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Themen: Wirtschaft
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Abzocke, Gier, Staatsversagen, hemmungslose Verschuldung – das sind die negativen Werte, das ist der Stoff aus dem die Krise kommt. Und er ist immer noch reichlich vorhanden. Noch immer lebt Amerika über seine Verhältnisse. Und an der Wall Street tun viele so, als sei nichts passiert.
„Vor allem ein Grund ist ausschlaggebend dafür, warum sich der Westen nicht über die große Demokratisierung des menschlichen Geistes freuen kann: Er ist sich nur zu deutlich bewusst, dass der große Tag der Abrechnung kommen wird, wenn sich dieser Trend fortsetzt.“ (Kishore Mahbubani)
„Nischen hat es immer gegeben“ schreibt der Autor dieser frappierenden Internettheorie, „doch erst jetzt, da sie leichter und günstiger zu erreichen sind – Verbraucher finden Nischenprodukte, und Nischenprodukte finden ihre Abnehmer – entwickelt sich daraus plötzlich eine kulturelle und wirtschaftliche Kraft, die nicht mehr ignoriert werden kann.“ – Es ist eine Revolution.
Erkenntnistheorie und Management stehen prinzipiell vor den gleichen Aufgaben: Möglichst sichere Erkenntnisse erzielen und dazu Verknüpfungen bilden und Synergien herstellen. So der Autor des Buches. „Wir brauchen mehr Kant in der Wirtschaft“ fordert Bernd Niquet und untermauert dies mit teils überraschenden Erkenntnissen aus dem philosophischen Werk seines Königsberger Kronzeugen.
Wieder hat der Berliner Wirtschaftsanwalt Karl Pilny die heraufziehende Übermacht Asiens beschworen. Indien und China stellen rund ein Drittel der Weltbevölkerung und haben in der globalen Wirtschaft trotz unterschiedlicher Staats- und Rechtsform in den letzten Jahren auf eindrucksvollen Weise Einfluss gewonnen. Er spricht bereits von „Chinindia“, bezeichnet den Subkontinent als „Callcenter der Welt“ und das Reich der Mitte als „Weltfabrik“.
Worauf es im Chinageschäft ankommt, warum die richtige Strategie entscheidend ist für den Erfolg, wie die Erfahrungen von deutschen Unternehmen im Reich der Mitte aussehen und was China-Neulinge davon lernen können – das ist umrissartig der Inhalt dieses Buches. Der Leser wird sehr lebensnah und teils recht humorvoll in asiatische Gepflogenheiten eingeführt. Und ganz nebenbei erfährt er in einem „Exkurs“ was z.B. die Begeisterung mancher deutscher Männer für chinesische Frauen an geschäftlichen Folgen nach sich ziehen kann.
Warum China und Japan auf dem besten Weg sind, zu neuen Weltmächten aufzusteigen. Ihre geschichtlichen und kulturellen Hintergründe, die Wirtschaftsstrategien ihrer Politiker und die Dynamik, die sie auf dem Weg zur Weltspitze entwickeln. Das ist der Inhalt dieses faktenreichen Buches in dem der Autor eindeutige Prognosen wagt.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2002, 128 Seiten (inkl. Europakarte, Schautafeln, Graphiken, Glossar, Literaturverzeichnis), 8,90 Euro, ISBN 3-596-15366-2
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