
KIRGISIEN
Am 07. April 2010 wurde der Präsident der Republik Kirgisien, Kurmanbek Bakijew, gewaltsam gestürzt. Ein Vorgang, der in ähnlicher Weise bereits vor fünf Jahren zu beobachten war - damals wurde Askar Akajew im Rahmen der Tulpenrevolution von Bakijew aus seinem Amt enthoben. Ebenfalls am 7. April dieses Jahres wurde die Weltöffentlichkeit Zeuge eines anderen Ereignisses: US-Präsident Barack Obama und sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew vereinbarten den weiteren Abbau ihrer jeweiligen Atomwaffenarsenale. Die Parallelität dieser Ereignisse verdeutlicht einmal mehr, wie sehr sich die Welt im Umbruch befindet.

KASACHISCHER FILM

Ein Leben in Staub, Sand und wärmenden Decken. Ein paar Quadratmeter für die Wohn-Koch-Schlafnische unter freiem Himmel. Daneben der wacklige Holzzaun für den Pferch der Tiere. Und die Steppe ist immer die Grenze. Weglaufen geht nicht. Sergei Dwortsevoj, der kasachische Meister-Regisseur hat mit seinem Spielfilm über eine nicht realisierte Liebe und ein dramatisches Zerbrechen der nomadischen Existenz viel Poesie und harte Realität unter dem weiten Himmel Kasachstans eingefangen. Zu sehen in deutschen Kinos ab 03. Dezember.

KASACHSTAN

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist die weltweit größte regionale Staatenkonferenz zum Thema Sicherheit und gleichzeitig wichtiges Dialogforum zwischen Ost und West. Die Organisation leidet seit Jahren unter den Divergenzen, die immer wieder vor allem zwischen den beiden größten Mitgliedsstaaten, Russland und den USA, zu Tage treten und die konstruktive Zusammenarbeit erschweren. Zum 1. Januar 2010 übernimmt Kasachstan den Vorsitz. Er soll unter dem Motto „Toleranz“ stehen.

EM-INTERVIEW

Im Gespräch mit dem Eurasischen Magazin erläutert die Sozialministerin und Frauenbeauftragte der Republik Kasachstan sehr selbstbewusst die Politik ihres Landes zur Gleichstellung der Geschlechter.

ZENTRALASIEN
In absehbarer Zeit ist zu erwarten, dass neben der Lösung der Atomfrage auch eine gemeinsame Zentralasienpolitik seitens der USA, Irans und der Türkei zu Stande kommen sollte.

KIRGISTAN

Die Kirgisen entdecken das Nomadentum wieder. Jedes Jahr im Sommer ziehen sie mit dem gesamten Haushalt auf die Sommerweide. Für die modernen Nomaden lohnt sich die alte Tradition nach dem Zerfall der sowjetischen Kolchose wieder. Viele von ihnen haben damit bereits ein einträgliches Familienunternehmen gegründet.

KASACHSTAN

Zur Sommerfrische in die Kasachische Schweiz. Am Rande der Steppe ist eine beschauliche Zeitfalte übrig geblieben. Tretbootfahrten, der Duft von Bratwürsten und alte Schlager lassen eine Stimmung aufkommen, die man längst vergangen wähnte.

ANALYSE

Werden die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf den GUS-Raum betrachtet, richtet sich der Blick meist nur auf Russland, die größte Volkswirtschaft, vielleicht noch auf Kasachstan, die zweitgrößte, oder auf die zum Sorgenkind internationaler Finanzorganisationen gewordene Ukraine. Aufmerksamkeit verdienen aber auch die kleineren Volkswirtschaften in Zentralasien und im Südkaukasus, wo mit schmerzhaften sozialökonomischen Einschnitten zu rechnen ist.

EM-INTERVIEW

Im EM-Interview sagt die Expertin der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Dr. Andrea Schmitz: „Kasachstan zeigt, dass wirtschaftliches Wachstum nicht notwendigerweise eine demokratische Verfassung voraussetzt“. Die Kasachen seien pragmatisch und vor allem stabilitätsorientiert. Das wäre ein Grund, weshalb „bunte Revolutionen“ in dem zentralasiatischen Flächenstaat bislang nicht Fuß fassen konnten. Ein anderer sei die erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung des Landes und der wachsende Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten. Dies werde in erster Linie der Herrschaft von Präsident Nasarbajew zugeschrieben und beschere dem Regime ein hohes Maß an Legitimität.

GEOPOLITIK
Im frühen 20. Jahrhundert prägten Rudyard Kipling und Halford Mackinder den Begriff „Great Game“ für die britisch-russische Konkurrenz um Zentralasien. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion mehrt sich die Zahl derjenigen, die von einem neuen Great Game sprechen. Durch die US-amerikanische Intervention in Afghanistan, den Konflikt um Irans Atomprogramm, Russlands militärisches Vorgehen gegen Georgien und den Run auf die zentralasiatischen Erdgas- und Erdölvorkommen wird diese These gestützt.

TADSCHIKISTAN

Die Wirtschaftskrise hat den einst boomenden russischen Bausektor, Arbeitgeber für Hunderttausende von Arbeitsmigranten, schwer erschüttert. Die Entlassungen bringen nicht nur die Zuwanderer und ihre Familien daheim in finanzielle Nöte, sondern auch die zentralasiatische Republik Tadschikistan, der nun die Rücküberweisungen fehlen. Doch es gibt auch Hoffnung auf ein Leben nach der Migration.

ASERBAIDSCHAN

Öl gleich Geld gleich Demokratisierung? Emin Milli, ein junger Politikwissenschaftler aus Aserbaidschans Hauptstadt Baku, hat da starke Zweifel. Diese Rechnung gehe nicht auf. Das sei im Ölstaat Aserbaidschan spätestens seit dem Verbot des Senders Radio Azatliq und dem angestrebten lebenslangen Präsidentenamt für den Herrscher Ilham Aliyev klar geworden. Milli warnt weitweit vor den seinem Land drohenden Gefahren. Kürzlich sprach er beim Parteichef der Grünen, Cem Özdemir vor, und versuchte ihn als Verbündeten zu gewinnen.

TADSCHIKISTAN

Eine Flut von Namensänderungen rollt über die revolutionär geweihten Gipfel des Pamir-Gebirges in Zentralasien hinweg. Was vor knapp zehn Jahren mit der Umbenennung des Pik Kommunismus, dem einst höchsten Berg der Sowjetunion, in Pik Somoni begann, dauert bis heute an. Allerdings nicht gerade zur Begeisterung der zentralasiatischen Bergbevölkerung

KAUKASUS
Warum die Europäische Union gegenüber Russland keine Linie findet, wie aktuell der Stratege Zbigniew Brzezinski noch immer ist und warum ein eurasischer Energieverbund die Beherrschung des Kontinents durch die USA verhindern kann.

ZENTRALASIEN

Nach einem harten Winter und einem Sommer fast ohne Niederschläge sitzt Zentralasien auf dem Trockenen. Um die Verteilung der knappen Wasserressourcen wird ebenso gestritten wie über die Preise fossiler Brennstoffe. Die wasserreichen Länder Kirgisien und Tadschikistan verbrauchen das kostbare Gut zur Stromproduktion, während die energiereichen Länder Kasachstan und Turkmenistan Öl und Gas nur im Tausch gegen Süßwasser liefern wollen. Internationale Beobachter warnen vor einem Wiederaufflammen lokaler Konflikte.

TADSCHIKISTAN
Die weltweite Aids-Prävention erreicht die Betroffenen kaum. Das ist ein Fazit der Weltaidskonferenz, die in Mexiko-Stadt abgehalten wurde. In Zentralasien steht man noch am Anfang. Tadschikistan will nun die drohende Epidemie mit einem finanzstarken Präventionsprogramm abwehren. Doch die Neu-Infektionen steigen dort stärker als anderswo. Eines der größten Ansteckungsrisiken ist Gastarbeit. Männer, die in Russland das Geld für die Familie verdienen, bringen immer häufiger auch das Virus nach Hause mit.

KASACHSTAN

Während alle Welt über das mögliche Scheitern der Fußball-EM in Polen und der Ukraine redet, träumt ein deutscher Bergsteiger vom olympischen Winter in Kasachstan. Seine Idee grenzt an Größenwahn: Mitten in der kasachischen Steppe, nahe der Hauptstadt Astana, plant der Mann aus Oberwiesenthal im Erzgebirge mit einem österreichischen Planungsbüro den Bau eines gigantischen Wintersportzentrums. Insgesamt sollen Trainings- und Wettkampfanlagen mit olympiagerechter Ausstattung für über 50 Sportarten entstehen. Im Zentrum der Anlage befindet sich den Plänen zufolge ein künstlicher Berg.

USBEKISTAN

Eurasische Fußballbegeisterung: Im fernen Peking brachte die Hauptstadtzeitung „Xinjingbao“ am Morgen nach dem Sieg der deutschen Mannschaft über Portugal eine Sonderbeilage zur Fußball-EM mit Bastian Schweinsteiger auf dem Titel. In der usbekischen Wüstenstadt Chiwa trafen sich die Fans vor Großleinwänden oder gar im Hof einer märchenhaften alten Medrese. Besonders populär waren die Spiele der ehemaligen Bruderrepublik Russland, doch auch die deutsche Nationalmannschaft hatte hier wahre Fans.

ARMENIEN
Zwar hat der armenische Präsident Robert Kotscharjan den Ausnahmezustand in seinem Land schon vor gut zwei Wochen gelockert. Die Medien stehen jedoch nach wie vor unter staatlicher Zensur und dürfen nur Informationen verbreiten, die aus offiziellen Quellen stammen. Inoffiziell machen Gerüchte die Runde, die Zahl der Toten bei den Unruhen Anfang März habe weitaus höher gelegen als bei den acht offiziell gemeldeten.

IRAN-ASERBAIDSCHAN
In der Unruheregion zwischen Armenien und Aserbaidschan fließt wieder Blut. Einer der Gründe ist die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo vom 17. Februar. Seither kommt es wegen der überwiegend von Armeniern bewohnten, aber in Aserbaidschan gelegenen Region Berg-Karabach (Nagorny Karabach) wieder zu Schießereien zwischen den Streitkräften Armeniens und Aserbaidschans. Es gab schon mehrere Dutzend Todesopfer. Doch auch an der iranisch-aserbaidschanischen Grenze wird geschossen. Hier und im gesamten Kaukasus mischen Russland und die USA seit einiger Zeit ihre Karten neu für das „Great Game“, das große Spiel. Nun sind neue Mitspieler dazugekommen: der iranische Gottesstaat und die islamistischen Fundamentalisten.

KASACHSTAN

Konstantin Grigorjewitsch Makarewitsch war einst ein berühmter Gletscherforscher. Heute interessiert seine Arbeit jedoch kaum noch jemanden, denn diese Forschung hat im unabhängigen Kasachstan fast keine Bedeutung mehr. Dabei kennt Makarewitsch die kasachischen Gletscher länger als die meisten seiner Kollegen. Ein Porträt über einen Wissenschaftler der Sowjet-Ära, der dem Verlust seiner Heimat, der Armut und dem Alter stoisch immer wieder eines entgegensetzt: Arbeit.

KASACHSTAN

16 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion und der Gründung der Republik Kasachstan gerät die russischsprachige Bevölkerung im wirtschaftlich erfolgreichsten Land Zentralasiens unter Druck. Zwar ist das Land laut Präsident Nursultan Nasarbajew ein „Vielvölkerstaat“. Doch nationalistische Tendenzen und eine Überbetonung der kasachischen Traditionen nehmen zu.

KASACHSTAN

Wenn bei Minusgraden und Schneematsch schon wenige Minuten Wartezeit an der Haltestelle zur Herausforderung werden, haben es Almatys Straßenbahnpassagiere besonders schwer: Nur im Schritttempo quälen sich die oft dutzende Jahre alten Waggons übers marode Gleisbett. Doch besonders für den ein oder anderen deutschen Kasachstan-Touristen dürfte die Bahn ein netter Anblick sein: Mitten in Zentralasien, 5.000 Kilometer entfernt von Deutschland, fahren unter anderem Tatra-Bahnen aus Dresden, Schwerin und Berlin auf dem holprigen Schienennetz.

GEORGISCHE TÄNZE

Anfang Januar gastiert Georgiens staatliche Akademie für Tanz und Gesang am Deutschen Theater in München. Sie trägt den Namen „Erisoni“ und bringt die große Bühnenschau „Legends of the Storm“ zur Aufführung. Nach großen Erfolgen in aller Welt wartet das heimische Publikum gespannt auf das gefeierte Ensemble.

ÖL UND GAS
Eine Wirtschaftschronik Kasachstans für das abgelaufene Jahr ließe sich überschreiben mit „Kooperation, Konkurrenz und Wirtschaftskrimi“. Gegenspieler, Leidensgenosse und Genosse ist Russland. In manchen Wirtschaftsbereichen strebt Kasachstan nach Eigenständigkeit – was dem großen Bruder missfällt – und doch ist Kooperation mit dem Kreml die Devise.

TUWA

Tuwa ist schwer zu erreichen. Naja, sagen wir mal so, man kommt sicher bis nach Moskau, dort kann man dann Inlandsflüge buchen entweder nach Tomsk oder Omsk oder Novosibirsk – und dann fehlen bis Tuwa nur noch einige Flugstunden. Mit einem Pauschalangebot ist Tuwa nicht zu erreichen. Wer es aber schafft, den erwartet: „Tuwa all inclusive!“

KASACHSTAN

An den Aralsee ist die Hoffnung zurückgekehrt – dank eines Staudamms in Kasachstan. Seitdem der von der Weltbank finanzierte Kok-Aral-Damm gebaut wurde, ist der Wasserspiegel des Aralsees um mehrere Meter angestiegen. Von der Fischerei kann man wieder leben. Menschen, die ihre Heimat verlassen hatten, kehren an den Aralsee zurück. Der Wermutstropfen: Das alles gilt nur für den nördlichen Kleinen Aralsee. Der größere Teil des Sees in Usbekistan ist endgültig verloren.

EURASIEN

Thomas Heinze (28) und Nico Dünkel (29) aus Rudolstadt in Thüringen haben in vier Monaten die imaginäre Linie zwischen Asien und Europa bereist, die man in der Neuzeit als „Grenze“ bezeichnet. Die Route führte sie entlang des Uralgebirges und des Uralflusses bis zum Kaspischen Meer, von dort weiter durch den Kaukasus und am Schwarzen Meer vorbei bis in die Türkei. Mitte September fand die Reise in der türkischen Metropole Istanbul ihr Ende. Die Stadt liegt am Bosporus und damit sowohl in Europa als auch in Asien. Dieses Mal berichten Heinze und Dünkel von ihrem mehrere tausend Kilometer langen Abstecher quer durch Zentralasien, den sie vom Kaspischen Meer aus unternahmen.

GEORGIEN
In Georgien überschlagen sich die Ereignisse. Zwischen den einstigen „Rosenrevolutionären“ ist ein erbitterter Streit ausgebrochen. Zwei Tage nachdem der ehemalige georgische Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili dem Präsidenten Michail Saakaschwili Korruption und Mord-Pläne gegen politische Gegner vorgeworfen hatte, wurde er von der Polizei verhaftet.

EURASIEN

Thomas Heinze (28) und Nico Dünkel (29) aus Rudolstadt in Thüringen haben in vier Monaten die imaginäre Linie zwischen Asien und Europa bereist, die man in der Neuzeit als „Grenze“ bezeichnet. Die Route führte sie entlang des Uralgebirges und des Uralflusses bis zum Kaspischen Meer, von dort weiter durch den Kaukasus und über das Schwarze Meer bis in die Türkei. Vom Kaspischen Meer aus unternahmen sie einen „Abstecher“ nach Zentralasien. Mitte September fand die Reise in der türkischen Metropole Istanbul ihr Ende. Sie liegt am Bosporus und damit sowohl in Europa als auch in Asien. Im Eurasischen Magazin berichten sie von der abenteuerlichen Tour. Dieses Mal: Der südliche Ural und Kasachstan.

RUSSLAND-ARMENIEN
Die Beziehungen zwischen Russland und Armenien werden in Moskau von Experten als die wichtigsten im postsowjetischen Raum betrachtet. Russland und Armenien sind durch Energieströme und durch Waffenbrüderschaft verbunden. Auch die USA buhlen um den Kaukasusstaat. Doch nicht nur in der Hauptstadt Eriwan wird befürchtet, ein „Seitenwechsel“ könnte einem politischen Selbstmord gleichkommen.

EURASIEN

Thomas Heinze und Nico Dünkel (beide 28) aus Rudolstadt in Thüringen wollen in vier Monaten die imaginäre Linie zwischen Asien und Europa bereisen, die man in der Neuzeit als „Grenze“ bezeichnet. Die Route führt sie entlang des Uralgebirges und des Uralflusses bis zum Kaspischen Meer, von dort weiter durch den Kaukasus und über das Schwarze Meer bis in die Türkei. Vom Kaspischen Meer aus ist ein Abstecher nach Zentralasien geplant. Mitte September soll die Reise in der türkischen Metropole Istanbul ihr Ende finden. Sie liegt am Bosporus und damit sowohl in Europa als auch in Asien. Im Eurasischen Magazin werden sie von der abenteuerlichen Tour berichten. Dieses Mal: Der nördliche Ural.

ASERBAIDSHAN
Noch stecken die Bemühungen um eine alternative Energieversorgung im Öl- und Gasland zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer in den Kinderschuhen. Aber es gibt ehrgeizige Ziele, die mit dem Kapital ausländischer Investoren und technologischer Hilfe – vor allem aus Deutschland – schon bald erreicht werden sollen.

BERG-KARABACH
Wie die Friedenssuche zwischen Aserbaidschan und Armenien zwischen militanter Rhetorik und politischer Realität zerrieben wird. Und weshalb die Interessen Washingtons und Moskaus die Friedenssuche zusätzlich erschweren.

ASERBAIDSCHAN

Helenendorf, das heutige Chanlar in Aserbaidschan, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der größten deutschen Kolonien im Kaukasus. Das Ende kam 1941, als Stalin die Deutschen aus Aserbaidschan deportieren ließ. Doch wer sich heute auf den Weg nach Chanlar macht, begegnet immer noch der deutschen Vergangenheit. Eine „Deutsche Weinroute“ soll diese nun wieder beleben und damit deutsche Touristen anziehen.

RAKETENSTREIT

In einer Art vorauseilendem Gehorsam bezeichnen deutsche Politiker und Medien die Vorschläge des russischen Präsidenten als „Finte“. Dabei stehen diese Angebote in einem klaren Kontext zu einer Reihe weiterer Erklärungen Putins. Sie zeigen, dass die Welt in Zukunft mit einem selbstbewussten Russland zu rechnen hat.

DROGEN

Jeder 16. Georgier ist drogenabhängig. Schuld daran ist vor allem der zur Heroin-Substitution gedachte Stoff „Subutex“. Er macht unter Jugendlichen auf den nächtlichen Straßen der Hauptstadt Tiflis die Runde und verbreitet sich wie ein Buschfeuer in der kleinen Bergrepublik im Kaukasus. An Entzugseinrichtungen mangelt es dagegen. „Die Drogen sind hier kein Problem, sondern eine Katastrophe“, sagen Mitarbeiter von Hilfsorganisationen.

ABCHASIEN
Am 4. März fand in der von Georgien abgefallenen Provinz Abchasien die erste Runde der Parlamentswahlen statt. Doch Abchasien kommt trotz russischer Friedenstruppen und einer Beobachterdelegation der Vereinten Nationen nicht zur Ruhe. In der Nacht auf den 12. März kam es nach georgischen Berichten zu einem Angriff von mysteriösen Hubschraubern auf den von Georgien kontrollierten Teil des Kodori-Tals. Nach Meinung der georgischen Regierung steckt Moskau hinter dem Angriff.

SÜDOSSETIEN

Wie der Alltag in einer Region aussieht, die von einer Friedenstruppe kontrolliert wird, verfeindete Bevölkerungen hat und sowohl von Georgien als auch von Russland umworben wird. Ein Bericht aus einem Land, das eigentlich unvorstellbar ist, aber genau so seit Jahr und Tag existiert.

GEOPOLITIK
Die USA haben angekündigt, Mittelstreckenraketen über Polen und Tschechien hinaus in weiteren Ländern Osteuropas und im Kaukasus stationieren zu wollen. Diese Absicht setzt die EU unter Entscheidungsdruck: Soll man mit unter den Schirm kriechen oder nicht? Die Meinungen sind geteilt. Können die USA damit ihr Ziel erreichen, die EU politisch zu spalten?

TURKSTAATEN

Nach fünfjähriger Pause kamen am 17. November die Staatschefs der Turkstaaten zu ihrem 8. Gipfeltreffen zusammen. Es fand in der türkischen Küstenstadt Antalya statt. Zu den Turkstaaten zählen die türkischsprachigen Länder Türkei, Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan und Kirgistan. Die gemeinsamen Treffen waren 1992 vereinbart worden, um eine gemeinsame Interessenplattform für die Turkstaaten einzurichten.

GEORGIEN

Die Unterdrückung der Frau gehört im Kaukasus fast schon zum kulturellen Erbe. Auch nach der Rosenrevolution in Georgien hat sich daran nichts geändert. Manche Männer werden zu regelrechten Peinigern. Die eben erst reformierte Polizei verfolgt ihre Taten nicht. Auf Verständnis brauchen Frauen, die sich wehren, erst gar nicht zu hoffen.

RUSSLAND-KASACHSTAN
Wenn über Russland und Energie debattiert wird, dann dürfen die Schlagwörter „Einsatz der Energiewaffe“ und „Rohstoffnationalismus“ nicht fehlen. Entgegen diesem Trend etabliert sich eine besondere Energiepartnerschaft zwischen Russland und Kasachstan - wobei die Zweckgemeinschaft hinter den Kulissen nicht ganz ungetrübt ist.

KASACHSTAN

Fünfzehn Jahre nach dem Ende der Sowjetunion hat sich die einstige Sowjetrepublik Kasachstan zum „Kuweit Zentralasiens“ gemausert. Gebrauchtwagen aus Deutschland sind der Renner. Doch am neuen Reichtum haben die wenigsten Teil. Und einige vermissen auch Errungenschaften von einst, wie Ferienlager und kostenlose Medizinversorgung.

UKRAINE-ASERBAIDSCHAN

In diesem Herbst reiste der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko zum ersten offiziellen Staatsbesuch nach Aserbaidschan. Die Beziehungen zwischen den beiden GUAM-Staaten waren seit der orangen Revolution in der Ukraine deutlich eingetrübt. Jetzt wurden zwischenstaatliche Abkommen unterzeichnet, die vor allem das Schlüsselproblem zwischen beiden Ländern regeln sollen: den Weitertransport des aserbaidschanischen Öls über ukrainisches Territorium nach Westeuropa.

KIRGISIEN

Von der Sommerweide am 2.500 Meter hoch gelegenen Song-Kul-See ziehen die Nomaden im Herbst zu Tal. Jurten und Hausrat werden auf einen alten Lada verladen, der Kurs auf Naryn nimmt. Hier überwintern die Dschigiten, Nachfahren der Goldenen Horde. Nur Tachawi, der Alte, bleibt mit seiner Familie in Tasch-Rabat zurück, einer Karawanserei, die aus dem fünfzehnten Jahrhundert stammt.

DAS ABGRÜNDIGE
Er sagte, er heiße Dima und kämpfe für Georgien. Um Abchasien, die ewige Heimat. Er sagte es beim ersten Zusammentreffen in einer Kaschemme – und immer wieder, wenn er meinen Zweifel spürte. Als er starb, war er nur noch eine verunsichernde Erinnerung.

KIRGISIEN & TADSCHIKISTAN

Der Pamir gilt zu Recht als „Dach der Welt”. Hier befinden sich nicht nur die höchsten Gipfel der ehemaligen Sowjetunion, sondern auch die gewaltigsten Bergmassive der Erde. Quer hindurch windet sich eine der großartigsten Gebirgsstraßen – die Trans-Pamir-Chaussee, von den Einheimischen nur die „Trasse“ genannt. In den 1940er Jahren fast ausschließlich in Handarbeit aus dem Fels gehauen, verbindet sie heute die zwei unabhängigen Staaten Kirgisien und Tadschikistan.

KASACHSTAN

Dank ihres starken Wirtschaftswachstums und immenser Überschüsse in der Handelsbilanz häufen Kasachstans große Nachbarn China und Russland Devisenreserven in Milliarden Dollar an. Die riesigen Wachstumsmärkte Russlands, Chinas und Indiens gelten als kommende Zentren der Globalisierung - Kasachstan liegt inmitten dieser Wirtschaftsdynamik auf dem eurasischen Kontinent.

TURKMENISTAN

Der zentralasiatische Staat Turkmenistan ist in der Welt kaum bekannt. Und der Präsident des Landes unternimmt alles, damit es so bleibt. Der Personenkult um den Turkmenbashi findet keine historische Parallelen. Alles im Land lenkt der Präsident – mit oftmals sehr grotesken Zügen. Erfahrungen und Beobachtungen der Mitarbeiterin eines großen deutschen Unternehmens, die sich im Land umgesehen hat. Die Namen ihrer Gesprächspartner wurden geändert.

USBEKISTAN
Usbekistan steht nur selten im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Zuletzt war dies der Fall, als es die USA unter dem klammheimlichen Beifalls Moskaus aus den Stützpunkten hinauswarf, die es ihnen nach dem 11. September 2001 eingeräumt hatte. Wegen seiner geostrategischen Lage im Vorhof der Krisenregion um Afghanistan, herrscht ein ständiges Tauziehen zwischen Washington und Moskau um den größtmöglichen Einfluß auf das mittelasiatische Land.

KIRGISIEN

Per Anhalter durch Zentralasien - ein Abenteuer der Extraklasse: im Lastwagen auf der Handelsroute der Nomaden von der kirgisischen Hauptstadt Bishkek bis nach China zu fahren.

PRÄSIDENTENWAHL IN KASACHSTAN

Anfang Dezember wurde in Kasachstan ein neuer Präsident gewählt. Wie erwartet hat der Amtsinhaber Nursultan Nasarbajew die Wahl klar gewonnen. Er wird das zentralasiatische Land weitere sieben Jahre regieren.

ZENTRALASIEN
Taschkent hat den USA die Afghanistan-Nachschubbasis gekündigt und den Luftraum für die Nato gesperrt. Ob die Bundeswehr weiterhin den Luftwaffenstützpunkt in Termes nutzen kann, ist noch ungeklärt.

PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN KASACHSTAN

Die Wirtschaftspolitik von Nursultan Nasarbajew wird allenthalben gelobt. Nicht zuletzt deswegen gilt ein neuerlicher Wahlsieg des Staatspräsidenten als sicher. Trotzdem geht der Staatschef gegen Regimekritiker und oppositionelle Medien vor.

PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN KASACHSTAN

Kasachstan wählt einen neuen Staatspräsidenten. Glaubt man den Umfrageforschern, dann wird das riesige Land im Herzen Eurasiens auch in den nächsten sieben Jahren von Nursultan Nasarbajew regiert – er ist bereits seit 1991 an der Macht. Ein Kommentar.

ZENTRALASIEN

Im südlichsten Landesteil Kasachstans an der Grenze zu Kirgisien und Usbekistan erreicht das Thermometer im Herbst noch 35 Grad. Kamele fühlen sich hier heimisch und saftige Wassermelonen werden lastwagenweise über schlaglöchrige Straßen durch die karge, heiße Steppenlandschaft gekarrt. Einzig die Farbe der himmelblauen Kuppeln der berühmten Grabmoschee Turkistans suggerieren Kühle. - Das Umfeld des größten Wallfahrtsortes Kasachstans ist ernüchternd.

KASACHSTAN

Bescheidenheit, Freundlichkeit und ein besonderes Bauwerk zentralasiatischer Vielfalt prägen Scharkent. Trotz Gemeinsamkeiten der kasachischen Kleinstadt unweit der Grenze zu China und in nur 300 Kilometer Entfernung von Almaty sind die Unterschiede zum Großstadtleben in Kasachstan gewichtig.

KASACHSTAN

Zur Lammzeit im Frühjahr reiste die Biologin Aline Kühl in die Steppe Kasachstans und machte sich auf die Suche nach den ältesten Nomaden Eurasiens: den Saiga-Antilopen. Die Forscherin wollte herausfinden, ob die Tierart wirklich kurz vor dem Kollaps steht, wie es pessimistische Prognosen seit langem vorhersagen.

ALLTAG IN USBEKISTAN

Bericht aus dem Innenleben einer ganz eigenen usbekischen Lebensform: der aus dem Mittelalter stammenden Nachbarschaftsgemeinden.

KIRGISIEN VOR DER PRÄSIDENTENWAHL
Am 10. Juli sind Präsidentschaftswahlen in Kirgisien. Kurmanbek Bakijew, der Anführer der Tulpenrevolution vom März und geschäftsführende Präsident des Landes, hat gute Chancen sie zu gewinnen. Die Menschen im Land sind arm aber stolz. Auch auf ihre sich entwickelnde Demokratie.

DSCHINGIS KHAN UND SEINE ERBEN
Im Jahre 2006 jährt sich zum 800. Mal die Gründung des mongolischen Großreiches durch den legendären Dschingis Khan. Die Bundeskunsthalle in Bonn veranstaltet dazu vom 26. Juni bis 27. September 2005 eine Ausstellung, die das Mongolenreich auf dem Höhepunkt seiner Macht zeigt.

GOEAST

Bereits zum fünften Mal lud das goEast-Festival nach Wiesbaden, um Kino und Kultur aus Osteuropa und Zentralasien zu präsentieren. Filme aus bekannter Regiehand erhielten ebenso eine Bühne wie unbeschwerte Produktionen junger Nachwuchskünstler. Das Filmfestival bot eine einzigartige Möglichkeit, Stimmungen aus Ost und West einzufangen und just ein Jahr nach der EU-Osterweiterung über den Tellerrand der aktuellen Berichterstattung zu schauen.

AIDS
Das AIDS-Virus breitet sich in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion rasend schnell aus – die staatlichen Gesundheitssysteme sind überfordert – Bericht von einem Symposium des Vereins „Psychosoziale Betreuung im Klinikum der Universität München e.V.“

KIRGISIEN

Der kirgisische Staatspräsident Askar Akajew ist nach 15 Jahren an der Macht von seinem Amt zurückgetreten. Landesweite Proteste hatten ihn dazu gezwungen und die Revolution in Kirgisien ermöglicht – so die vorherrschende Meinung im Westen. Der kasachische Politologe Oleg Sidorow verficht einen anderen Standpunkt.

ZENTRALASIEN
Ein Kommentar von Kai Ehlers

KASACHSTAN

Kasachstan wird dieses Jahr mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung von rund neun Prozent zu den zehn wachstumsstärksten Volkswirtschaften weltweit gehören. Die zentralasiatische Republik ist die aufstrebende Transformationsökonomie Eurasiens.

ZENTRALASIEN-UNIVERSITÄT

Prinz Aga Khan IV., mehrfacher Milliardär und schiitischer Imam, hat Großes vor: die Gründung einer Zentralasien-Universität. Geplant ist ein dreiteiliger Campus in Tadschikistan, Kirgisien und Kasachstan. Die Absolventen sollen Arbeitsplätze schaffen und sich über postsowjetische Denkstarre, Korruption und Stillstand hinwegsetzen.

INTERVIEW
Das Eurasische Magazin sprach mit Joachim Franz, dem Initiator und Leiter der „sign – aids awareness expedition 2004“ über Sinn, Zweck und Erfolge dieses Unternehmens beim Kampf gegen Aids.

EXPEDITION GEGEN AIDS

Unter Führung des Wolfsburger Extremsportlers Joachim Franz zog eine waghalsige Expedition 9.000 Kilometer quer durch Eurasien, um vor der unaufhaltsamen Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids zu warnen. Die Schirmherrschaft übernahm der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder.

ZENTRALASIEN
In der mittelasiatischen Republik Kasachstan wurde ein neues Parlament gewählt. Ein Kommentar von Patrick Dombrowsky.

ZENTRALASIEN

Die Geschichte des Aralsees ist eine ökologische Tragödie. Einst war er der größte See Eurasiens. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts begann mit dem Versuch, die Wassermassen wirtschaftlich nutzbar zu machen, das langsame Sterben des Aralsees. Die Osteuropahistorikerin Dr. Eva-Maria Stolberg erzählt die traurige Geschichte von der Zerstörung eines orientalischen Märchens.

USBEKISTAN
EBRD und Japan stellen gemeinsam weitere Fördermittel für Mikrokreditgeschäft in Usbekistan bereit

EURASISCHE BEZIEHUNGEN

Die rasch wachsende Wirtschaft des neuntgrößten Landes
der Erde macht es in Ost und West attraktiv. Sowohl China als auch Deutschland
wollen ihr Handelsvolumen mit dem zentralasiatischen Land in den kommenden
Jahren verdoppeln. In der EU-Osterweiterung wittert Kasachstan neue Chancen,
denn es verfugt uber traditionell gute Kontakte zu den Beitrittsländern.

Zum Zentrum des eurasischen Kontinents ging die Abenteuerreise unseres Autors Hartmut Wagner. Er fuhr durch die riesige kasachische Steppenlandschaft, einst Heimat viehzuchtender Nomadenstämme, heute Herzstuck der jungen Republik Kasachstan. Sein Ziel war der kleine Ort Shidebaj, der als geographischer Mittelpunkt Eurasiens gilt.

KASACHSTAN
Kasachstan, seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 ein unabhängiger Staat, baut sich eine „Neue Stadt“. Während Almaty, die eigentliche Metropole des Landes, eng mit der sowjetischen Geschichte verbunden ist, soll die Hauptstadt Astana zum Symbol des neuen Kasachstans werden.

VORGESTELLT
C.H. Beck Verlag , Munchen 1994, 472Seiten, € 49,90, ISBN 3-406-37137-X.

CHINA

Die Großstadt Urumqi im Nordwesten Chinas liegt inmitten malerischer Naturschönheiten. Mit seinem Geländewagen hat sich Andreas Gruschke der Stadt langsam angenähert – durch die Sandweiten der Dsungarei-Wüste und das Hochgebirge des Bogdo Ola.

EURASIEN HISTORISCH
Sie waren ein Volk nomadischer Steppenreiter. Die Skythen selbst hinterließen
keinerlei schriftliche Aufzeichnungen, bildeten keine festgefugten Staatengebilde
und es gibt nur wenige Spuren von Siedlungen. Dennoch hat die Steppe vor allem
in jüngerer Zeit einige Geheimnisse uber sie preisgegeben.

AFGHANISTAN
Dr. Matin Baraki uber Verfassung und Regierungssystem im „neuen“ Afghanistan, uber
die Instrumentalisierung des 11. Septembers durch die USA, die US-Strategie
im ‚eurasischen Balkan' und die imperialistische Großmachtpolitik Deutschlands.
Matin Baraki wurde 1947 in Afghanistan geboren. Er ist Lehrbeauftragter fur
Internationale Politik an den Universitäten Marburg und Kassel und forscht
seit Jahrzehnten zur politischen Entwicklung Afghanistans.

TURKMENISTAN

Der turkmenische Präsident Nijasow ist nicht nur autoritärer politischer Fuhrer seines Landes, sondern seit jungster Zeit vor allem auch Poet.

KIRGISIEN
Kirgisien ist nach dem Zerfall der Sowjetunion gut gestartet. In den letzten
Jahren gerät das Land aber immer stärker in autoritäres Fahrwasser.
Nach dem Afghanistan-Krieg ist es der Regierung gelungen, Kritik an Menschenrechtsverletzungen
mit Hilfe der geostrategischen Lage zu rechtfertigen.
Zwei konkurrierende Projekte zur Erschließung neuer Energiekorridore
in Eurasien
In der westafghanischen Oasenstadt Herat ist die Nachkriegszeit angebrochen.
Ist aber das Ende des Krieges der Frieden?

AFGHANISTAN
Vor einem Jahr wurde das Regime der Taliban militärisch besiegt und gestürzt – Amerikaner, Briten und „Nordallianz“ sahen sich als Befreier – eine Zwischenbilanz
2009 soll für die Beziehungen Deutschlands und Kasachstans besonders fruchtbar werden. Nach dem Auftaktbesuch von Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew ist ein ganzes Jahr mit Veranstaltungen geplant. Die ersten Termine stehen.
Mit diesem weltweit ersten Bildband über die Kinder der geschundenen russischen Republik Tschetschenien haben die Autoren ein einzigartiges Dokument vorgelegt. Es zeigt das Schicksal einer Kindheit, die das Grauen des Krieges zurückgelassen hat.
Der Roman spielt im Kirgisien der heutigen Tage und erzählt davon, wie die Globalisierung das Leben jedes Einzelnen erreicht. Eigentlich geht es jedoch um viel mehr – man möchte fast sagen um alles, was unser Leben bestimmt und prägt: um Politik und Wirtschaft, um die Folgen der systematischen Umweltzerstörung, um menschlichen Verrat, die Suche nach Glück, um Fügung, Liebe und Hoffnung. Es ist ein großes Buch. Bei der Lesung des Autors am 20. März in Halle/Saale empfand das Publikum genau dies.
Um einen weiblichen Zahir - nach Paulo Coelho etwas, das man nicht mehr vergisst, wenn man einmal in Natura damit in Kontakt gekommen ist – und die Weiten Kasachstans dreht sich „Der Zahir“. Das Buch ist eine in Südkasachstan endende Fabel, wie sie wohl nur Coelho schreiben konnte, der brasilianische Bestsellerautor für die Seele.
Weite Teile Zentralasiens gehörten im Mittelalter zum Herrschaftsgebiet von Sultan Tamerlan. In kurzen Reportagen wandelt Peter Böhm auf den Spuren dieses Riesenreiches und berichtet vom schwierigen Alltagsleben im heutigen Zentralasien.
Das kompakte Lexikon bietet wohlformulierte und sinnvoll ausgewählte Informationen für alle die, die ihre Wissenslücken über den zentralasiatischen Raum beheben möchten oder einfach ein zuverlässiges Nachschlagewerk benötigen.
Arche Verlag 2003, Zurich-Hamburg, 178 Seiten ISBN 3-7160-2321-3.
Goldmann Verlag, Munchen März 2003, 234 Seiten, € 22,90, ISBN 3-442-30988-3.
Er gilt als der erste afghanische Spielfilm nach dem Sturz der Taliban-Herrschaft. Nach einer Tournee durch Filmfestivals auf dem ganzen Globus läuft er jetzt in den Kinos.
Berlin, 2002, 318 Seiten, Rowohlt Verlag, 19,90 Euro, ISBN 3-871-34456-7
Berlin 2002, 152 Seiten (Text in deutscher und russischer Sprache, inkl. vieler
Farbphotographien), 29,80 Euro, Verlagshaus Braun, ISBN 3-935455-13-5