben Seeräuber seit Jahren ein einträgliches Geschäft mit entführten Schiffen. Millionenbeträge müssen für die Freigabe bezahlt werden. Handelsschiffe sind unbewaffnet, allenfalls mit der Feuerlöschanlage können sie versuchen, sich gegen die schwer bewaffneten Angreifer in ihren Schnellbooten zur Wehr zu setzen. Auch eine ganze Armada internationaler Kriegsschiffe hat bislang das Piratentum nicht stoppen können. Der ukrainische Seeoffizier Jewgenij erzählt, wie sein Schiff gekapert wurde und was er in der Gewalt der Piraten erlebt hat.

LETTLAND

Lettland hat hoch gepokert und ist tief gefallen. Das Land steht, wie das Baltikum insgesamt, kurz vor der Pleite. Reichlich unvorbereitet haben die Menschen den Boom genossen. Jetzt kommt der Kater. Stark gekürzte Durchschnittsrenten treiben die Ruheständler zum Betteln auf die Märkte. Die Verluste der Spekulanten werden sozialisiert. Junge Fachkräfte zieht es ins Ausland. So haben sich die Menschen den Kapitalismus nicht vorgestellt.

AUTOINDUSTRIE
GM und Sperbank feilschen um das desolate Unternehmen. General Motors stellt neue Forderungen gegenüber dem russisch-kanadischen Bieter-Konsortium und hält weiter Kontakt zu Bietern in China und den USA.

WIRTSCHAFT
Vom ökonomischen zum sozialen und kulturellen Wachstum. Welches sind die Entwicklungskräfte heute? - 22 Thesen zur Annäherung an einen Kulturraum der Entschleunigung.

DOLLAR
Die Zeiten des Dollars als globale Leit- und Reservewährung gehen unweigerlich zu Ende. Darin sind sich die Währungsexperten nahezu weltweit einig. Offen ist noch, wann eine neue Leitwährung aus der Taufe gehoben wird und welche es sein wird. Aber ob Euro, chinesischer Renminbi oder gemischter Währungskorb: Es wird in jedem Fall eine überwiegend eurasische Währung sein, die den Dollar ablöst.

RUMÄNIEN
Über zwei Millionen Rumänen arbeiten im Ausland, weil sie dort mehr verdienen als in ihrer Heimat. Deshalb herrscht in Rumänien Fachkräftemangel. Mit einem Sonderprogramm hat die Regierung versucht, einige der Arbeitsmigranten wieder ins Land zurückzuholen. Das ist jedoch gescheitert. Das Arbeitsministerium spricht von einigen Dutzend, die zurückgekehrt sind.

POLEN

Während die Danziger Werft wegen ihrer hohen Symbolkraft immer wieder in den Schlagzeilen ist, verschwindet ganz leise ein anderes maritimes Symbol in Polen: Ende Mai soll die Werft in Stettin aufgelöst und verkauft werden. Dies hat die EU-Kommission erwirkt, die die finanzielle Hilfe der polnischen Regierungen für die polnischen Werften für widerrechtlich befunden hat. In Stettin werden nicht nur Tausende von Menschen ihre Jobs verlieren. Mehr noch: Die Stadt muss ohne ihr größtes Symbol weiter funktionieren.

RUSSLAND

Die russische Fernost-Region Chabarowsk hat ein paar starke Industrie-Betriebe, die sich vom EU-Russland-Gipfel positive Impulse erhofften.

ESTLAND

Nach Jahren des Booms mit zweistelligen Wachstumsraten hat die Krise nun auch den baltischen Tiger Estland fest im Griff. Doch die Probleme sind hausgemacht, zu lange setzte die kleinste der drei baltischen Republiken nur auf Konsum, ohne echte wirtschaftliche Substanz zu schaffen. Die Immobilienblase platzte bereits vor der globalen Krise, die dem Land jetzt noch den Rest gibt. Fünf Jahre nach dem EU-Beitritt steht Estland, das ob seiner Technik- und Internet-Begeisterung schnell die Etikette „E-Stonia“ verpasst bekam, eine lange Durststrecke bevor. Eesti, wie Estonia in der Heimatsprache heißt, ist auf dem Boden der Tatsachen angekommen und quasi wieder weitgehend offline.

UKRAINE

Mit dem EU-Beitritt Polens, der Slowakei und Ungarns im Mai 2004 hat sich die EU-Außengrenze nach Osten verschoben. Damit ist für viele westukrainische Bürger im Grenzgebiet der Alltag schwerer geworden. Besonders betroffen sind Kleinunternehmer, die ihre Geschäfte bisher jenseits der Grenze abgewickelt haben. Aber auch Reisen in die EU-Länder werden für einige Ukrainer wegen der strengeren Visa-Regeln zu einem unangenehmen Abenteuer. Im Gegenzug denkt die politische Führung der Ukraine jetzt über eine Aufhebung der visumfreien Einreise für die Bürger der EU in ihr Land nach.

ANALYSE

Werden die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf den GUS-Raum betrachtet, richtet sich der Blick meist nur auf Russland, die größte Volkswirtschaft, vielleicht noch auf Kasachstan, die zweitgrößte, oder auf die zum Sorgenkind internationaler Finanzorganisationen gewordene Ukraine. Aufmerksamkeit verdienen aber auch die kleineren Volkswirtschaften in Zentralasien und im Südkaukasus, wo mit schmerzhaften sozialökonomischen Einschnitten zu rechnen ist.

GASSTREIT
Weil die EU Kiew bei der Modernisierung seiner Pipelines helfen will und Russland nicht mit einbezogen wurde, gibt es Protest aus dem Kreml.

TSCHECHIEN

Zwei Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist in Tschechien eine junge Generation von Menschen herangewachsen, die den Kommunismus nicht mehr erlebt hat. Die Freiheiten, die die heutigen Twens genießen, erwuchsen aus dem epochalen Systemwechsel von 1989. Damals waren ihre Eltern um die 20 und begannen, Neuland zu entdecken. Was verbindet diese beiden Generationen, was trennt sie? Petr Hefka (41) und seine Tochter Veronika (20) sind ihrer Heimatstadt am Rande Tschechiens gleichermaßen verbunden. Die Revolution von 1989, die Petr als 20-Jähriger erlebte, ist seiner Tochter völlig fremd. Sie ermöglichte ihr ein ganz anderes Leben als ihrem Vater.

OSTEUROPA
Die osteuropäischen Staaten können für sich in Anspruch nehmen, dass sie nicht Ursprung der Krise waren, die von den USA ausging und erst nach über einem Jahr auch für sie negative Folgen zeitigte. Anders als westeuropäische Banken haben sich die osteuropäischen Institute nicht an den faulen Krediten vergriffen, die den Auslöser für die Finanzkrise darstellten. Die starke Abhängigkeit von fremdem Kapital, einer der wichtigsten Faktoren für den Aufschwung der vergangenen Jahre, bringt die osteuropäischen Länder nun jedoch arg in Bedrängnis.

EM-INTERVIEW

„Chinesen kaufen erstmals mehr Autos als Amerikaner“ – „Chinesen bestellen für zehn Milliarden Dollar bei deutschen Unternehmen“ – „China ist die letzte große Volkswirtschaft, die wächst“ - „Asien wird Konjunkturlokomotive der Welt“: Das sind Schlagzeilen der internationalen Presse aus dem März 2009. Wir sprachen mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Hanne Seelmann-Holzmann über „Die Rückkehr Asiens und das Ende der westlichen Dominanz“.

ENERGIE-SUPERMACHT RUSSLAND
Zur Einweihung von Russlands erster Flüssig-Gas-Fabrik kam das erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg ein japanischer Ministerpräsident auf die russische Insel Sachalin, deren Südteil von 1905 bis 1945 zu Japan gehörte.

RUSSISCHE WIRTSCHAFT
Präsident Dmitri Medwedew entlässt vier Gouverneure und spricht jetzt offener über die wirtschaftlichen und finanziellen Probleme des Landes

ENERGIEPOLITIK

Ende gut, alles gut? Nachdem der Gasfluss von Russland über die Ukraine mit massiven Folgen für Südosteuropa fast zwei Wochen lang unterbrochen war, fließt nun wieder Gas durch die ukrainischen Transitleitungen. Die russische Gazprom und die ukrainische Naftogaz, deren Differenzen anfänglich auf kommerziellen Streitigkeiten beruhten, hatten sich zuvor auf ein neues Abkommen geeinigt. Die Europäische Union muss nun die Ausgestaltung und Umsetzung der Konzernvereinbarungen genau unter die Lupe nehmen. Das Abkommen ist ein wichtiger Schritt, zentrale Fragen bleiben aber ungelöst.

GLOBALISIERUNG
Aller Globalisierung und Internationalisierung zum Trotz: Nur etwa jeder zweiter EU-Europäer spricht eine Fremdsprache. Als Muttersprache hält Deutsch in der Europäischen Union den Spitzenplatz.

BULGARIEN
Die Wirtschaft des EU-Neulings ortet jetzt auch Signale der beginnenden Krise. Die großen Erschütterungen stehen erst noch bevor.

EM-INTERVIEW

Bankangestellte sind austauschbar, weil sie nur noch in Kombination mit einer bestimmten Software und bestimmten Prozessen funktionieren. Kaufmännische Entscheidungen erfolgen nicht mehr auf nüchterner Kalkulation - Wirtschaft betreibt man nach Stimmungslage. Weltweit werden die Risiken vernachlässigt, und die Wirtschaftsleistung bricht in der Folge simultan ein. So charakterisiert Prof. Dr. Max Otte, Experte für Unternehmen, Wirtschaft und Finanzmärkte, im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin, das Verhalten vieler Banker und Manager. In dieser Synchronität sei das ein neues Phänomen.

PREISGEKRÖNTE REPORTAGE

Als die Siebenbürger Sachsen aus Weilau flohen, ließen sie nicht nur ihre Höfe zurück. Sondern auch die Nachbarn, mit denen sie mehr als 200 Jahre eng zusammengelebt hatten: ihre Zigeuner. Ausgerechnet sie lassen heute die deutsche Tradition fortleben

ZENTRALASIEN

Nach einem harten Winter und einem Sommer fast ohne Niederschläge sitzt Zentralasien auf dem Trockenen. Um die Verteilung der knappen Wasserressourcen wird ebenso gestritten wie über die Preise fossiler Brennstoffe. Die wasserreichen Länder Kirgisien und Tadschikistan verbrauchen das kostbare Gut zur Stromproduktion, während die energiereichen Länder Kasachstan und Turkmenistan Öl und Gas nur im Tausch gegen Süßwasser liefern wollen. Internationale Beobachter warnen vor einem Wiederaufflammen lokaler Konflikte.

EUROPA

Unter diesem Titel hat das Berliner Institut für Bevölkerung und Entwicklung im September 2008 eine Untersuchung über die Zukunftsfähigkeit von 285 europäischen Regionen vorgelegt. Diese erstmals in solcher Gründlichkeit durchgeführte Studie führt zu aufregenden Ergebnissen. Viele Stereotypen über fortschrittliche und zurückgebliebene Regionen sind längst obsolet. Das einstige Agrarland Oberbayern rangiert fast 100 Plätze vor der Rheinmetropole Köln, Island ist der Superstar und Niederschlesien bildet das Schlusslicht. Steffen Kröhnert, Iris Hoßman und Reiner Klingholz sind die Autoren des Buches über Europa, das im Sommer des Krisenjahrs 2008 abgeschlossen wurde. Kurz danach schlitterte Island in die Pleite. In ein paar Jahren wird sich zeigen, was die anderen Aussagen der Studie wert sind.

EM-INTERVIEW

Die Welt wächst, Europa schrumpft. Seine einstige kulturelle und wirtschaftliche Dominanz hat Europa längst verloren. Eines Tages wird sich das Zentrum der Moderne möglicherweise in Südostasien befinden. Das Eurasische Magazin sprach mit Steffen Kröhnert über die Zukunft der europäischen Regionen. Er ist einer der Autoren einer neuen Untersuchung des Berlin-Instituts, die sich mit der europäischen Entwicklung befasst. Ab 2010 beginnt demnach die entscheidende Phase für den alten Kontinent. Dann könnte es sein, dass beispielsweise Italien gezielt Migranten aus Afrika anwerben muss, um nicht entvölkert zu werden.

RUSSLAND

Energie- und Rohstoffhunger belebt alte Verkehrs-Projekte im russischen Fernen Osten. Verbindungen zwischen Japan, Alaska und Europa sind in Planung.

TADSCHIKISTAN
Die weltweite Aids-Prävention erreicht die Betroffenen kaum. Das ist ein Fazit der Weltaidskonferenz, die in Mexiko-Stadt abgehalten wurde. In Zentralasien steht man noch am Anfang. Tadschikistan will nun die drohende Epidemie mit einem finanzstarken Präventionsprogramm abwehren. Doch die Neu-Infektionen steigen dort stärker als anderswo. Eines der größten Ansteckungsrisiken ist Gastarbeit. Männer, die in Russland das Geld für die Familie verdienen, bringen immer häufiger auch das Virus nach Hause mit.

MOSKAU
In den 2.000 Moskauer Wohnheimen, in denen Arbeiter aus der russischen Provinz, Studenten und Flüchtlinge untergebracht sind, geht die Angst um. Grundstücks-Makler wollen die Heime aufkaufen und in teure Immobilien umwandeln.

EM-INTERVIEW

Die Formel 1 war schon da, in wenigen Tagen beginnen die Olympischen Sommerspiele in China und 2010 wird die Expo folgen. China war dann in kürzester Zeit Ausrichter von drei der vier bedeutendsten Großveranstaltungen der Welt. „Jetzt fehlt nur noch die FIFA Fußball-WM der Männer, denn die Frauen-WM war ja 2007 auch schon da“, meint Dr. Christian Geltinger, Chef-Repräsentant des Freistaates Bayern in Schandong, mit dem das Eurasische Magazin über die Bedeutung der Olympischen Spiele für das Reich der Mitte gesprochen hat.

EM-DOKUMENTATION

Eine neue Chance für die europäisch-chinesische Handelspolitik. Die Tatsache, dass es die Initiative Pekings war, dieses neue Forum überhaupt einzurichten, gibt Anlass zur Hoffnung.

SERBIEN
Nur wenige deutsche Unternehmen entscheiden sich bislang für eine Investition in Serbien. Grund für die Zurückhaltung ist vor allem das schlechte Image des Landes durch die anhaltende politische Instabilität und die Kriege in den 1990er Jahren. Tatsächlich bietet Serbien jedoch mit niedrigen Löhnen, günstigen Steuersätzen und gut ausgebildeten Arbeitskräften beste Investitionsbedingungen.

RUSSLAND
In Russland häufen sich die Fälle von Sklavenarbeit. Wie die Einwanderungsbehörde erklärt, gibt es in Russland fünf bis sieben Millionen illegale Gastarbeiter aus Zentralasien, dem Kaukasus und Moldawien, davon sind nach Einschätzung von Menschenrechtlern Tausende gehalten wie Sklaven, eine Rückkehr der Leibeigenschaft.

EURASIEN

Auf einer internationalen Eisenbahnkonferenz in Sotschi stellte die russische Bahn grandiose Modernisierungspläne vor. Auch von einer Beteiligung bei der Deutschen Bahn ist die Rede. Die Absicht stößt auf Gegenliebe: Der deutsche Bahnchef Mehdorn will ebenfalls seit langem eine Zusammenarbeit mit Russland.

VIETNAM

Nicht Missernten sind es, die weltweit die Nahrungsmittelpreise in schwindelerregende Höhen treiben. Es sind die Leute vor den Börsencomputern, die Glücksritter, die den Ärmsten das Brot so sehr verteuern, dass sie Hunger leiden müssen. Sie hungern, damit der Börsenspekulant reich wird. Satt ist der immer.

FRAUEN IN CHINA

Chinas neue Frauen entsprechen nicht dem Ideal der deutschen Feministin Alice Schwarzer. Das brauchen sie auch nicht, denn ihr Selbstbewusstsein speist sich weder aus sexueller Verweigerung noch aus aggressiver Arroganz gegenüber dem Mann. Die Frauen in der Volksrepublik wissen ganz einfach noch, dass Männer leichte Beute sind, wenn man sie zu nehmen weiß.

UMWELT IN CHINA

China ist das Land mit den meisten Umweltgesetzen der Welt, sie werden allerdings kaum eingehalten und dennoch: China landet in Sachen umweltfreundliches Konsumverhalten laut einer Umfrage auf Rang drei unter 14 Ländern. Schlusslicht ist wieder einmal die USA. Die Gründe für Chinas Positiv-Bilanz: Das Land vermeidet Abfälle und Schadstoffe, weil vieles noch nicht abgepackt wird, weil es noch wenig Autos gibt und weil auf den Hochhäusern seiner Städte Solarzellen montiert sind.

WERKTÄTIGE
In ihren russischen Werken unterlaufen europäische Automobilfirmen EU-Standards. Bei Renault Moskau müssen die Arbeiter ihr Essbesteck von zuhause mitbringen. Volkswagen startet sein Werk in Kaluga mit Leiharbeitern.

RITTERS RÜCKZUG

Quadratisch ja, praktisch und gut keineswegs – so fiel das Schlusszeugnis aus, das „Ritter Sport“ am Produktionsstandort Moskau zur Beendigung seines Joint Ventures veranlasste. Schlechte Rohstoffe und hohe Importzölle zwangen das weltbekannte Unternehmen zur Einstellung der Produktion am Rande der russischen Hauptstadt.

POLEN

Drei Stunden hatte der neue polnische Regierungschef Donald Tusk bei seinem Amtsantritt gesprochen. Am Sonntag hingegen reichten ihm 20 Minuten, um die Ergebnisse seiner ersten 100 Tage im Amt zusammenzufassen. Zu den größten Erfolgen dieser Zeit zählte Tusk die Änderungen in der Außenpolitik und den geplanten Rückzug der polnischen Truppen aus dem Irak noch in diesem Jahr.

RUSSISCHE TECHNOLOGIE
Vor den Toren Moskaus entsteht derzeit ein Hochtechnologie-Netzwerk. Russland gehört zu den sieben Hochtechnologie-Nationen der Welt, die winzigste Speicherchips herstellen können. Um den noch verbliebenen Rückstand aufzuholen, stützen sich die Russen auf technisches Wissen und auf Apparaturen aus dem Süden und Südwesten Deutschlands. In der in Selenograd bei Moskau neu eröffneten Mikrochip-Fabrik Sitronics stehen hauptsächlich Geräte „Made in Germany“. Langfristig will das Unternehmen des Oligarchen Wladimir Jeftuschenkow auch Nokia und Siemens-Handys mit SIM-Karten bestücken.

LANDFLUCHT IN RUSSLAND

Die boomenden russischen Großstädte Moskau, Sankt Petersburg und Nischnij Nowgorod ziehen junge Leute aus dem ganzen Land ab. In ihren Heimatorten bleiben vorwiegend ältere Menschen in trister Einsamkeit zurück. Besonders hart trifft es die Region Iwanowo, das alte Zentrum der russischen Textilindustrie rund 300 Kilometer östlich von Moskau. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat allein die Stadt ein Fünftel ihrer Einwohner verloren.

EURASISCHER LUFTVERKEHR

Trotz der zum Jahresende 2007 eingetretenen schwierigen Situation um den Flughafen Parchim (EM 12-07) sieht der Autor durchaus Möglichkeiten der positiven Weiterentwicklung. Und zwar nicht nur auf dem Hauptgebiet der Luftfracht von China über Parchim nach Afrika, sondern auch in der Anwendung der bestehenden Verbindungen für eine Förderung des chinesischen Regionaljets ARJ21-700 in Europa und Afrika.

EM-INTERVIEW

Seit Monaten steht das europäische Forschungslabor Columbus auf dem amerikanischen Weltraumflugplatz in Kalifornien herum. Die Technik der US-Weltraumbehörde NASA war bislang nicht in der Lage zu starten. Jetzt soll es am 7. Februar ins All gehen. Europa wünscht guten Flug für Columbus. Aber ein eigenes europäisches Raumschiff zu bauen, ist längst überfällig, sagt der Luft- und Raumfahrtexperte Peter Pletschacher im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin. Die Technologie ist da. Mit Russland steht ein erfahrener Partner zur Verfügung. Und bei der ESA wächst ein neuer Ehrgeiz, wieder nach den Sternen zu greifen.

RUSSLAND-GESCHÄFTE
Deutsche Unternehmen erwarten für das nächste Jahr weiter ein positives Geschäftsklima in Russland. Der Chef des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Klaus Mangold, sagt voraus, dass es unter Putin-Nachfolger Medwedjew wahrscheinlich nur „in Nuancen“ anders laufen wird.

ÖL UND GAS
Eine Wirtschaftschronik Kasachstans für das abgelaufene Jahr ließe sich überschreiben mit „Kooperation, Konkurrenz und Wirtschaftskrimi“. Gegenspieler, Leidensgenosse und Genosse ist Russland. In manchen Wirtschaftsbereichen strebt Kasachstan nach Eigenständigkeit – was dem großen Bruder missfällt – und doch ist Kooperation mit dem Kreml die Devise.

EURASISCHER LUFTVERKEHR

Das ehrgeizige Projekt des Luftfahrt-Drehkreuzes im Mecklenburg-Vorpommerschen Parchim scheint zu funktionieren. Wenn auch vorläufig noch auf Pump. Der chinesische Investor hat Zahlungsprobleme. Grund sei die bislang ausgebliebene Genehmigung der Regierung in Peking, Geld in das deutsche Projekt stecken zu dürfen. Der Dalai-Lama-Empfang im Kanzleramt durch Angela Merkel soll zu der Verzögerung geführt haben. Der „Spiegel“, recherchiert indes, weil es Ungereimtheiten in den Biographien einiger Protagonisten geben soll. Ungeachtet dessen werden aber von allen Beteiligten weiter Durchhalteparolen ausgegeben.

BALTIKUM
Im Baltikum boomt die Wirtschaft, in vielen Orten herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Doch die Zeitungen quellen immer noch über vor Stellenangeboten, in vielen Branchen fehlen inzwischen sogar Arbeitskräfte. Die Balten selbst zieht es ins westliche Ausland. Und Arbeiter aus der nahen Ukraine machen in Estland, Lettland und Litauen allenfalls Station, um nach Skandinavien weiterzuziehen. Also werben baltische Unternehmer jetzt Chinesen an – und diskutieren schon über IT-Mitarbeiter aus Indien oder Näherinnen aus Pakistan und Bangladesch.

RUSSLAND

Russland lässt sich ein neues Denkmal bauen. Der Wolkenkratzer „Föderation“, der in Moskau mit gewaltigem Tempo in die Höhe gezogen wird, soll Symbol sein für wirtschaftlichen Erfolg, neuen Reichtum und alte Stärke. Er wird 345 Meter über der russischen Hauptstadt aufragen. Mit Antenne sind es 420 Meter. Damit ist er Europas höchstes Gebäude. Die verspiegelten Doppel-Türme, von denen sich der erste bereits in Fertigstellung befindet, haben zwei deutsche Architekten entworfen. Bei der Planung mussten sie eine politische Vorgabe beachten: Der Wolkenkratzer muss der höchste in Europa werden.

ENERGIE

Die „Energiewaffe“ ist eine reine Fiktion, die auf Vorurteilen gegenüber Russland beruht. Einen Plan, Europa den Hahn zuzudrehen, gibt es nicht. Russland selbst würde wirtschaftlich am meisten verlieren – und es würde weltweit sein Vertrauenskapital aufs Spiel setzen.

AIRBUS

Wird der Airbuskonzern Teile seiner Produktion künftig noch weiter aufsplittern und in den Dollar-Raum verlagern, wo sie kostengünstiger ist? Wäre dies eine realistische Möglichkeit, das Kostenproblem in den Griff zu bekommen? Prof. Dr. Henning Klodt vom Kieler Institut für Weltwirtschaft ist nicht dieser Meinung. Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin vertritt er die Auffassung, dass entsprechende Äußerungen des Managements lediglich als Drohung gemeint seien. Es wolle damit erreichen, dass die Airbus-Produktion in Europa endlich viel stärker konzentriert wird.

AIRBUS

Airbus-Betriebsratsvorsitzender Rüdiger Lütjen hat den Konzern aufgefordert, seine Flugzeuge künftig teurer zu verkaufen, anstatt Arbeitsplätze zur Kostensenkung abzubauen. Er und einige Gewerkschaftskollegen wollen, dass Airbus künftig die Rechnungen nicht mehr in Dollar ausstellt, sondern sie in Euro präsentiert. Hintergrund ist der rapide Verfall der US-Währung, die in wenigen Jahren um nahezu 50 Prozent an Wert verlor. Da die Kosten für Airbus im Euro-Raum anfallen, würden die Maschinen gegen Dollar viel zu billig abgegeben, meinen die Gewerkschafter. Eine schlüssige Rechnung? Das Eurasische Magazin fragte Dr. Klaus-Heiner Röhl, der beim Institut der deutschen Wirtschaft für Mittelstands- und Regionalpolitik zuständig ist.

INTERNATIONALE WÄHRUNGSKRISE
In den USA werden dem Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz zufolge bald Millionen Menschen obdachlos sein, weil sie ihre Häuser und Wohnungen verkaufen müssen. Das Land des Dollars lebt seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse. Weltweit werden Bankenpleiten aus Dollargeschäften nur mühsam durch Milliarden-Geldspritzen von staatlichen Rettungsfonds verhindert. China und einige arabische Staaten, die bis vor kurzem noch als Entwicklungsländer eingestuft wurden, treten mit ihren Devisenreserven als Helfer in der Not auf und kaufen sich weltweit in immer mehr Firmen ein. Eurasiens Zukunftstechnologie leidet so vehement unter dem Dollarabsturz, dass jetzt schon Produktionsverlagerungen in die USA erwogen werden, weil dort anscheinend billiger produziert werden kann. Die Stimmung für den Dollar sinkt von Tag zu Tag. Ob es mit ihm als Leitwährung endgültig zu Ende geht, ist umstritten. Aber Tatsache ist, dass immer mehr Staaten auf den Euro setzen, dass sogar Hollywoodgrößen und andere Starverdiener ihre Verträge bereits in Euro aushandeln.

KASACHSTAN

An den Aralsee ist die Hoffnung zurückgekehrt – dank eines Staudamms in Kasachstan. Seitdem der von der Weltbank finanzierte Kok-Aral-Damm gebaut wurde, ist der Wasserspiegel des Aralsees um mehrere Meter angestiegen. Von der Fischerei kann man wieder leben. Menschen, die ihre Heimat verlassen hatten, kehren an den Aralsee zurück. Der Wermutstropfen: Das alles gilt nur für den nördlichen Kleinen Aralsee. Der größere Teil des Sees in Usbekistan ist endgültig verloren.

MOSKAU

Zehn Millionen Menschen drängen sich im Moskauer Stadtgebiet, und noch einmal vier Millionen wohnen in den aufstrebenden Randbezirken. Dort entstehen Subzentren – so auch in der einstigen Schlafstadt „Jugo Zapadnaja“. Eingezwängt zwischen moderne Moskauer Architektur und zu Füßen nichts als Stau: die alte Dorfkirche, das einzige Relikt aus vergangenen Zeiten.

EURASISCHE DIMENSIONEN

Über die Wege und Pfade der Seidenstraße hat seit jeher ein reger Austausch von Gütern, Kulturen und Religionen stattgefunden, von Techniken und Kunststilen. Ihre Verbindungen sind seit fünftausend oder sechstausend Jahren oder noch länger eine Art Schicksalsweg des eurasischen Kontinents – die älteste Handels-, aber auch Völkerverbindung der Welt.

KROATIEN
Kroatien plant den Bau eines gigantischen Kanals, der die Flüsse Save und Donau miteinander verbinden soll. 600 Millionen Euro sind für das Großprojekt eingeplant, das der kriegsgeschädigten Provinz Slawonien den wirtschaftlichen Aufschwung bescheren soll. Der Erdaushub wird auf eine Menge geschätzt, mit der 18 Cheops-Pyramiden gebaut werden könnten. Umweltschützer kritisieren, dass dadurch große Flächen trocken gelegt werden und die Zukunft wertvoller Eichenwälder gefährdet sein könnte. Kritik kommt auch von deutscher Seite. Das Projekt gefährde den Hochwasserschutz an der Donau und würde zu mehr Überschwemmungen führen.

KALININGRAD
Kaliningrad, das alte Königsberg, erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung und kommt Europa näher. Die russische Regierung lässt sich die Modernisierung der Stadt einiges kosten. Man will verstärkt Touristen aus Europa anlocken. Als Sonderwirtschaftszone bekommen Investoren in Russlands westlichstem Territorium Steuer- und Zollvergünstigungen.

RUMÄNIEN
Der Reiz im Lande zu investieren, ist ungebrochen. Allerdings sind es längst nicht mehr allein die niedrigen Lohnkosten, die namhafte Firmen aus dem Ausland anlocken. Heute werden vor allem qualifizierte Arbeitskräfte nachgefragt. Außerdem entwickelt sich das Land zu einem Absatzmarkt, in dem Autos, Elektrogeräte und Medien erfolgreich sind.

MONGOLEI

Wie sich die nomadische Mongolei zu einem konsumorientierten Land verändert hat, in dem westliche Lebensart mehr zählt als die alten Tugenden. Und warum daran auch der Kult um Dschingis Khan nichts ändert.

ASIATISCHES DENKEN
Die phonetische Übersetzung für Siemens lautet im Chinesischen „Tor zum Westen“. BMW bedeutet „kostbares Pferd“. Aber es gibt auch absolut negative Übersetzungsbeispiele für Marken und Unternehmen. So hört sich Coca Cola im Chinesischen an wie „Ke-kou-ke-la“, und das bedeutet „beiße die Wachs-Kaulquappe“. Schwitzende Sportler lösen keine positiven Assoziationen beim chinesischen Publikum aus und wenn farbige US-Basket-Ballstars einen Cartoon-Kung-Fu Meister und mehrere Drachen ausdribbeln, finden das die Menschen in Peking und Schanghai gar nicht lustig. Diese Beispiele zeigen, dass Asiaten einfach anders ticken. Wer erfolgreich sein will in Asien, sollte dies wissen. Die noch weithin unbekannte Disziplin des Neuromarketings kann hier weiterhelfen.

EURASIEN
Nach der Veröffentlichung der Europäischen Sicherheitsstrategie im Jahr 2003 waren die Erwartungen in China gegenüber der EU hoch, sowohl in Bezug auf die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die internationale Rolle Europas wie auch die bilateralen Beziehungen. Angesichts der Probleme der EU, Erweiterung und Vertiefung gleichzeitig voranzubringen, hat sich unter chinesischen Beobachtern mittlerweile Ernüchterung eingestellt. Wenn Europa in der wissenschaftlichen Debatte in chinesischen Fachzeitschriften auch kein so prominentes Thema ist wie die USA, so werden doch die Entwicklungen der Europäischen Union sehr aufmerksam verfolgt.

DEUTSCHLAND-CHINA

Das Eurasische Magazin sprach mit Klaus-Jürgen Iredi, Landrat des Kreises Parchim über Chancen und Weiterentwicklung des Flughafens, den im Sommer ein chinesischer Investor erworben hat.

EURASISCHES LUFTDREHKREUZ PARCHIM
Das Eurasische Magazin sprach mit Prof. Dr. Klaus Grützmacher, dem deutschen Berater des chinesischen Logistikunternehmens Link Global, das im Sommer den Flughafen Parchim erworben hat. Grützmacher wirbt dafür, dass sich auch andere Fluglinien des Parchimer Flughafens bedienen und dass sich verstärkt Hochtechnologiefirmen aus China auf dem Areal um das Luftdrehkreuz ansiedeln.

EURASISCHER LUFTVERKEHR

Eine Luftbrücke verbindet seit wenigen Tagen Parchim in Mecklenburg-Vorpommern mit Zhengzhou in Zentralchina und Urumuchi an der Nordwestgrenze des Riesenreiches. Eurasien hat damit eine erste direkte Fluglinie. Sie soll in Kürze wie eine Nabelschnur zwei Industrie-Zentren verbinden, die rund um die beiden Endflughäfen in Deutschland und China entstehen sollen. Möglich machte dies der chinesische Investor Jonathan Pang Yuliang, der den Parchimer Flugplatz mit seiner wechselvollen Geschichte kürzlich gekauft hat.

RUMÄNIEN
Ein Eisenbahnzug voll mit US-Soldaten und Ausrüstung, der Rumänien Richtung Serbien durchquert. Die Zugfahrt endet an einem Dorfbahnhof wegen fehlender Zollpapiere. Es ist Kosovokrise. Doch der Film geht tiefer, er durchmisst die ganze Tragik des rumänischen Lebens und den Zusammenprall der amerikanischen mit der osteuropäischen Kultur. Was passiert, wenn amerikanische Militärs in einem rumänischen Dorf unfreiwillig stranden? Was passiert, wenn zwei Kulturen, die miteinander selten in direkten Kontakt stehen, aufeinander treffen?

UKRAINE
Die Phosphorwolke, die nach einem Eisenbahnunglück in der Westukraine entstand, ist offenbar gefährlicher als zunächst angenommen. Die Zahl der Menschen, die wegen Vergiftungen in Krankenhäusern behandelt werden mussten, stieg auf 164. Präsident Juschtschenko warf der Regierung schwere Versäumnisse vor. Die Öko-Krise in der Nähe der Grenze zu Polen wird durch den Machtkampf zwischen Juschtschenko und Regierungschef Janukowitsch weiter angeheizt.

ASERBAIDSHAN
Noch stecken die Bemühungen um eine alternative Energieversorgung im Öl- und Gasland zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer in den Kinderschuhen. Aber es gibt ehrgeizige Ziele, die mit dem Kapital ausländischer Investoren und technologischer Hilfe – vor allem aus Deutschland – schon bald erreicht werden sollen.

TÜRKEI
Keine Privatisierung beschäftigte die türkische Öffentlichkeit bisher so intensiv wie die der türkischen petrochemischen Gesellschaft „Petkim“ im Juli 2007. Die Übernahme des 51-prozentigen Anteiles der Petkim für über zwei Milliarden US-Dollar durch das russisch-kasachische Konsortium „TransCentralAsia Petrochemical“ löste sowohl großes Aufsehen als auch heftige Empörung aus. Es wurde viel um die Identität der am Konsortium beteiligten Firmen spekuliert, wobei die türkischen Politiker im Wahlkampf versuchten, ein an sich rein wirtschaftliches Verfahren zu politisieren.

EURASIEN

Die eurasische Strategie ist einer der Grundsteine kasachischer Außenpolitik. Was man darunter zu verstehen hat und wie diese Strategie in Zukunft aussehen soll, erläutert im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN Dr. Bulat Klichbajewitsch Sultanow. Er ist Direktor des Kasachischen Instituts für Strategische Studien, KISS.

HEIMAT IN DEUTSCHLAND

Sie kommen aus ganz Eurasien in die Bundesrepublik Deutschland. Zwar gibt es in der Bevölkerung noch immer Angst, die Zuzügler könnten Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen. Aber nicht wenige Migranten schaffen inzwischen selbst Arbeitsplätze. Laut Statistischem Bundesamt leben in Deutschland mehr als eine halbe Million Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Sie bringen als besondere Qualifikation Mehrsprachigkeit, internationale Kontakte, Flexibilität und die Kenntnis anderer Kulturen mit. Tatjana Balzer stellt fünf Erfolgsgeschichten von eurasischen Einwanderern vor. Vier von ihnen sind Unternehmer.

INTERVIEW

Einer der Teilnehmer der wissenschaftlichen Plenarsitzung wissenschaftliche Plenarsitzung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) in Hamburg war Professor Sergej Kusnezow, stellvertretender Direktor des Instituts für regionale Entwicklung der Akademie für Wissenschaft Russlands. Im Gespräch mit dem EURASISCHEN MAGAZIN analysiert er die Probleme der regionalen Entwicklung in der Russischen Föderation

METROPOL-REGIONEN

2007 wohnen erstmals weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Das hat eine Untersuchung der Vereinten Nationen ergeben. Von den 6,5 Milliarden Menschen, die derzeit auf der Erde leben, ist mehr als jeder zweite ein Stadtbewohner. Auch die wissenschaftliche Plenarsitzung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) in Hamburg befasste sich kürzlich unter der Überschrift „Metropolregionen und territoriale Kohäsion“ mit diesem Phänomen. Etwa 250 Wissenschaftler und Spezialisten aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Holland, Polen, sowie Russland und Kanada diskutierten die Möglichkeiten der zukunftsfähigen Raumentwicklung.

RUSSLAND UND DIE WTO

Seit Beginn der 90er Jahre verhandelt Russland über einen Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO). Im November letzten Jahres unterzeichneten Russland und die USA ein Protokoll über den Beitritt. Doch der steht noch immer aus. Das EURASISCHE MAGAZIN sprach mit Maxim Medwedkow, dem Leiter der russischen WTO-Verhandlungsdelegation.

GOLFSTAATEN
Die Europäische Union steht nach langen und überaus zähen Verhandlungen vor dem Abschluss eines Abkommens für eine strategische Partnerschaft mit den Ländern des Golfkooperationsrats. Allerdings gibt es noch immer keine klare europäische Strategie für diese Region. Die Golfstaaten beginnen deshalb den Blick nach Asien zu wenden.

BULGARIEN
Bulgariens reiche Natur ist in akuter Gefahr. Aktuell wird über Gebiete diskutiert, die Bulgarien für das EU-Naturschutzprogramm Natura 2000 benennen sollte. Dabei hat sich eine enge Verknüpfung zwischen Regierung und Bauinvestoren offenbart, die nach Mafiamethoden arbeiten. Umweltschützer kämpfen nun gegen die Zerstörung der bedrohten Landschaft.

BULGARIEN

Seit der Wende erlebt der Islam eine Renaissance in Bulgarien. Teil des Aufbruchs ist auch „Merkez“, ein Unternehmen, das Fleisch- und Wurstwaren nach muslimischen Prinzipien herstellt. Dabei darf kein Schweinefleisch verwendet werden. Das Fleisch stammt zudem aus zertifizierten Schlachthöfen, in denen Tiere durch Ausbluten und ohne vorherige Betäubung getötet werden. Weil die Firma in Bulgarien erfolgreich ist, möchte man nun auch in die EU liefern.

GEWERKSCHAFTEN

Es ist der größte Arbeitskampf seit Jahren. Die Bandarbeiter bei Ford in St. Petersburg fordern Lohnerhöhungen und Arbeitsplatzgarantien. Der Versuch, durch importierte Autos von Ford in Deutschland den Streik zu unterlaufen, scheiterte an der Solidarität der dortigen Gewerkschaften.

NAHER OSTEN

Mit der Eröffnung privater Banken, mit Investitionen und dem Rat von Sachverständigen, will Deutschland das sozialistische Syrien beim Aufbau eines modernen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems helfen. Trotz der Abstempelung Syriens zum „Schurkenstaat“ bahnt sich ein neuer „Damaszener Frühling“ an.

ENGLAND

Großbritannien wird von der größten Einwanderungswelle seiner Geschichte regelrecht überrollt. 380.000 Arbeitsmigranten kamen seit der EU-Osterweiterung im Mai 2004 auf die Insel. Die Behörden hatten lediglich mit 13.000 Einwanderern pro Jahr gerechnet. Jetzt will die britische Regierung den Arbeitsmarkt abschotten. EU-Neubürger aus Rumänien und Bulgarien haben das Nachsehen.

WELTHANDELSORGANISATION
Russland wird in den westlichen Medien zunehmend attackiert. Man fühlt sich immer öfter an Methoden des Kalten Krieges erinnert, wenn von Putin als „Diktator“ gesprochen wird, von Russland als einem Land, das dem „Energiefaschismus“ verfallen ist. Zugleich ist vom „strategischem Bündnis mit Russland“, von „Energiepartnerschaft“ usw. die Rede. Der deutsche Außenminister Steinmeier spricht von einem „Zukunftsbündnis“ der EU mit Russland. Ende des Jahres 2006 gaben die USA Russland den Weg in die Welthandelsorganisation (WTO) frei. Was bedeutet das für die internationalen Beziehungen, was für Russland selbst?

ENERGIERESERVEN
Das Problem der Stockmann- Felder enthält drei sehr unterschiedliche Aspekte: Eine neue Runde in der Klima-Krise, eine neue Konstellation im „Great Game“ und schließlich eine weitere Stufe auf dem Weg in eine Neuauflage des Kalten Krieges mit zeitgenössischen Mitteln. Zusammen bilden die drei Aspekte ein gefährliches Gemisch.

RUSSLAND

Russland hofft auf Milliardenaufträge für Waffen und Atomkraftwerke. Die beiden Länder wollen außerdem gemeinsam Flugzeuge bauen, und Indien soll einen begrenzten Zugang zum russischen satellitengestützten Navigationssystem GLONASS bekommen.

RUSSLAND-KASACHSTAN
Wenn über Russland und Energie debattiert wird, dann dürfen die Schlagwörter „Einsatz der Energiewaffe“ und „Rohstoffnationalismus“ nicht fehlen. Entgegen diesem Trend etabliert sich eine besondere Energiepartnerschaft zwischen Russland und Kasachstan - wobei die Zweckgemeinschaft hinter den Kulissen nicht ganz ungetrübt ist.

KASACHSTAN

Fünfzehn Jahre nach dem Ende der Sowjetunion hat sich die einstige Sowjetrepublik Kasachstan zum „Kuweit Zentralasiens“ gemausert. Gebrauchtwagen aus Deutschland sind der Renner. Doch am neuen Reichtum haben die wenigsten Teil. Und einige vermissen auch Errungenschaften von einst, wie Ferienlager und kostenlose Medizinversorgung.

GÜTERVERKEHR EUROPA-ASIEN

Die Weichen sind gestellt. Am 20. November wurden zwischen den Bahngesellschaften von China, Russland und Deutschland Vereinbarungen für die Verbindung ihrer Schienennetze getroffen. Dies ist die Geburtsstunde der Vernetzung der größten Landmassen der Erde im eurasischen Verkehrsverbund. Von Schanghai bis Berlin und von Rotterdam bis Peking sollen in Kürze durchgehende Gütertransporte rollen. Die Bahn braucht für die Route quer durch den eurasischen Kontinent weniger als ein Drittel der Zeit, die für einen Transport mit dem Schiff benötigt wird.

RUSSLAND-EUROPA
Die Kooperationswünsche Russlands mit der Europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie sind unübersehbar. Letzte Woche hat Wladimir Putin wieder ein Hindernis aus dem Weg geräumt. Auch in Deutschland mehren sich inzwischen die Stimmen, die für eine engere Zusammenarbeit eintreten.

RUSSLAND-EUROPA

Die Zusammenarbeit der eurasischen Flugzeugbauer und Rüstungskonzerne wird enger. Moskau hat die Gunst der Stunde erkannt und ist mit einem Milliarden-Euro-Betrag bei Europas größtem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS eingestiegen. Weitere direkte Investitionen und Überkreuzbeteiligungen sind vorgesehen. In Moskauer Kommentaren heißt es: Die russische Beteiligung am EADS-Konzern und die enger werdende russisch-europäische Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrt seien Gebote der Zeit.

PUTIN-BESUCH

So lautet das Fazit, das Staatsminister Gernot Erler im Interview mit dem EURASISCHEN MAGAZIN zieht. Das Gespräch fand statt aus Anlass des bevorstehenden Deutschland-Besuchs des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin. Wir sprachen mit Gernot Erler über die Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrt zwischen Russland und der EADS, über Fragen der Energielieferungen und über die Konflikte zwischen USA und Russland im Kaukasus.

RUSSLAND

Auf den Märkten in Sankt Petersburg stehen auffallend viele Frauen ihren Mann. Sie schlagen sich als Marktpendlerinnen zwischen Stadt und Provinz durch. Nachdem die Betriebe nach der Wende viele ihrer Arbeitskräfte einfach auf die Strasse gesetzt haben, zählen weder Hochschuldiplom noch Fachausbildung. Ehemalige Kindergärtnerinnen verkaufen an ihren Ständen Billigklamotten, Betriebsärztinnen heiße Piroggen auf den Bahnhöfen. Mitleid gibt es nicht.

RUSSLAND
Russland soll nicht länger ausbluten. Mit einem Einwanderungsprogramm will der Kreml russischsprachige Arbeitskräfte aus den Nachbarländern anwerben. Unklar ist noch, wie es umgesetzt werden soll und ob Muslime auch „Landsleute“ sind.

KASACHSTAN

Dank ihres starken Wirtschaftswachstums und immenser Überschüsse in der Handelsbilanz häufen Kasachstans große Nachbarn China und Russland Devisenreserven in Milliarden Dollar an. Die riesigen Wachstumsmärkte Russlands, Chinas und Indiens gelten als kommende Zentren der Globalisierung - Kasachstan liegt inmitten dieser Wirtschaftsdynamik auf dem eurasischen Kontinent.

GLOBALISIERUNG

Prof. Dr. Rolf J. Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, über die Ablehnung der WTO-Mitgliedschaft Russlands durch die USA, die Bedeutung der asiatischen Wirtschaftsentwicklung für die westlichen Industrieländer und weshalb Amerika seine weltweite Dominanz künftig teuer zu stehen kommen könnte.

WELTBANKSTUDIE
Die Armut in Indien, Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka könnte drastisch reduziert werden, wenn die Länder Investitionen und Produktivitätswachstum stärker fördern würden. Die Weltbank drängt daher Südasien zu mehr Unternehmerfreundlichkeit. Außerdem sollen die Länder der Region enger zusammenarbeiten. Die südasiatische Wirtschaftsgemeinschaft SAARC ist zu wenig effizient. Vielleicht ändert sich das, wenn im Juli entschieden wird, ob China und Japan mit ins Boot geholt werden.

RUSSLAND

Die Studie eines US-Unternehmensberaters bestätigte jetzt, was die Moskauer schon lange wissen und was jeder Besucher der russischen Hauptstadt am eignen Geldbeutel sofort spürt: Moskau ist wahnsinnig teuer, ist derzeit sogar die teuerste Stadt der Welt. Nach dem in New York veröffentlichtem Bericht von Mercer Human Resource Consulting löste die russische Hauptstadt Tokio als teuerste Stadt ab. Japans Hauptstadt liegt jetzt nach Seoul auf Platz drei. Die teuersten europäischen Städte nach Moskau und London (Platz fünf) sind Genf (Platz sieben) und Kopenhagen (Platz acht). Deutsche Städte sind nicht unter den ersten 50 auf der Liste.

MOSKAU

Am südlichen Stadtrand von Moskau bauen Bürger Barrikaden, um den geplanten Abriss von Holzhäusern zu verhindern, in denen sie seit Jahrzehnten wohnen. Hier sollen neue Wohnblocks entstehen, für Bürger aus dem Stadtzentrum, denn dort müssen viele Wohnungen den Errungenschaften des modernen Moskaus weichen: Glaspalästen, Einkaufsstraßen, Nobelrestaurants.

UMWELTSCHUTZ

Kremlchef Putin hat bei seinen Russen gewaltig an Sympathie gewonnen, nachdem er mit einem Federstrich den Baikal-See vor einer möglichen Ölkatastrophe bewahrt hat. Eine solche sahen Umweltschützer durch eine Ölpipeline gegeben, deren Route am Seeufer entlangführen sollte. Wladimir Putin hat bestimmt, dass die Leitung nun um 40 Kilometer weiter nach Norden verlegt wird. Dies sei man künftigen Generationen schuldig. Immerhin ist der Baikal das größte Trinkwasserreservoir der Erde.

RUßLANDS ENERGIEPOLITIK

Russlands Energiepolitik sorgt derzeit für Unruhe in der Europäischen Union. Es wird befürchtet, Moskau könne die Gas- und Ölhähne bei politischen Unstimmigkeiten zudrehen. Alexander Rahr, Putin-Biograph und GUS-Experte hält diese Befürchtungen gegenwärtig für unbegründet, sieht Rohstofflieferungen aus Russland nicht gefährdet

ARABISCHE EMIRATE

Selbstbewusst und bestens ausgebildet wächst eine neue Generation von Frauen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (V.A.R.) heran. Jung, ehrgeizig, zielstrebig. Anders als ihre Mütter und Großmütter absolvieren sie ein Studium, starten eine berufliche Karriere und werden unabhängiger von ihren Männern. Vom 12.-14. März 2006 trafen sich im exklusiven Ambiente des Emirates Palace Hotel in Abu Dhabi 1.200 Studentinnen und Dozentinnen aus 87 Nationen zur „Women as Global Leaders Conference“. Die Konferenz, die dieses Jahr zum zweiten Mal in der Golfregion abgehalten wurde, stand unter dem Motto „Communities in Transition“.

IRAN

Der Iran will auf der Insel Kish im Persischen Golf eine Ölbörse eröffnen, an der nicht mehr in Dollar, sondern in Euro abgerechnet wird. Behrooz Abdolvand, gebürtiger Iraner, Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin Chancen und Auswirkungen dieses Vorhabens.

EUROPAS ENERGIEABHÄNGIGKEIT

In der Europäischen Union sind fast ausschließlich die Ministerien für Wirtschaft und Umwelt mit der Energieversorgung befaßt. Außenpolitische und strategische Überlegungen spielen eine viel zu geringe Rolle. Deutschland ist besonders marktgläubig. Im Frühjahr soll nun erstmals seit Jahrzehnten ein politischer „Energiegipfel“ der Berliner Regierung stattfinden.

DIE NEUE OPEC

Rußlands Reichtum an Bodenschätzen wird auf 40 Trillionen Dollar geschätzt. Für seine Exportpolitik Richtung Westen spielt Erdgas die entscheidende strategische Rolle. Wenn es den Verbund mit den energiereichen zentralasiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken zustandebringt, kann Moskau daraus eine neue OPEC des Erdgases schmieden. In Eurasien ist ein neues Spannungsfeld globaler Energiepolitik entstanden. Die Sicherheitslage des Westens wird ein Zugehen auf Rußland erforderlich machen.

CHINA

Vom kleinen und großen Glück: Sören Urbansky berichtet aus dem Alltag in der nordostchinesischen Stadt Harbin. Seine Reportage zeigt eindrücklich die Zweiklassengesellschaft im heutigen, offiziell klassenlosen China.

WÄHRUNGSPOLITIK
Die USA haben mit Ben Bernanke, dem bisherigen Wirtschaftsberater von George W. Bush, einen neuen obersten Währungshüter. Er tritt als Chef der US-Notenbank die Nachfolge des legendären Alan Greenspan an, der ihm ein schweres Erbe hinterläßt: Das amerikanische Haushaltsdefizit wächst ungebremst. Dem Dollar droht die Abwertung. Viele Währungsfachleute erwarten daraus im Jahr 2006 vor allem Vorteile für den Euro.

PROGNOSEN
Wie geht es weiter mit der Energieversorgung der Welt – wohin entwickeln sich die Preise? Wird genug Kapital mobilisiert, um alle Ressourcen ausbeuten zu können – und für wie lange werden sie reichen? Mit diesen Fragen befassen sich wissenschaftliche Institutionen von Staaten und Energiekonzernen. Das EURASISCHE MAGAZIN hat zusammengestellt, was die Internationale Energieagentur in Paris und die Geologische Bundesanstalt in Hannover vorhersagen.

ENERGIEVERSORGUNG

Bestimmen künftig die Länder mit den größten Energiereserven die Weltpolitik? Haben Länder wie der Iran, Katar oder Rußland die westlichen Industrieländer in der Hand? Werden Öl und Gas unbezahlbar, oder bietet die hochentwickelte Technik der Industrieländer neue Wege zur Verbilligung und Sicherung der Energieversorgung? Dr. J. Peter Gerling von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover analysiert im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin die Lage.

POLEN

Die weltweit bekannteste Einzelgewerkschaft ist ohne Zweifel die Solidarnosc. Sie hat maßgeblich zum Ende des gesamten Ostblocks beigetragen. Jetzt ist Polen auf dem Weg zur Pluralisierung der Lebensstile. Die Bereitschaft zur gewerkschaftlichen Organisation nimmt stark ab. Und eineinhalb Jahrzehnte nach dem Ende des Kommunismus stecken nun auch Polens Automobilgewerkschaften im Dilemma. Sie werden zerrieben zwischen innerer Zersplitterung und äußerem Veränderungsdruck.

WIRTSCHAFT
Von den wirtschaftlichen Chancen und Risiken, die sich ergeben, wenn Europa und Asien zusammenkommen.

CHINA

Während eines Praktikums in der 20-Millionenmetropole Schanghai, der größten Stadt Chinas, sind der Autorin Zweifel gekommen, ob sich die Volksrepublik wirklich auf einem unaufhaltsamen Weg zur Wirtschaftsgroßmacht befindet. Ihr Bericht handelt von vielen Unzulänglichkeiten und einer Menge eigener Erfahrungen.

EURASISCHE ENERGIEPOLITIK
Es ist das ehrgeizigste Projekt des russischen Energieriesen Gazprom. Seine Realisierung soll 4,6 Milliarden Euro kosten. Am 8. September kommt Putin zur Vertragsunterzeichnung nach Berlin. Zusammen mit Bundeskanzler Schröder und deutschen Wirtschaftsführern soll das gigantische Unternehmen besiegelt werden.

OSTEUROPA
Die östlichen Regionen Europas bis hin zu den GUS-Ländern haben sich 2004 positiv entwickelt. Ausländisches Kapital für weitere Investitionen steht bereit.

KAUKASUS

Gerade wurden die ersten Abschnitte der BTC-Pipeline in Aserbaidschan eingeweiht. Die 1.800 Kilometer lange Ölröhre von der Kaspischen See zur Mittelmeerküste soll den Westen unabhängiger vom arabischen Öl machen. Doch das drei Milliarden Dollar teure Projekt ist nicht unumstritten. Die BTC verläuft durch ökologisch sensible Regionen und erdrutschgefährdete Bereiche.

NAHER OSTEN
Von westlichen Medien weitgehend unbeachtet, vollzieht sich in Syrien ein wirtschaftspolitischer Wandel. Der Staat behält zwar die ökonomische Oberaufsicht, aber das Mittel der zentralen Planung werde abgeschafft, wie aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervorgeht.

RUßLAND
Wegen des anhaltenden Bevölkerungsrückgangs ist das russische Wirtschaftswachstum bedroht.

POLEN

Der starke Zloty hält die deutsche Kundschaft von polnischen Grenzmärkten fern. Die Händler bangen um ihre Existenz.

EU-OSTERWEITERUNG
Hintergründe zu den gescheiterten EU-Beitrittsverhandlungen

MAGNETSCHWEBEBAHN

Auch wenn im Erfinderland Deutschland noch immer keine Transrapid-Strecke in Sicht ist, in anderen eurasischen Ländern hat die Magnetschwebebahn offenbar neue Chancen.

KASACHSTAN

Kasachstan wird dieses Jahr mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung von rund neun Prozent zu den zehn wachstumsstärksten Volkswirtschaften weltweit gehören. Die zentralasiatische Republik ist die aufstrebende Transformationsökonomie Eurasiens.
Wem gehört Russland und wer benutzt Chodorkowski?

WÄHRUNGSPOLITIK
Schneller als von vielen Währungsexperten erwartet, schichten Zentralbanken weltweit ihre Reserven um. Großer Verlierer dabei ist der Dollar. Die Euro-Bestände werden dagegen stark aufgestockt.

INTERVIEW

Jedes europäische Unternehmen, das zur Zeit nach Asien geht, stellt dort seine wertvollsten Ressourcen zur Verfügung: technologischen Vorsprung und eine lange Erfahrung auf den Weltmärkten. Was das für die Europäer bedeutet, erklärt im Interview mit dem Eurasischen Magazin Frau Dr. Hanne Seelmann-Holzmann von der „Dialog-Unternehmensberatung für erfolgreiche Asiengeschäfte“. Sie warnt: „Die westlichen Unternehmer züchten sich ihre späteren Überwinder selbst heran, ohne es zu merken.“ Hauptgrund für den leichtfertigen Umgang mit dem wertvollen Gut Wissen sei eine fehlende Asienstrategie.

WÄHRUNGSPOLITIK
Amerika verschlingt 75 Prozent der Leistungsbilanzüberschüsse aller Industrieländer. Das Zwillingsdefizit aus seinem Schuldenhaushalt und seiner negativen Handelsbilanz gefährdet die Wirtschaft der ganzen Welt. Der erstarkende Euro, der bislang die Exportmöglichkeiten der Europäer erschwert, könnte unvermittelt zur Chance der Weltwirtschaft werden: Wenn das Erdöl der OPEC künftig nicht mehr in Dollar, sondern in Euro gehandelt würde.

NORDSIBIRIEN

Rentierzüchter Tichon hat Angst um seine Weideflächen. Die Gaskonzerne im nordsibirischen Jamal-Nenzen-Gebiet, „bohren auf den besten Plätzen.“

AUF DEM WEG IN DIE EU
Bis Ende der 1990er Jahre war Bulgarien ein Beispiel erfolgloser Transformation in Politik und Wirtschaft. Nach einer rigiden Reformpolitik hat das südosteuropäische Land jetzt – noch vor Rumänien – alle Kapitel der EU-Beitrittsverhandlungen abgeschlossen und könnte 2007 beitreten.

SCHWEDEN-EXPANSION NACH ASIEN
Die gesamte Produkt-Palette des Möbelhauses Ikea wird jetzt auch in China unters Volk gebracht. Das weltweit meistverkaufte Regal „Billy“ soll Wohnungen in Peking und Schanghai erobern. Nach anfänglichem Zögern kaufen die Chinesen den skandinavischen Erfolgsschlager und entdecken außerdem die schwedische Küche im Ikea-Restaurant.

VERKEHRSPOLITIK
Die Mängel der Infrastruktur zwischen Europa und Asien als Chance.

GROßBRITANNIEN

Die Ölfunde der siebziger Jahre in der Nordsee waren für Großbritannien ein unverhoffter Segen. Die eigene Versorgung war gesichert und über Jahrzehnte konnte das Land durch Ölexporte seine Handelsbilanz positiv gestalten. Doch jetzt geht das schwarze Gold zur Neige, und England hat ein Problem.

USBEKISTAN
EBRD und Japan stellen gemeinsam weitere Fördermittel für Mikrokreditgeschäft in Usbekistan bereit

ENGLAND
Während die meisten Volkswirtschaften im westlichen Europa kaum Wachstum aufweisen, gibt es vom Vereinigten Königreich immer neue Meldungen über die Expansion des Konsums und des gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Allerdings steigt auch die Inflation.

EURASIEN
Prof. Dr. Rolf J. Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, über die Bedeutung der asiatischen Wirtschaftsentwicklung für Europa und für den eurasischen Kontinent.

DER FALL YUKOS

Der ehemalige Yukos-Chef Chodorkowski steht vor Gericht – seine fruheren engsten Vertrauten gehen auf Distanz zu ihm und suchen den Schulterschluß mit dem Kreml.

LOGISTIK
Nirgends wachsen die Geschäfte der Logistik-Unternehmen derzeit schneller
als in Asien. Mit Milliarden-Investitionen steigen vor allem Deutsche und Amerikaner
in den lukrativen Markt ein. Die Deutsche Post wird im Jahr 2004 erstmals mehr
Geschäfte im Ausland abwickeln als auf dem heimischen Markt. Schwerpunkt
ist China.

MOTORISIERUNG IN ASIEN

In der Volksrepublik China hat das Geschäft mit Autos gerade so richtig
begonnen. Die bayerische Edelmarke BMW eröffnete jetzt in Shenyang an
der Grenze zu Nordkorea ihr erstes Werk. Die Konkurrenz der westlichen Autoproduzenten
auf dem chinesischen Markt nimmt rasch zu. Schon rechnen Fachleute mit harten
Preiskämpfen.

HANDEL IN EURASIEN

Eurasien, das ist auch ein riesiger Markt, der vor Jahrhunderten
schon einmal durch die Seidenstraße weitgehend erschlossen war. In
unserer Zeit wird das Handelsnetz auf dem eurasischen Kontinent neu geknupft.
Zum Beispiel von Metro.

FLUGZEUGINDUSTRIE
European Aeronautic Defence and Space Company (EADS), entwickelt sich zu
einer unaufhaltsamen Erfolgsgeschichte. Der europäische Firmenzusammenschluß,
dem u.a. 80 Prozent an Airbus Industries gehören, will mit dem russischen
Luftfahrtkonzern Irkut kooperieren, und wächst damit in eurasische Dimensionen.

EURASISCHE BEZIEHUNGEN

Die rasch wachsende Wirtschaft des neuntgrößten Landes
der Erde macht es in Ost und West attraktiv. Sowohl China als auch Deutschland
wollen ihr Handelsvolumen mit dem zentralasiatischen Land in den kommenden
Jahren verdoppeln. In der EU-Osterweiterung wittert Kasachstan neue Chancen,
denn es verfugt uber traditionell gute Kontakte zu den Beitrittsländern.

WÄHRUNGSUNION

Nach dem EU-Beitritt der zehn neuen Mitgliedsstaaten wird es etwa
zwei bis drei Jahre dauern, bis das erste Land auch der Währungsunion
angehört

BAUSPAREN IM REICH DER MITTE
Chinesen lieben das eigene Heim. Und sie erreichen mit 35 Prozent weltweit
die höchste Sparquote. Was liegt näher, als sie nun auch mit dem
Gedanken des Bausparens vertraut zu machen. Die größte deutsche
Bausparkasse Schwäbisch Hall ist in den riesigen China-Markt eingestiegen.

GUS
Die Annäherung der Ukraine an die Nato versucht Moskau mit wirtschaftlicher
Einbindung zu unterlaufen.

ASIEN
Erstmals uberstieg das Pro-Kopf-Einkommen die Tausend-Dollar-Marke

DEUTSCHLAND-CHINA

Investoren aus der Volksrepublik China helfen dem Regionalflugzeug Do 728
wieder in die Lufte – uber 500 Neueinstellungen sind dafur bei
Fairchild Dornier geplant – Bauteile sollen verstärkt aus Asien kommen – das
Unternehmen rechnet mit Bestellungen aus dem Fluglinien-Netzwerk Star Alliance.

EU-BEITRITTSLÄNDER
Welche Veränderungen die Integration der Beitrittsländer
fur Europa bringen wird

RUßLAND
Die Verhaftung des reichsten russischen Oligarchen, Michail Chodorowski, wegen Betrugs und Steuerhinterziehung bescherte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin weltweit negative Schlagzeilen. Vielerorts wurde sie als Fanal fur eine beginnende neue Verstaatlichung der Wirtschaft des Landes interpretiert. Rußland-Experte Kai Ehlers vertritt in seiner Analyse die These, hier gehe es weder um eine Ruckfuhrung von Vermögen in Staatseigentum noch um eine neue Privatisierungswelle. Es handle sich bei dem aktuellen innenpolitischen Konflikt lediglich um die Aufteilung der Beute aus der bisherigen Privatisierung.

BAKU-TIFLIS-CEYHAN-PIPELINE
Im Jahr 2005 soll die Erdölpipeline aus dem aserbaidschanischen Baku uber die georgische Hauptstadt Tiflis zum turkischen Mittelmeerhafen Ceyhan fertiggestellt sein. Was ein reines Wirtschaftsprojekt zu sein scheint, ist in erster Linie der Versuch der aserbaidschanischen Regierung, sich aus der Abhängigkeit Rußlands zu befreien. Auch noch zwölf Jahre nach der offiziellen Auflösung der UdSSR laufen die großen Erdölleitungen, die den Kaspischen Raum mit den Weltmärkten verbinden, uber russisches Territorium.

WÄHRUNGSPOLITIK
China gilt in den USA als Hauptschuldiger an den amerikanischen Wirtschafts- und Finanzproblemen – Pekings Währung steht unter massivem Aufwertungsdruck – die USA leben uber ihre Verhältnisse und verstricken sich in eine unproduktive Militärpolitik – von Experten wird bereits ein Dollar-Absturz prophezeit.

SUDASIEN
Die Gewinne der größten Unternehmen des Landes sind im vergangenen
Jahr um 58 Prozent gestiegen – durch ergiebige Monsunregenfälle wächst
auch die Agrarproduktion – nur in China geht es noch rascher aufwärts.
Zwei konkurrierende Projekte zur Erschließung neuer Energiekorridore
in Eurasien

RUßLAND
Der Technologiekonzern Siemens ist seit 150 Jahren in Rußland aktiv

ITALIENISCHE MODE FÜR FERNOST

Entgegen dem Trend setzen die extravaganten Italiener nicht auf Konsolidierung
und Einschränkung von Produktion und Marktpräsenz – ein Joint
Venture in Hongkong dient als Sprungbrett – von hier wollen sie neue Kundinnen
in Japan, Korea, Taiwan und Singapur fur ihre Modelle begeistern

FLUGZEUGINDUSTRIE
Nach 30 Jahren Aufholjagd ist das europäische Unternehmen Airbus Industries
die Nummer eins in der Welt – vor allem orientalische und asiatische Fluglinien
kaufen heute statt beim US-Konzern Boeing lieber beim europäischen Konkurrenten

ENERGIEQUELLEN
Die EU fördert ein teures Pilotprojekt – in Island wurde die erste
Wasserstofftankstelle der Welt eröffnet – hat damit die Befreiung
aus der Abhängigkeit vom Erdöl begonnen?

BIP-PROGNOSEN DES IWF FUR 2003/2004
In China, Indien, Rußland und dem Baltikum gibt es Wachstumsraten von
denen der Westen nur träumen kann – so richtig abgehängt ist
im Osten nur Japan.

WÄHRUNGEN IN EURASIEN
Die chinesische Notenbank, die „People‘s Bank of China“,
hat nach Auskunft von Devisenhändlern ihre Euroreserven in jungster
Zeit mehrfach erhöht - gleichzeitig steigt die Nachfrage bei chinesischen
Geschäftsbanken nach der EU-Währung deutlich an.

NEUER MARKT IN ASIEN
Weniger als ein Prozent der Inder verfugen bisher uber ein Kraftfahrzeug
– vor allem deutsche Hersteller investieren jetzt in den riesigen Markt
von einer Milliarde Menschen

FUSIONEN AUF DEM MARKT DER STROM- UND GASVERSORGER
Der Energiemarkt auf der iberischen Halbinsel verspricht hohe Wachstumschancen – europaweit werden nur wenige große Versorger für Strom und Gas überleben

WEST-AUTOS IN RUßLAND IMMER BELIEBTER
Modelle auf dem technischen Stand der Breschnew-Ära sind nur noch schwer verkäuflich – Importe ausländischer Gebrauchtwagen steigen – jetzt produzieren auch westliche Hersteller in russischen Produktionsstandorten.
Der Ölkrieg wird auch um die Vorherrschaft von Dollar und Euro geführt - Von Prof. Dr. Elmar Altvater
Wirtschaftswissenschaftler und Börsenfachmann Dr. Marc Faber, Hongkong, über den Aufstieg eurasischer Mächte und den Niedergang des amerikanischen Imperiums. Ein Exklusiv-Interview.

FIRMENEXPANSION
Der Konzern betreibt Großmärkte in China, Vietnam und Japan – Ende 2003 will das größte deutsche Handelsunternehmen sein erstes SB-Warenhaus in Moskau eröffnen
Chinas Bedeutung als Wirtschaftsmacht wächst - durch ein Freihandelsabkommen der ASEAN-Länder mit der Volksrepublik soll der größte Markt der Welt entstehen

EURASISCHE MÄCHTE

EURASISCHE MÄCHTE
Der Präsident des größten eurasischen Landes, Wladimir Putin, drängt weiter auf entschlossene Wirtschaftsreformen in Rußland. Ganz oben auf seiner Prioritätenliste steht die Eindämmung der Bürokratie. Noch immer kommandiere die Verwaltung viel zu viel.